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Unsere Vorgänger:
1903 - 1945 (Cöthener FC Germania 03)
1945 - Mai 1949 (Köthen-Süd)
Mai
1949 - Juni 1949 (BSG KWU Köthen)
Juni 1949 - August 1950 (BSG Vorwärts Köthen)
August 1950 - Oktober 1951 (BSG Union Köthen)
Oktober 1951 - März 1952 (BSG Stahl Köthen)
März 1952 - 1990 (BSG Motor Köthen)
1990 - 1995 (KSV
Germania 90)
1995 - 1997 (Cöthener
FC Germania 03)
1997 - 2002 (HG
85 Köthen)
Februar 2002 -
HEUTE (Cöthener FC Germania 03)
Vereinsgeschichte von 1903 bis
2009
40
Jahre nach der Gründung der ersten Fußballvereine in England und 30
Jahre nachdem die ersten Fußballvereine in Deutschland ins Leben
gerufen worden waren, erfolgte am 23. September 1903 die Errichtung
des Cöthener Fußballclubs Germania 03.
Nach der Gründung des
Cöthener Fußballclubs 1902 am 28. Juni 1902 sowie den im
Ballspielclub Cöthen organisierten Gymnasiasten des
Ludwigsgymnasiums entstand mit dem CFC Germania 03 der dritte Verein
in der Kreisstadt Köthen, in dem der Fußballsport wettkampfmäßig,
d.h. nach Regularien bestritten wurde.
Zu den Gründern und
ersten Mitgliedern gehörten u.a. Paul Herrmann, Otto Herrmann, Franz
Herrmann, Willy Höhne, Rudolf Drange, Alfred Starke, Fritz Grabe,
Max Ritter, Fritz Hohmann, Karl Schmidt und Hans Bethmann.
Die auf der
Gründungsversammlung am 23. September 1903 Anwesenden wählten den
ersten Vorstand des Vereins, der von da an durch die Herren Max
Ritter, Paul Herrmann und Willy Höhne vertreten wurde.
Rot und Weiß waren und
sind seit der Gründung die Vereinsfarben des CFC Germania 03.
Erste Vereinslokale waren "Wittens
Restaurant" in der Wallstraße und das Restaurant in der Turnhalle am
damaligen Viehmarktplatz. Als erster Spielplatz wurde gemeinsam mit
dem CFC 1902 der für den Fußballsport gut geeignete Viehmarktplatz
(auch später Turnhallenplatz und heutiges Gelände der Fachhochschule
Anhalt) genutzt. Doch dieser Platz, der Eigentum der Stadt Köthen
war, wurde nicht nur für das Fußballspielen genutzt, sondern auch
zur Abhaltung von Viehmärkten und vor allem zur sportlichen
Betätigung der großen Anhängerscharen der Köthener Turnvereine. Die
besondere Bedeutung, den der Fußballsport - insbesondere die
Gründung des CFC Germania 03 - zur damaligen Zeit hatte, soll
folgende Pressemitteilung verdeutlichen:
Das "Cöthener Tageblatt" vom 27.
Oktober 1903 veröffentlichte etwa vier Wochen nach der Gründung des
Vereins folgenden Artikel:
" Um dem bekannten dringenden
Bedürfnis abzuhelfen, hat sich hier unter dem Namen "Germania" noch
ein neuer Fußballclub aufgetan. Mit einem Wettspiel gegen den
Fußballclub des Ludwigsgymnasiums trat er gestern an die
Öffentlichkeit; das Spiel endete 2:1 zu seinen Gunsten."
(Leider existiert keine Aufstellung
der Gründermannschaft mehr.)
Es folgten in den Monaten November
und Dezember 1903 weitere Spiele mit folgenden Resultaten:
18.11.1903 Viktoria Schönebeck - CFC
Germania 03 12:0; 03. Dezember 1903 Wacker Halle II - CFC Germania
03 2:0; 19. Januar 1904 CFC Germania 03 - Viktoria Schönebeck 5:5
Die Aufnahme und Aufrechterhaltung
des Wettspielbetriebes war in den Gründungsjahren mit vielen
Problemen verbunden. Zum einen hatten die Vereine mit enormen
finanziellen Sorgen zu kämpfen und zum anderen war der aufstrebende
Fußballsport bei den etablierten Vereinen, vor allem bei den
Turnvereinen, nicht gern gesehen.
Dem Zulauf an Mitgliedern, den die
Fußballvereine zu verzeichnen hatten, versuchten diese Vereine durch
gezielte Maßnahmen, die darauf gerichtet waren, dass der neuen
Sportart die Voraussetzungen entzogen werden, entgegen zu wirken.
So richteten z.B. die drei Köthener
Turnvereine im Februar des Jahres 1904 eine Beschwerde an den
Gemeinderat der Stadt Köthen, in der sie forderten, das
Fußballspielen während der Wintermonate auf dem Platz vor der
Turnhalle (Viehmarktplatz) zu verbieten.
Trotz der Gegendarstellung der
Fußballvereine sprach der Magistrat der Stadt Köthen am 26. März
1904 ein Verbot der Austragung von Fußballspielen auf dem
Viehmarktplatz in der Zeit vom 01. November bis zum 01. April jeden
Jahres aus. Etwas später wurde das Fußballspielen auf der für
Fußballmannschaften einzige Spielfläche für 3 Jahre gänzlich
untersagt. Diese Entscheidung brachte für die Aufrechterhaltung des
Spielbetriebes große Probleme: Abgang von Mitgliedern sowie
Missstimmung im Verein.
Die im Januar 1904 in der Turnhalle
durchgeführte Generalvollversammlung hatte das Ziel, unseren Verein
auf festere Grundlagen zu stellen. Ein neu gewählter Vorstand mit
den Herren Alfred Mieth als Ersten Vorsitzenden, Paul Herrmann als
Zweiten Vorsitzenden, Polze als Schriftführer und Willy Höhne als
Kassierer stellten sich den anstehenden Tagesfragen. Ihnen und den
Mitgliedern unseres Vereins war es vor allem zu verdanken, dass Ruhe
in das Vereinsleben unseres Fußballclubs einziehen konnte und ein
gewisser Umschwung erreicht wurde.
Trotz aller Bemühungen konnten die
Platzkalamitäten nicht vollends beseitigt werden.
Nachdem zunächst der Spielbetrieb auf
einem Stoppelacker in der Nähe des Viehmarktplatzes durchgeführt
werden musste, konnte nach langen Mühen dem Magistrat der Stadt eine
Spielfläche auf der Stadtwiese (links der Ziethe - Neue Weiden)
abgerungen werden.
Die Größe der Spielfläche entsprach
zwar nicht den Normen des Verbandes Mitteldeutscher Ballspielvereine
(zur Verfügung gestellte Fläche: 2000 m², Norm: 7200 m²), bedeutete
aber für unseren Verein endlich eine feste Spielstätte in Anspruch
nehmen zu können, die aber auch von anderen Vereinen mitgenutzt
wurde.
Im Jahre 1906 zog das Fußballspiel
die Jugend mehr und mehr in seinen Bann. Dies spiegelte sich in
steigenden Mitgliedszahlen - sowohl bei den Aktiven als auch bei den
Passiven wieder. Das Interesse am CFC Germania 03 stieg stetig in
unserer Heimatstadt.
Das Vereinsleben wurde aktiviert,
monatlich fanden Mitgliederversammlungen statt, der Zusammenhalt der
Mitglieder wurde enger und ein neues Vereinslokal konnte mit
"Spott`s Restaurant" (Rüdesheimer) im Jahre 1907 gefunden werden.
Im Frühjahr 1908 war es unserem
Verein gelungen, ein lang ersehntes Ziel zu erreichen, den Besitz
eines eigenen Sportplatzes. Die Vereinsmitglieder schufen sich nach
der Zustimmung durch den Magistrat der Stadt den Platz an der
Leipziger Straße (Galgenberg), der zwar wiederum nicht den
geforderten Maßen entsprach, aber vom Verband für die Durchführung
des Wettspielbetriebes genehmigt wurde.
Das Eröffnungsspiel fand bereits
Ostern 1908 gegen Askania Aschersleben statt und brachte unserer
Mannschaft einen klaren Sieg mit 9:2 - Toren. In der Folgezeit
entwickelte sich ein reger Spielbetrieb und die Zahl der
Mannschaften unseres Vereins stieg auf insgesamt vier.
Unser Verein war inzwischen auch dem
Verband der Mitteldeutschen Ballspielvereine beigetreten und in den
Spielbetrieb der 4. Klasse des Saalegaues zugeordnet worden. Zu den
Gegnern zählten überwiegend hallesche Vereine, aber auch der
Ortsrivale Cöthen 1902, mit denen Verbandsspiele (Punktspiele)
durchgeführt wurden.
Mit der Gründung des Gaues-Anhalt am
1. Juli 1909 in Dessau war gleichzeitig die Neustrukturierung des
Spielbetriebes verbunden. Dem Verband Gaues Anhalt, der dem verband
Mitteldeutscher Ballspielvereine (VMBV) untergeordnet war, schlossen
sich neben dem CFC Germania 03, CFC 02 Köthen auch Vereine aus
Zerbst (Viktoria), Dessau (1898 und 05), Bernburg (07) an. Damit
waren die Voraussetzungen geschaffen, den Wettspielbetrieb zur
Ermittlung eines "Anhaltmeisters" durchzuführen. Unsere 1.
Mannschaft wurde aufgrund der bereits im Saalegau nachgewiesenen
Spielstärke in die 1. Klasse eingeordnet und besaß in dem CFC 1902
Köthen ihren größten Widersacher im Kampf um die
Anhalt-Meisterschaft.
Bereits im Spieljahr 1909/1910
standen sich beide Kontrahenten in einem Endspiel um die
Meisterschaft im Februar 1910 auf dem CFC 02-Sportplatz an der
Ringstraße in Köthen gegenüber. Leider ging dieses Spiel mit 1:8
Toren verloren und der CFC 1902 wurde erster Anhaltmeister. Auch in
den Folgejahren gelang es der 1. Mannschaft nicht, den Titel zu
erringen.
Neben dem Fußballspielen wurde auch
der Leichtathletik zugesprochen. Diese Sportart hatte vor allem auf
den jährlichen Sportfesten und der dabei durchgeführten Ermittlung
der Vereinsmeister in den leichtathletischen Disziplinen ihren
Höhepunkt.
Monatlich führte der Verein seine
Mitgliederversammlungen durch. Während dieser Versammlungen
entschieden die Mitglieder u.a. An- bzw. Abmeldungen, die
Aufstellungen der Mannschaften zu den bevorstehenden Spielen und den
Einsatz von Schiedsrichtern. Meinungsverschiedenheiten unter den
Mitgliedern führten oft zu Kontroversen, die Amtsniederlegungen von
Vorstandsmitgliedern zur Folge hatten.
Der zunehmende Übungs- und
Spielbetrieb im Fußball sowie die Nutzung des Sportplatzes für
leichtathletische Disziplinen zeigte recht bald, dass der Sportplatz
an der Leipziger Straße den Anforderungen nicht mehr standhalten
konnte. Aus diesem Grunde bemühte sich der Vorstand um den
Sportkameraden Herr Fritz Rähmer, der eine Lösung finden sollte.
Am 22. September 1912 übernahm der
CFC Germania 03 den Platz des Cöthener Fußballclubs 1902 an der
Klepziger Kreisstraße. Die Freude über den neunen Sportlatz sollte
nicht lange andauern, denn bereits zum 1. Januar 1914 wurde das
Spielfeld dem Verein gekündigt. Verhandlungen mit der Klepziger
Schützengesellschaft ermöglichten es der Vereinsführung, einen
Vertrag mit dieser über die Durchführung des Spielbetriebes auf
dessen Platz ab 1. Januar 1914 zu schließen.
Wenn auch die Jahre 1910 bis 1914
eine solide Grundlage für das Vereinsleben geschaffen hatte, so
hinterließ der herannahende 1. Weltkrieg bereits seine Spuren. Die
Einberufung von Spielern zum Wehrdienst, der Kampf um deren
Freistellung für den Wettspielbetrieb führten zunehmend zu
Schwierigkeiten.
Dennoch konnte die Klasse im
Gau-Anhalt gehalten werden, zum Gewinn des Titels eines
"Anhaltmeisters" reichte es nicht.
Der Beginn des 1. Weltkrieges im
Jahre 1914 erschlug das über lange Jahre mühselig aufgebaute
Vereinsleben. Fast alle Vereinsmitglieder wurden nach und nach zum
Kriegsdienst eingezogen. Der Vorstand strebte zwar auf der letzten
Mitgliederversammlung am 12. September 1914 noch an, mit einer
Mannschaft aus den nicht eingezogenen Spielern den Spielbetrieb
aufrecht zu erhalten, dies gelang aber nicht mehr.
Das letzte Spiel der Germanen-Elf
fand am 19. September 1914 gegen Cöthen 02 statt und endete mit
einem 5:1-Sieg. Danach waren reichlich 4 Jahre Pause im
Vereinsleben.
Trotz des herrschenden Krieges kam
der Fußballsport in Köthen nicht völlig zum Erliegen. Die noch nicht
einberufenen Spieler der Vereine CFC Germania 03, Cöthener
Fußballclub 1902 und Cöthener Sportclub 09 schlossen sich zu einer
gemeinsamen Mannschaft unter der Leitung von Cöthen 02 zusammen und
spielten um die Kriegsmeisterschaft mit. Die Mannschaft erreichte in
den Jahren 1915 bis 1917/18 den Titel eines "Kriegsmeisters".
Nachdem der 1. Weltkrieg beendet war,
wurde beim CFC Germania 03 am 31. August 1918 die erste
außerordentliche Mitgliederversammlung durchgeführt.
Nach dem Gedenken an die 21 im Krieg
gefallenen Vereinsmitglieder bestätigten die Anwesenden den Vorstand
in deinem Amt neu, Willy Markwart blieb Erster Vorsitzender. Nun
konnte der Neuaufbau des Vereinslebens wieder in Angriff genommen
werden.
Am 8. September 1918 fand bereits das
erste Wettspiel einer Germania-Elf gegen Zerbst 1900 statt, das mit
einem 6:3-Erfolg endete. Weiter Vergleiche auf der Ebene von
Freundschaftsspielen folgten. So wie sich das Vereinsleben
schrittweise wieder entwickelte, war auch der Zugang neuer
Mitglieder zu verzeichnen. Somit hatte unser Verein die Möglichkeit,
weitere Mannschaften zu bilden und in den Spielbetrieb zu
integrieren. Die Entwicklung und Aufrechterhaltung des
Spielbetriebes sollte den Verein dennoch vor erhebliche finanzielle
und verkehrstechnische Probleme in den Jahren 1918 und 1919 stellen,
die eine regelmäßige Durchführung noch nicht wieder zuließen. So kam
es zu vielen Wettkämpfen mit Köthener Fußballspielern bzw. Vereinen
im unmittelbaren Umfeld. Besonders hervorzuheben ist dabei der am
12. Januar 1919 errungene überzeugende Sieg in Höhe von 7:2-Toren
gegen den Cöthener Fußballclub 1902, dem mehrfachen Meister des
Gaues-Anhalt.
Die Germanen-Elf bestritt den
Vergleich in folgender Aufstellung:
Winter - I.Pochert - Krause -
W.Lehmann - O.Starke - Neuhald - A.Starke - Klaucke - P.Lehmann -
K.Pochert - Meier
Im Juli des Jahres 1919 beschloss der
Verband des Gaues-Anhalt die Neuaufteilung der Spielklassen
vorzunehmen und am 17. August mit den Verbandsspielen zu beginnen.
Doch vor der Aufnahme des
Spielbetriebes traten wieder Probleme mit der Verfügbarkeit eines
geeigneten Spielfeldes auf, denn der vom Verein gepachtete Platz an
der Klepziger Straße wurde vom Eigentümer verkauft und damit dem
Sport entzogen.
Als neue Spielstätte hatte nach
langen Verhandlungen der Magistrat der Stadt die Nutzung der
"Stadtwiese in den neuen Weiden" beschränkt auf Dienstag, Freitag
und Sonntag, unserem Verein angeboten. Dies entsprach jedoch nicht
den Vorstellungen von Germania, denn der Drang nach der alleinigen
Nutzung eines Sportplatzes war nach wie vor groß.
Nach langen intensiven Bemühungen
gelang es dem Vorstand, einen Pachtvertrag mit der Schützengilde
über die Nutzung des Schützenplatzes in Köthen-Geuz abzuschließen.
Das Spielfeld wurde durch die aktive Mitarbeit der Mitglieder
hergerichtet und der Spielbetrieb ab der laufenden Serie 1919/20
aufgenommen.
Zum Jahresende 1919 hatte der CFC
Germania wieder 107 Mitglieder. Vier Männermannschaften und eine
Jugendmannschaft in der Sparte Fußball konnten nun gebildet werden.
Die Sparte Leichtathletik musste neu aufgebaut werden.
Das Streben nach sportlicher
Betätigung nahm in den ersten Nachkriegsjahren enorm zu. Das drückte
sich nicht nur in den steigenden Mitgliederzahlen in den bereits
etablierten Sportvereinen aus sondern führte auch zur Gründung
weiterer Sportvereine in unserer Heimatstadt Köthen. So gründete im
Verlauf des Jahres 1920 die "Freie Turnerschaft Köthen", dem
Arbeiter-Turn- und Sport-Bund zugehörig, eine eigene
Fußballabteilung. Der Arbeitersportverein "Wacker" Köthen entstand
ebenfalls mit eigener Fußballabteilung, sie sollen hier
stellvertretend für andere Vereine genannt sein.
Mit der Gründung dieser Vereine
spitzte sich die bereits bestandene Sportplatzsituation in unserer
Stadt weiter zu. Eine Entlastung konnte auch mit der Schaffung einer
der schönsten Sportplatzanlagen im damaligen Freistaat Anhalt -
nämlich der Sportplatz St. Hubertus (Einweihung am 11. September
1921) -, die vom CFC 1902 genutzt wurde, nicht erreicht werden. Der
Magistrat unserer Heimatstadt war hinsichtlich der Bereitstellung
weiterer Spielflächen weiterhin gefordert.
Am Ende des Jahres 1920 konnte eine
weitere Steigerung der Mitgliederzahlen in unserem CFC Germania
verzeichnet werden:
191 Erwachsene und 50 Schüler.
Am Wettspielbetrieb nahmen insgesamt
12 Mannschaften teil, davon 5 Männermannschaften, 1
Reservemannschaft, 1 Alte-Herren, 2 Jugendmannschaften und 3
Schülermannschaften.
Das Aushängeschild, die 1.
Männermannschaft von Germania, spielte im Spieljahr 1920/21 in der
1. Kreisklasse des Gaues-Anhalt. Zu den Gegnern zählten die
Mannschaften von: Viktoria und 1900 Zerbst, Dessau 05, Sportclub
Roßlau 08, Cöthen 02 und Sportclub 09, Bernburg 07 und Wacker,
Wacker Baalberge und Viktoria Güsten.
Die restlichen Männermannschaften
gehörten den 2. und 3. Kreisklassenstaffeln des Kreises Köthen an.
Auch die Jugend- und Schülermannschaften spielten in der Kreisklasse
Köthen.
Das Jahr 1923 brachte eine erneute
Neueinteilung der Klassen durch den Verband des Gaues-Anhalt mit
sich. Von nun an gehörte die 1. Mannschaft der Bezirksklasse des
Gaues-Anhalt an. Alle anderen Mannschaften unseres Vereins
verblieben in der Kreisklasse Köthen.
Die Folgejahre sollten außer den
jährlich durchgeführten Sport- und Stiftungsfesten keine
herausragenden Ereignisse im Vereinsleben bringen. Im
Punktspielbetrieb belegte die 1. Mannschaft Platzierungen im
Mittelfeld der Tabelle. Auch die unteren Mannschaften erreichten
keine nennenswerten Erfolge.
Hervorzuheben ist jedoch ein
Höhepunkt: Das 25-jährige Bestehen von Germania 03, dass in der
Schützenhalle feierlich begangen wurde. Neben den
Leichtathletik-Wettkämpfen gestaltete die neu formierte 1.
Mannschaft einen sportlichen Höhepunkt mit einem Spiel auf dem
Germania-Sportplatz in Köthen-Geuz gegen Südstern Berlin, das mit
einem 4:3-Sieg endete.
Zur Siegerelf gehörten die Spieler:
Winter - Peter - Krause - Klaucke - Pochert - Meißner - Schulze -
Lehe - Lea - Starke - F.Peter.
Während des Jubiläumsfestes wurde das
neue Vereinsheim am Schützenplatz übergeben.
Einen weiteren Höhepunkt im
Sportleben unserer Stadt brachte die Einweihung des Stadions im Juli
1927. Die Mitglieder unseres Vereins beteiligten sich am 7. Juli
1927 an den Sportwettkämpfen in den leichtathletischen Disziplinen
und am Städtevergleich im Fußball zwischen Köthen und Dessau, der
mit einem 3:2-Sieg für Köthen endete. Einen weiteren fußballerischen
Höhepunkt im Rahmen der Festwoche bildete der Fußballvergleich
zwischen Wacker Köthen und dem 1. Arbeiter-Sportclub Wien, den
Wacker mit 1:0-Toren für sich entscheiden konnte.
Trotzdem wurde das Stadion in dieser
Zeit nicht zur festen Heimstätte des Köthener Fußballs. Die
Leichtathleten und Handballer waren überwiegend die Nutzer.
Mit der Gründung des Fußball-Clubs
"Sportfreunde" Köthen im Jahr 1928 erhöhte sich die Anzahl der
Fußball spielenden Vereine in Köthen weiter. Dieser Verein, der sich
der "Roten-Sport-Internationale" anschloss, spielte auf dem
Sportplatz an der Brunnenstraße.
Das Ende der zwanziger Jahre mit
seiner sich immer mehr zuspitzenden wirtschaftlichen Situation,
verbunden mit einem enormen Heer an Arbeitslosen, hatte auch im
Vereinsleben von Germania seine Spuren hinterlassen. Viele
arbeitslose Spieler wurden vom Verein durch Beteiligung an vielen
Sportfesten "über Wasser" gehalten.

Trotzdem
zählten die Spielserien 1930/31 und 1931/32 mit zu den
erfolgreichsten der Germania. Besonders 1931/32 spielten sowohl die
1. als auch die 2. Mannschaft um die Meisterschaft in ihren
Spielklassen mit. Leider ging das Spitzenspiel der 1. Mannschaft in
der A-Klasse des Gaues-Anhalt gegen Viktoria Zerbst in Zerbst mit
1:4-Toren verloren. Daran konnten auch die erstmals mit einem
Sonderbus mitgereisten Köthener Zuschauer nichts ändern.
Zu den Spielern der Germanen-Elf
zählten: Fesser - Ostwald - Berger - Erdmann - Niemann - Becker -
Linkohr - Klotsch - Kreidemeier - Weilandt - Pochert
Am Ende der Saison reichte es für
beide Mannschaften nicht, die Meisterschaft zu erringen. Die 1.
Mannschaft von Germania belegte hinter Viktoria Zerbst den 2. Platz.
Auch das Spieljahr 1932/33 verlief
mit der gleichen Staffeleinteilung wie 1931/32 und endete mit
zufriedenstellenden Leistungen unserer Mannschaften. Doch es sollten
sich recht bald gravierende Einschnitte im Sport- und Spielgeschehen
der Köthener Vereine zeigen. Nach der Machtergreifung durch die
Nationalsozialisten wurden im Jahre 1933 die Köthener Fußballvereine
"Wacker", "Sportclub 09" und "Sportfreunde" verboten. Das
Vereinsleben der verbliebenen Vereine wurde durch die Nazis stark
reglementiert. Auch unser Verein blieb davon nicht verschont. Er
wurde durch die Nazis gleichgeschaltet.
Das Jahr 1933 war geprägt von
willkürlichen Eingriffen der neuen Machthaber in den organisierten
Sport und damit in das Vereinsleben. Das betraf auch unseren Verein.
Beginnend bei der Vorlage einer vollständigen Mitgliederliste.
"Ablösung" des 1. Vorsitzenden Elze bis zu einem "neuen" Umgangston
zwischen Leitung und Mitgliedern.
Das sei an folgendem Beispiel
untermauert:
(Annonce in der "Cöthenschen Zeitung"
vom 08. Juli 1933) "Heute Abend 8:00 Uhr treffen sich alle
Spieler von Germania zu einer wichtigen Zusammenkunft auf dem
Germania-Sportplatz. Das Erscheinen aller Spieler ist Pflicht. Das
Fehlen ohne Entschuldigung wird ausnahmslos bestraft."
Dem Beginn der Spielserie 1933/34
ging eine neue Spielklasseneinteilung voraus, die nicht nach
sportlichen Qualifikationen bzw. Gesichtspunkten vorgenommen wurde,
sondern der Entscheidungsgewalt der neuen Sportführung oblag.
Die getroffenen Entscheidungen waren
für den Köthener Fußballsport von ganz besonderer Härte. Die
Köthener Fußballvereine Germania und 1902, die in den
zurückliegenden Jahren im Gau-Anhalt eine dominante Rolle gespielt
hatten, fanden in der neuen Gauliga (Bezirksliga) des Gaues VI.
(Mitte) keine Berücksichtigung. Ihre Einstufung erfolgte in der 1.
Kreisklasse des Gaues-Anhalt.
Trotz sofortiger Beschwerden und
Proteste änderte sich an dieser sportlich völlig unverständlichen
Entscheidung nichts. Dies war ein schwerer Schlag gegen den Köthener
Fußball, der bis zur Existenzfrage hätte führen können.
Bitter, ganz besonders für den CFC
Germania 03, denn diese fragwürdige Entscheidung warf natürlich ihre
Schatten auf das 30-jährige Vereinsjubiläum. Dieses Jubiläum, das im
Rahmen einer Sportwoche vom 26. August bis 02. September 1933
begangen wurde, stand ganz im Zeichen sportlicher Wettkämpfe.
Vor der Sportwoche kamen am 13.
August 1933 bereits die leichtathletischen Vereinsmeisterschaften
unter Beteiligung der Sportkameraden des Köthener Sportvereins 1902
und des Köthener Hockey-Clubs auf dem Stadion zur Austragung. Den
Höhepunkt der Sportwoche bildete ein großes Fußball-Pokal-Turnier
unter der Beteiligung von folgenden vier Mannschaften:
Sportfreunde Halle, Fortuna Magdeburg, Köthener SV 1902 und Germania
03, 1. Mannschaft,
das am 27. August 1933 auf dem
Germania-Sportplatz (Schützenplatz) ausgetragen wurde. Nach dem Sieg
mit 3:1-Toren gegen die höherklassige Magdeburger Fortuna und einem
torlosen Unentschieden gegen die ebenfalls höherklassigen
Sportfreunde aus Halle konnte die 1. Germaniamannschaft den
Turniersieg erringen.
Folgende Mannschaft konnte diesen
schönen Erfolg feiern: Fesser - Ostwald - Berger - A.Becker -
Niemann - Erdmann - Pochert - Weilandt - Kreidemeier - Becker -
Linkohr
Auch die übrigen Männermannschaften,
Jugend-, Schüler- und Knabenmannschaften, bestritten innerhalb der
Sportwoche Vergleichskämpfe. Den Abschluss bildete am 31. August ein
Spiel der 1. Mannschaft gegen Wacker Bernburg, das mit einem Sieg
von 4:3 Toren abgeschlossen werden konnte.
Am 10. September 1933 wurde mit dem
Punktspielbetrieb in der 1. Kreisklasse des Gaues-Anhalt begonnen,
zu den Kontrahenten unserer 1. Mannschaft gehörten: SV Roßlau 08,
Sportklub Dessau, Wacker Bernburg, Wacker Baalberge, Zerbst 1900,
Sportverein 1902 Köthen und Viktoria Güsten
Alle anderen Mannschaften von
Germania bestritten ihre Pflichtspiele auf der Kreisebene Köthen.
Am Ende der Saison 1933/34 belegte
die 1. Mannschaft einen guten Mittelfeldplatz.
Vor Beginn der Vorbereitung auf das
Spieljahr 1934/35 waren die Spieler unseres Vereins von weiteren
zentral geschalteten sportpolitischen Maßnahmen betroffen. Die
"Cöthener Zeitung" vom 17. Juli1934 meldete dazu: "Am Sonntag
finden auf dem 02 Platz die Leistungs-Wettkämpfe der Jugend und
Knaben statt. Wer im neuen Spieljahr weiter Fußball spielen will,
muß erscheinen. - Ferner findet für alle aktiven Spieler am 29. Juli
der Geländelauf statt. ..."
Diese nicht gerade unmittelbar zum
Fußballsport gehörende Maßnahmen waren auch in den Folgejahren auf
der Tagesordnung, ja sie wurden noch intensiviert.
Der CFC Germania spielte in der Serie
1934/35 mit der selben Anzahl an Mannschaften in den gleichen
Spielklassen wie 1933/34. Mehr als ein Mittelfeldplatz für die 1.
Mannschaft konnte auch diesmal nicht erreicht werden.
Der Start in die Fußballsaison
1935/36 war mit einem Umzug des CFC Germania 03 von seiner ca. 15
Jahren als alleiniger Pächter genutzten Spielstätte auf dem
Schützenplatz in Köthen-Geuz zum Köthener Stadion verbunden. Der
Unterschied: Das Stadion wurde nicht nur von dem Pächter Germania
allein, sondern von mehreren Vereinen und politischen
Organisationen genutzt.
In der mit dem Oberbürgermeister zur
Nutzung des Stadion abgeschlossenen Vereinbarung hieß es u.a.: "...
Der CFC Germania benutzt das Stadion für seine 7
Fußballmannschaften ab 1. September 1935. Von der Benutzung
ausgenommen sind Tage von größeren Veranstaltungen...."
Die Folge: Es kam für Germania in den
Folgejahren zu vielen, teilweise kurzfristigen Spielabsetzungen
(auch Punktspiele) bzw. Spielverlegungen auf andere Plätze.
Der Umzug in das Stadion wurde
bereits am 10. August 1935 mit einem Spiel Germania-A-Mannschaft
gegen Germania-B-Mannschaft vollzogen. Zu den beiden Mannschaften
gehörten folgende Spieler:
A-Mannschaft: Lapacz
- Ostwald - Lindner - W.Becker - Niemann - Hassel - Erdmann -
Katschek - Kreidemeier - Gander - Weilandt
B-Mannschaft: Fesser
- Reichert - Berger - A.Becker - Haring - Pannicke - K.Linkohr -
Brömme - Klotsch - Heilmann - Kirchhof
Im September 1935 begann die
Punktspielserie 1935/36 wieder in der 1. Kreisklasse des Bezirkes
Magdeburg/Anhalt. Als Neuling nahm Hertha Osternienburg am
Spielbetrieb teil.
Mehr als ein Mittelplatz konnte auch
in dieser Serie nicht erreicht werden.
Die Saison 1936/37 wurde wie bereits
in den Vorjahren mit einem Vereinssportfest eröffnet. Im Mittelpunkt
des am 9. August 1936 durchgeführten Sportfestes auf dem Stadion
standen die leichtathletischen Vereinsmeisterschaften, an denen auch
die aktiven Fußballer teilzunehmen hatten.
Der Punktspielstart für die 1.
Männermannschaft, die weiterhin in der 1. Kreisklasse des Bezirkes
Magdeburg-Anhalt spielte, war am 30. August 1936. Durch den Aufstieg
der Spielvereinigung Porst kämpften von nun an - mit unserer 1.
Mannschaft, dem CSV 02 Köthen, Porst und Osternienburg, - 4
Mannschaften aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet von Köthen um die
Punkte in der 1. Kreisklasse. Nach sehr schwachem Start konnte
unsere Mannschaft auch in dieser Saison wieder einen Platz im
Mittelfeld der Tabelle erreichen. Der Köthener Sportverein 1902
stieg ab.
In der Spielserie 1937/38 nahm den
Platz des Sportvereins 1902, der nach dem Zusammenschluss mit dem
Cöthener Hockey-Club ab Juli 1937 unter dem neuen Namen Köthener
Sportverein CFC 02 in der 2. Kreisklasse spielte, der Biendorfer BSC
ein. Vor dem Start in die neue Saison wurde bei Germania wiederum
ein Sportfest am 29. August 1937 durchgeführt. Im Mittelpunkt stand
ein Fußball-Turnier unter Beteiligung von Viktoria Zerbst, Concordia
Delitzsch und Staßfurt 09, das von Germania gewonnen werden konnte.
Auch zum Ende des Spieljahres konnte
nur ein Platz im Mittelfeld der Tabelle erreicht werden.
Das Punktspieljahr 1938/39 brachte
einige Veränderungen in der Staffelzusammensetzung der 1.
Kreisklasse mit sich. Unsere Mannschaft hatte sich mit folgenden
Mannschaften auseinanderzusetzen: Köthener Sportverein CHC 02
(Aufsteiger), Luftwaffe Kochstedt, Viktoria Zerbst, Roßlau 63,
Tannenheger Dessau, Dessau 98 - Junkers, 1900 Zerbst, Bernburg 07,
Spielvereinigung Porst, Hertha Osternienburg
Zu den Stammspielern der 1.
Germania-Elf zählten: Fesser - W.Becker - Erdmann - Niemann -
Ogrzall - A.Becker - Timplan - Ritter - Kreidemeier - Busse -
Ehrenberg
Weiterhin beteiligte sich Germania
mit einer 2. und 3. Männermannschaft sowie einer A-Jugend, einer
B-Jugend und einer Schülermannschaft ("Pimpfe") am Punktspielbetrieb
der Kreisklasse des Unterkreises Köthen.
1. Männermannschaft nach einem
Freundschaftsspiel gegen Dessau 05
Das Ende der Punktspielserie brachte
für Germania den Klassenerhalt und für den CHC 02 den erneuten
Abstieg in die 2. Kreisklasse. Für das Spieljahr 1939/40 waren
nachfolgende Mannschaften der 1. Kreisklasse zugeordnet:
Mildensee, Dessau 98, Tannenheger Dessau, Luftwaffe Kochstedt,
Viktoria Zerbst, Roßlau 63, Germania Köthen, Spielvereinigung Porst,
Hertha Osternienburg, Oranienbaum, Neundorf
Der 2. Kreisklasse des Unterkreises
Köthen gehörten an: Reinsdorf 1., Gölzau 1., Cörmigk 1.,
Großpaschleben 1., Prosigk 1., CHC 02 1., Biendorf 1., Radegast 1.
und Germania 2.
In Köthen wurde ein weiterer Fußball
spielender Verein gebildet. Der Luftwaffen-Sportverein Köthen. Er
war im Jahr 1939 noch keiner Spielklasse zugeordnet, wickelte aber
seinen Spielbetrieb ebenfalls auf dem Köthener Stadion ab.
Der Beginn des II. Weltkrieges am 1.
September 1939 zog eine völlig neue Situation im Spielgeschehen nach
sich. Der Pflichtspielbetrieb wurde zunächst völlig eingestellt. Im
Verlauf des Monats September 1939 wurde die 1. Kreisklasse des
Gaues-Anhalt aufgelöst und die Mannschaften in die 2. Kreisklasse
des jeweiligen Unterkreises zugeordnet. Somit trug unsere 1.
Mannschaft den Pflichtspielbetrieb in der Saison 1939/40 in der 2.
Kreisklasse des Unterkreises Köthen aus, der folgende Mannschaften
angehörten: Germania Köthen 1., Spielvereinigung Porst,
Biendorfer BSC, Radegast, Edderitz, Großpaschleben, CHC 02, Hertha
Osternienburg, TV Jahn Cörmigk, Gölzau und Reinsdorf
Das 1. Pflichtspiel fand am 24.
September 1939 statt. Gegner war der Biendorfer BSC. Gespielt wurde
von nun an nicht mehr um die "Anhaltmeisterschaft" sondern um die
"Kriegsmeisterschaft". Mit der Zunahme der Kriegshandlungen nahm
auch die Anzahl der Einberufungen unter den Fußballspielern zu, so
dass die Mannschaften ständig verändert bzw. ergänzt werden mussten.
Darunter litt nicht nur das Spielniveau sondern es entstanden
Besetzungsschwierigkeiten, die zum Rückzug von Mannschaften aus dem
Spielverkehr führten.
Das Spieljahr 1940/41 brachte vor dem
Pflichtspielbeginn am 1. September 1940 erneut organisatorische
Veränderungen mit sich. So wurde verordnet, die Bezeichnungen der
Spielklassen zu verändern und folgende Einteilungen vorzunehmen:
Gauliga wurde Bereichsliga, Bezirksklasse wurde 1. Klasse, 1.
Kreisklasse wurde 2. Klasse und 2. Kreisklasse wurde 3. Klasse.
Die Einordnung der 1. Germania-Elf
erfolgte in die 2. Klasse, zusammen mit: Spielvereinigung Porst,
Bernburg 07, Reichsbahn Dessau, Mildensee 1915, Tannenheger Dessau,
Viktoria Zerbst, CHC 02 Köthen, Zerbst 1900 und Dessau-Törten.
Die 3. Klasse des Unterkreises Köthen
spielte in 2 Staffeln, der die 2. und 3. Mannschaft unseres Vereins
zugeordnet waren. Die A- und B-Jugend sowie die "Pimpfe" (Schüler)
kickten ebenfalls auf Kreisebene.
Am Ende der Saison belegte die 1.
Mannschaft in der 2. Klasse einen siebenten, die 2. Mannschaft einen
zweiten und die 3. Mannschaft den letzten Platz in der 3. Klasse.
Im Sommer 1941 gab es Spiele um das
"Eiserne Schild". Die dazu vorgenommene Einteilung in Staffeln
führte die Köthener Mannschaften mit den Fußballspielern des
Unterkreises Bernburg und Aschersleben zusammen. Unsere Mannschaft
konnte sich nicht für die Zwischenrunde qualifizieren und schied
aus. Am 7. September 1941 begannen die Pflichtspiele der Spielserie
1941/42. Germania war weiterhin mit 3 Männermannschaften, einer
A-Jugend und einer B-Jugend sowie den "Pimpfen" am Spielbetrieb
beteiligt. Die Staffeleinteilung blieb wie im Vorjahr.
Mannschaftliche Veränderungen gab es in der 3. Klasse, wo der
abgestiegene CHC 02 und der Luftwaffen-Sportverein zugeordnet
wurden. Der 2. Klasse gehörten neben unserer 1. Mannschaft folgende
Vereine an: Zerbst 1900, Porst, Reichsbahn Dessau, Osternienburg,
Viktoria Zerbst, Roßlau, Tannheger Dessau, VfL Ilberstedt, Mildensee
1915
Das 1. Pflichtspiel gegen Tannenheger
Dessau endete mit einem 5:1-Sieg.
Für Germania spielten: Reupsch,
Reichert, Ostwald, Bär, N.Niemann, Sachtler, Nolte, Schuch, Hermann,
Ogrzall, Ehrenberg
Dieser klare Auftaktsieg war eine
Grundlage für die erfolgreiche Saison 1941/42, die mit dem
Staffelsieg und dem damit verbundenen Aufstieg in die 1. Klasse des
Bereiches Magdeburg-Anhalt abgeschlossen werden konnte.
Der 1. Klasse gehörten im Spieljahr
1942/43 an: Wacker Bernburg, Bernburg 07, Preußen Magdeburg,
Fortuna Magdeburg, Staßfurt 09, SC Oschersleben, Preußen Burg,
Magdeburg 1900, Cricket Magdeburg, Viktoria Magdeburg-Neustadt und
Germania 03 Köthen.
Die Spielserie wurde am 13. September
1942 mit einem Heimspiel gegen Fortuna Magdeburg - Sieg mit
3:1-Toren - eröffnet. Unsere Mannschaft schlug sich in der höheren
Spielklasse recht achtbar und belegte einen 3. Tabellenplatz zum
Ende der 1. Halbserie.
Es hätte sogar noch etwas mehr
erreicht werden können, aber das Spitzenspiel vor einer großen
Zuschauerkulisse wurde auf dem Stadion gegen Preußen Magdeburg mit
4:9-Toren verloren.
Für Germania bestritten dieses Spiel:
Reupsch, W.Becker, Ostwald, Leuchtmann, Niemann, Ehrenberg,
Nolte, Ogrzall, Bein, Becker, Weilandt
Am Ende der Saison blieb es bei einem
Platz im oberen Tabellendrittel.
Im Sommer 1943 waren die Auswirkungen
des Krieges auf den Sport- und Spielbetrieb immer deutlicher zu
spüren. Immer mehr Mannschaften mussten wegen
Besetzungsschwierigkeiten zurückgezogen werden. Das führte
unweigerlich dazu, dass für die bevorstehende Spielserie 1943/44
wieder neue Staffeleinteilungen vorgenommen wurden. So bildete man
eine Spielklasse bestehend aus Mannschaften der Kreise Bernburg und
Köthen. Der Klasse gehörten an: Viktoria Güsten, Germania 03
Köthen, Spielvereinigung Porst, Luftwaffen-Sportverein Köthen,
Hecklingen, SV Bernburg 07, CHC 02 Köthen, Hertha Osternienburg,
Wacker Bernburg, SV Großpaschleben, Staßfurt 09, Jahn Cörmigk
Die Pflichtspiele begannen am 12.
September 1943 mit einem 4:1-Sieg von Germania über Hertha
Osternienburg. Am 19. September 1943 wurde das 40-jährige
Vereinsjubiläum mit einem "Jubiläumsspiel" der 1. Mannschaft gegen
Sportfreunde Halle, das 4:1 verloren ging, begangen.
Der Punktspielbetrieb verlief während
dieser Saison sehr schleppend, da durch die Kriegswirren weitere
Spieler einberufen, die Fronturlauber ausblieben und so die
Spielfähigkeit der Mannschaften stark beeinflusst wurden. Keine
solchen Probleme kannte der Luftwaffen-Sportverein Köthen, der auch
den Staffelsieg erreichen konnte und im Vergleich mit der Reichsbahn
Dessau den "Anhaltmeister" ermittelte, was auch nach einem 6:1-Sieg
gelang.
Die 1. Mannschaft bestritt am 02.
Juli 1944 noch einen Vergleichskampf gegen den SV Großpaschleben,
der mit einer 0:2-Niederlage endete. Es sollte das nachweislich
letzte Spiel einer Germania-Elf im Männerbereich sein. Die restlich
verbliebenen Spieler verstärkten die Spielvereinigung Porst als
"Gastspieler".
Bei Germania 03 beteiligten sich
lediglich die B-Jugend und die "Pimpfe" an unregelmäßig
durchgeführten Spielen, die letzten im Dezember 1944.
Die Verkündung des "totalen Krieges"
führte zum Erliegen jeglichen Pflichtspielbetriebes im Männerbereich
ab Oktober 1944.
Der Neubeginn im Jahre 1945
Mit der Kapitulation
Hitlerdeutschlands am 08. Mai 1945 fand der 2. Weltkrieg sein Ende.
Seine Hinterlassenschaft: unsagbares
Leid, Not und Elend unter der Zivilbevölkerung. Die Hälfte der
Spieler der 1. und 2. Mannschaft von Germania kehrte von den
Schlachtfeldern des 2. Weltkrieges nicht zurück. Unsere Heimatstadt
und das Kreisgebiet waren bereits im Monat April 1945 von den
amerikanischen Truppen besetzt worden. Mit einem Dekret der
amerikanischen Militäradministration vom 16. Juni 1945 wurden alle
nazistischen Organisationen und Vereine verboten. Das traf auch auf
den Sport zu. Doch bereits reichlich 9 Wochen nach der deutschen
Kapitulation leiteten die ab Juli 1945 für unser Territorium
verantwortlichen sowjetischen Besatzungstruppen die ersten Schritte
zur Wiederaufnahme des Sportbetriebes in Köthen ein. Nach einem
Aufruf der sowjetischen Stadtkommandantur kam am 12. Juli 1945 eine
Zusammenkunft mit Köthener Sportlern auf dem Hubertus-Sportplatz
zustande. Im Ergebnis dieser Zusammenkunft wurde das "Köthener
Sportkartell" gegründet, eine Dachorganisation für alle Sportarten.
Den Vorsitz übernahmen die Sportkameraden Horn und Heide. Am
schnellsten reagierten die Fußballer, denn bereits am Sonntag, dem
15. Juli 1945 - drei Tage nach der Gründung - trat das Sportkartell
mit seiner Fußballabteilung an die Öffentlichkeit. Da zu diesem
Zeitpunkt noch keine Vereine existierten, spielten zwei aus bereits
in unserer Heimatstadt zurückgekehrten Spieler der ehemaligen
Vereine gebildeten Mannschaften gegeneinander.
A-Mannschaft: Nitsche, Schurz,
Schnürpel I, Ehrenberg, Döbber, Büchner, Becker, Weilandt, Schnürpel
II, Exner, Rehsack
B-Mannschaft: Steche, Hirschberg,
Heilmann, Huchel, Heimbrecht, Baumgarten, Ilsch, Schoch, Block,
Kürbitz, Nolte
Der nächste Schritt war die Bildung
von ersten Sportgemeinschaften unter der Führung des Sportkartells
in der Stadt Köthen. Es entstanden, benannt nach ihren Standorten:
- die Sportgemeinschaft Köthen-Süd
(nur Fußball)
- die Sportgemeinschaft Köthen-Mitte
(Fußball, Handball u.w.)
- die Sportgemeinschaft Köthen-West
(Fußball, Hockey u.w.)

Erste Spiele zwischen vorgenannten
Gemeinschaften wurden mit Zustimmung der sowjetischen
Stadtkommandantur organisiert und durchgeführt. Ab dem 24. Februar
1946 folgte unter Leitung der Fußballabteilung des Sportkartells die
Organisierung des Fußballsports im Kreisgebiet Köthen. Die
Einteilung der neu gebildeten Mannschaften in Staffeln wurde
vorgenommen und mit der Austragung der ersten Serienspiele im Monat
März 1946 begonnen.
Zusammensetzung der einzelnen
Staffeln:
1. Klasse Männerbereich
(Köthen-Bernburg)
Köthen-Süd (Nachfolger von
Germania 03), Köthen-Mitte, Köthen-West (Nachfolger von CHC
02), Großpaschleben, Bernburg-West, SG Baalberge, SG Nienburg,
Bernburg-Süd, Osternienburg, Cörmigk
2. Klasse Männerbereich (Köthen)
Köthen-Süd 2., Köthen-Mitte 2.,
Köthen-West 2., Wülknitz, Prosigk, Görzig, Gröbzig, Edderitz,
Arensdorf, Gölzau
3. Klasse Männerbereich (Köthen)
Köthen-Süd nicht vertreten
1. Jugendklasse, 2. Jugendklasse,
Schüler (Köthen-Süd jeweils mit einer Mannschaft vertreten)
Die Spielstätten der Köthener
Gemeinschaften waren:
Köthen-Süd - Stadion
Köthen-West und Köthen-Mitte -
Hubertus Sportplatz
Sämtliche Sportanlagen gingen in das
Eigentum der Stadt Köthen über.
Zu bemerken wäre, dass die
Mannschaften während der Spielzeit keine Auswechselmöglichkeiten
hatten. Diese Regel blieb auch in den Folgejahren beibehalten.
Zwischen den Spielserien
(Punktspielen) wurden zur Hebung des Interesses der Zuschauer am
Fußballsport Städtevergleiche durchgeführt. So spielte die Köthener
Stadtauswahl, zusammengesetzt aus Spielern der drei Köthener Vereine
(Süd, Mitte und West) im Jahre 1946 gegen Dessau. (einem 2:1-Sieg
in Köthen folgte im 2. Spiel eine herbe 7:1-Niederlage in Dessau)
gegen Burg (eine 2:5-Niederlage in Köthen)
Die Abwicklung der ersten
Punktspielserie nach dem Kriege zog sich bis zum Ende des Monats
Oktober 1946 hin.
Am Ende der Serie konnte eingeschätzt
werden, dass die in der 1. Klasse der Gruppe III durchgeführten
Spiele - einschließlich der Vergleichskämpfe (Freundschaftsspiele)
gegen namhafte Gegner - den Nachweis erbracht hatte, dass sich beim
Köthener Fußball ein aufsteigendes Niveau abzeichnete. Besonders
erfreulich war außerdem die starke Zunahme der Sportbewegung in den
ländlichen Gebieten. So stieg beispielsweise die Zahl der neu
gegründeten Jugend- und Schülermannschaften an.
Den ersten Titel des Gruppenbesten in
der 1. Klasse erreichte mit klarem Abstand die SG Köthen-Süd, der
Nachfolger vom CFC Germania 03, vor Osternienburg, Köthen-Mitte und
Bernburg-Süd. Der Aufstieg in eine höhere Klasse blieb jedoch dem
Gruppenbesten versagt, da unter Bezugnahme auf die nach dem Krieg
herrschenden schwierigen Verkehrsverhältnisse eine sogenannte
"Sonderliga" noch nicht geschaffen werden konnte. Den Titel des
Gruppenbesten in der 2. Klasse errang Prosigk. Für diesen
Gruppenbesten war der Aufsteig in die 1. Klasse gegeben. In der
Jugendklasse A nahm Osternienburg und in der Jugendklasse B die SG
Köthen-Süd jeweils den 1. Platz ein. Beide vorgenannten Teams
verloren ihre Spiele um die Bestenermittlung gegen Dessauer
Mannschaften (Köthen-Süd - Dessau-Mitte 2:3). Das Aufstiegsrecht im
Jugendbereich bestand jedoch noch nicht.
Bei aller positiven Entwicklung
musste Klage über den Mangel an Schiedsrichtern geführt werden. Denn
die Schiedsrichter waren und sind auch heute noch das Zünglein an
der Waage für die Gewährleistung eines ordnungsgemäßen
Spielverkehrs. Deshalb wurde bereits vor dem Beginn der 2.
Spielserie von der Fußballabteilung des Sportkartells folgende
Festlegung getroffen: ".... Jede Gemeinschaft hat für jede
gemeldete Mannschaft einen Schiedsrichter zu stellen. Nichtbefolgen
dieser Anordnung zieht die Streichung von der Teilnahme an den
Serienspielen nach sich...." Für die SG Köthen-Süd sollen an
dieser Stelle stellvertretend für Männer der "schwarzen Zunft" die
Sportkameraden Nauke und Fritz Fesser sen. genannt werden, die sich
gleich nach Kriegsende in den Dienst der Sache stellten.
Die 2. Spielserie begann am 10.
November 1946 mit folgender Staffeleinteilung:
1. Klasse: Köthen-Süd,
Köthen-Mitte, Köthen-West, Osternienburg, Baalberge, Bernburg-West,
Bernburg-Süd, Cörmigk, Prosigk, Edderitz
2. Klasse: Köthen-Süd 2.,
Köthen-Mitte 2., Köthen-West 2., Aken, Gölzau, Arensdorf, Gröbzig,
Görzig, Großpaschleben, Preußlitz
3. Klasse: keine Vertretungen von
Köthen-Süd
Jugendklasse A: Köthen-Süd,
Köthen-Mitte, Köthen-West, Gölzau, Gröbzig, Görzig, Osternienburg,
Prosigk, Edderitz, Cörmigk
Jugendklasse B: Köthen-Süd,
Köthen-Mitte, Köthen-West, Kleinpaschleben, Gölzau, Arensdorf,
Görzig, Osternienburg, Edderitz, Wohlsdorf
Schülerklasse: Köthen-Süd,
Köthen-Mitte, Köthen-West, Großpaschleben, Gölzau, Arensdorf,
Görzig, Osternienburg, Prosigk, Edderitz, Gröbzig, Wohlsdorf,
Kleinpaschleben
Anstelle der Fußballabteilung des
Sportkartells fungierte nun das Sportamt.
Der organisierte Spielbetrieb konnte
aufgrund der äußerst komplizierten Witterungsbedingungen des Winters
1946/47 nicht wie vorgesehen abgewickelt werden, es kam zu enorm
vielen Spielausfällen. So sah sich das Sportamt zu folgender
Pressemitteilung genötigt "Freiheit" vom 30. Januar 1947:
"An alle Sportgemeinschaften: In
Folge der fahrtechnischen Schwierigkeiten fallen ab sofort alle
Serienspiele der unteren Mannschaften bis einschließlich 3. Klasse
aus. Es werden demnächst nur noch Serienspiele der 1. und 2. Klasse
ausgetragen...."
Zur Aufrechterhaltung des
Fußballinteresses unter der Bevölkerung wurde trotz weiteren
Ausfalls der Serienspiele am 16. Februar 1947 ein Vergleichskampf
der Stadtauswahl Köthen gegen die zur damaligen Zeit schon als sehr
spielstark einzuschätzende Elf von Dessau-Nord auf dem
Hubertus-Sportplatz durchgeführt. Die Köthener Elf setzte sich aus
Folgenden Spielern zusammen:
Sprei, Schulze, Zabel, Baumgarten,
Reichelt, Zander (alle Süd), Ehrenberg, Ilsch I, Ilsch II (alle
Mitte), Rehsack, Wiesner, Rößchen, Romanus (alle West)
Das Spiel endete mit einem 5:1-Sieg
von Dessau-Nord.
Die Serienspiele der unteren sowie
der Klassen 1 und 2 fielen auch im Monat März 1947 den
Witterungsbedingungen zum Opfer. Das nächste nennenswerte Spiel fand
am 6. April 1947 (Ostern) in Köthen zwischen den
Stadtauswahlmannschaften von Köthen und Riesa statt, das die Gäste
mit einem 3:2-Sieg für sich entscheiden konnten.
Die Spielserie 1946/47 wurde nicht
wie geplant zu Ende gebracht. Die "Freiheit" vom 12. April 1947
enthielt folgende offizielle Mitteilung an die Sportgemeinschaften:
"Am 13. April 1947 beginnen in der Sparte Fußball die neuen
Serienspiele. Trotz der schwierigen Verkehrsverhältnisse ist, um das
sportliche Niveau zu heben, eine Neueinteilung der bisherigen 1.
Klasse vorgenommen worden, so dass die neue Klasse die Bezeichnung
"Sonderklasse" führt. Außer den Köthenern sind auch die Dessauer und
Zerbster Sportgemeinschaften eingeschaltet worden...."
Zur Sonderklasse gehörten folgende
Mannschaften: Dessau-Törten, Dessau-Waldersee, SG Zerbst,
Köthen-Mitte, Cörmigk, Osternienburg, Dessau-West, Köthen-West,
Dessau-Süd, Köthen-Süd
In der 2. Klasse sowie auch in den
weiteren unteren Klassen wurde auf Grund der damals bestehenden
Verkehrsschwierigkeiten eine Unterteilung der Gruppe III - Köthen -
in drei Untergruppen vorgenommen. Die Gruppenersten spielten in
Direktvergleichen den Meister der 2. Klasse aus. Der Untergruppe 2
gehörte die 2. Mannschaft von Köthen-Süd an. Am 27. April 1947
begannen die Serienspiele, die immer wieder unterbrochen von
Städtevergleichen, Freundschaftsspielen - vor allem in den
Sommermonaten - und Ergänzungen der Staffeln durch neu gebildete
Mannschaften bzw. Vereine, erst im Monat März 1948 ihren Abschluss
fanden.
Erst am Ende des Monats Oktober 1947
erfolgte unter der Maßgabe der Anhebung des Spielniveaus der
Sonderklasse die Einordnung der über die Landesgrenzen von
Sachsen/Anhalt hinaus bekannten Elf Dessau-Nord in den Spielbetrieb.
In den Direktvergleichen von Köthen-Süd und Dessau-Nord konnte
unsere Elf zwei achtbare Ergebnisse erreichen: dem torlosen
Unentschieden in Köthen folgte die 3:2-Niederlage in Dessau. Neben
der Sonderklasse gab es im Unterkreis Köthen in der Spielserie
1947/48 folgende Einteilung:
1. Kreisklasse
2. Kreisklasse (Gruppe A und B)
3. Kreisklasse
Jugendklasse A (Gruppe A und B)
Jugendklasse B (Gruppe A und B)
Schülerklasse (Gruppe A und B)
Am 12. März 1948 erschien in der
Tageszeitung "Freiheit" nachfolgende Mitteilung: "Nachdem die zur
Zeit laufende Spielserie in der Sonderklasse sich bereits ihren
Abschluss näherten, wurden wieder einmal am grünen Tisch alle
Beschlüsse umgeworfen, in dem am 14. März 1948 ein für das Gebiet
Anhalt I geltender neuer Spielplan in Kraft tritt. Dieser Plan sieht
die Ausspielung der Meisterschaft in 3 Spielgruppen vor ..."
Den Gruppen gehörten an:
1. Gruppe: Dessau-Nord, Zerbst,
Dessau-West, Dessau-Mitte
2. Gruppe: Dessau-Törten,
Dessau-Süd, Dessau-Waldersee, Osternienburg
3. Gruppe: Köthen-West,
Köthen-Mitte, Köthen-Süd, Cörmigk
Die Siegern der einzelnen Gruppen
spielten den Gebietsmeister aus.
Vor Beginn der vorgenannten
Spielserie konnte sich Köthen-Süd durch Spielerneuzugänge, u.a. die
Gebrüder Ilsch, weiter verstärken. Das war mit der Ausgangspunkt für
die dann in den Serienspielen nachgewiesene Spielstärke. Köthen-Süd
wurde ungeschlagen Gruppensieger und damit "Qualifikant" für die
Spiele zur Ermittlung des Gebietsmeisters Anhalt I. Doch bevor diese
Spielserie in Angriff genommen werden konnte, stand am 25. April
1948 ein Städtespiel gegen Burg auf dem Programm. Folgende Spieler
waren nominiert:
Sprei, Schulze, Nolte, Ilsch II,
Hannemann, Baumgarten, Reichelt (alle Süd), Romanus, Kressmann,
Schulz, Ernst (alle West) und Ersatz: Göritz und Renning (beide
West)
Köthen verlor dieses Spiel mit 4:1
Toren.
Im Mai 1948 wurden die Spiele zur
Ermittlung des Gebietsmeisters-Anhalt I ausgetragen. Köthen-Süd
konnte dabei folgende Ergebnisse erzielen:
09.05.1948 7:2-Sieg gegen
Dessau-Waldersee in Köthen
23.05.1948 2:1-Sieg gegen
Dessau-Nord in Dessau
30.05.1948 3:0-Sieg gegen
Dessau-Waldersee in Dessau
Trotz des ausstehenden Vergleiches
mit Dessau-Nord in Köthen (kam erst am 11. Juli 1948 zur Austragung
und ging mit 1:8-Toren verloren) konnte die
Gebietsmeisterschaft-Anhalt I errungen werden. Damit hatte sich
Köthen-Süd für die Landesklasse und für die Ermittlung des
Landesmeisters Sachsen/Anhalt qualifiziert. Leider verliefen die
Spiele auf dieser Ebene nicht mehr so erfolgreich. So verlor die
Mannschaft die beiden Auseinandersetzungen gegen Freiimfelde Halle,
dem späteren Landes- und Ostzonenmeister, mit 5:1 und 5:2 recht
deutlich und schied aus. Zu bemerken wäre, dass der Ostzonenmeister
zu diesem Zeitpunkt noch um die gesamtdeutsche Meisterschaft
mitspielte.
Die Landesklasse Sachsen/Anhalt war
in der Serie 1948/49 in zwei Staffeln (Nord und Süd) unterteilt.
Unsere Mannschaft wurde der Südstaffel zugeordnet und hatte sich mit
folgenden Mannschaften auseinander zu setzen:
Freiimfelde Halle, Weißenfels-Süd,
Dessau-Nord, Bernburg-Süd, Baalberge, Roitzsch, Belgern, Allstedt,
Sandersdorf
Die Punktspiele begannen am 29.
August 1948. Die langjährigen Köthener Kontrahenten West und Mitte
nahmen ihre Spiele in der Bezirksklasse auf.
In der Landeklasse wurde ab der neuen
Serie mit Reservemannschaften gespielt. Köthen-Süd hatte in der
Saison 1948/49 neben der 1. Männermannschaft und der Reserve
folgende weitere Mannschaften im Spielbetrieb:
2. Männermannschaft in der 1.
Kreisklasse Köthen
2 A-Jugendmannschaften auf
Kreisebene
2 B-Jugendmannschaften auf
Kreisebene
2 Schülermannschaften auf
Kreisebene
1 "Alte-Herren"-Mannschaft, die
sporadisch nur Freundschaftsspiele austrug
Am Ende der Saison errang die
Mannschaft von Freiimfelde Halle den Staffelsieg in der Südstaffel
der Landesklasse. Köthen-Süd nahm einen gesicherten Mittelfeldplatz
ein. Die 2. Mannschaft konnte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten
ebenfalls im Mittelfeld platzieren. Erfreulich war der erste
Kreismeistertitel, den die 1. A-Jugendmannschaft erringen konnte.
Während der Spielserie 1948/49
zeichnete sich folgende Tendenz in der sowjetischen Besatzungszone
immer deutlicher ab: die Konzentrierung des Sports in den Betrieben.
Mit dieser Konzeption sollte dem Sport - vor allem dem Volkssport -
eine größere Basis für seine Entwicklung gegeben werden. In Köthen
entstand im Mai 1949 mit dem Zusammenschluss der Sportgemeinschaften
Köthen-West und Köthen-Mitte die Betriebssportgemeinschaft VEB
(Volkseigene Betriebe) Köthen. Die Sportgemeinschaft Köthen-Süd
spielte zunächst ab dem Monat Mai 1949 unter dem Namen BSG
(Betriebssportgemeinschaft) KWU (Kommunale Wirtschaftsunternehmen)
Köthen bevor sie im Monat Juni 1949 in "BSG Vorwärts Köthen"
umbenannt wurde. Von nun an waren neben der Sportart Fußball weitere
Sportarten (u.a. Boxen) angegliedert.
Für das Spieljahr 1949/50 wurde die
neue Staffeleinteilung in der Fußball-Landesklasse Sachsen/Anhalt
festgelegt. Während der Nord-Staffel die Mannschaften aus dem
Magdeburger Raum bzw. der Altmark zugeordnet waren, spielte die 1.
Mannschaft der BSG Vorwärts Köthen in der Süd-Staffel mit folgenden
Vereinen:
ZSG VEB Halle (Freiimfelde),
Waggonbau Dessau (Nord), Eintracht Bernburg, ZSG Schuhmetro
Weißenfels, Fahlke Sandersdorf, SG Allstedt, SG Baalberge, ZSG
Zeitz, ECW Eilenburg, Genossenschaft Halle, Kombinat Bitterfeld
Eine weitere Neureglung trat in
Kraft: "Vereine, deren 1. Männermannschaft sich im Spielbetrieb bis
zur Ebene der Bezirksklasse befanden, hatten das Recht, für ihre 2.
Männermannschaften die Bezeichnung Ib-Mannschaft zu Führen."
Die Ib-Mannschaft der BSG Vorwärts
Köthen war ebenso wie die der Vereine Osternienburg, Gölzau und
Radegast in die 1. Kreisklasse eingeordnet worden. Die 2.
Männermannschaft spielte in der 2. Kreisklasse Köthen. Auch der
Jugendbereich trug nach wie vor seinen Spielbetrieb auf Kreisebene
aus.
Vor Beginn der Saison 1949/50 wurden
die DS-Liga und die Ostzonen-Oberliga als Spielklassen, die über dem
Niveau der Landesklasse lagen, neu geschaffen. Waggonbau Dessau und
die ZSG Halle waren in die Oberliga eingegliedert worden.
Ein vor dem Punktspielstart zwischen
der BSG Vorwärts und Waggonbau Dessau durchgeführtes
Freundschaftsspiel ging für die Köthener Elf mit 2:3-Toren verloren.
Für die BSG Vorwärts bestritten folgende Fußballer das
Vergleichsspiel:
Sprei, Lischka, Huchel, Hannemann,
Ernst, Baumgarten, Nolte, Ilsch, Thiele, Busse, Göritz
In der Spielserie 1949/50 kämpfte die
1. Mannschaft in der Landesklasse Sachsen/Anhalt und belegte nach
einem achtbaren 4. Platz zum Abschluss der 1. Halbserie einen
gesicherten Mittelfeldplatz zum Saisonende.

Die Ib-Mannschaft erreichte in der 1.
Kreisklasse ebenfalls einen Mittelfeldplatz. Den Abschluss der
Spielserie 1949/50 bildete am 01. Mai 1950 ein inner-deutscher
Sportvergleich zwischen einer Stadtauswahl Köthen (Einsatz vieler
Spieler von Vorwärts) und der Freien Turnerschaft Braunschweig, der
mit einem 1:1 Unentschieden endete.
Vor Beginn der Saison 1950/51 wurde
eine neue Einteilung der Landesklasse Sachsen/Anhalt vorgenommen. Zu
den Gegner der 1. Männermannschaft gehörten:
Eintracht Sudenburg, Eintracht
Bernburg, Lokomotive Aschersleben, Fahlke Sandersdorf,
Genossenschaften Schönebeck, ZSG Salzwedel, SG Hötensleben,
Genossenschaften Halle, Grünrat Magdeburg, Fortschritt Eilenburg,
Agfa Wolfen, BSG Kleinwanzleben, Kombi Bitterfeld
Doch noch bevor der Punktspielbetrieb
begonnen hatte, erfolgte in Umsetzung der zentralen Vorgaben der
staatlichen Sportpolitik der DDR die Bildung eines Köthener
Großvereins in der Trägerschaft volkseigener Betriebe. Am 17. August
1950 wurde die BSG "Union" Köthen gebildet, die sich aus dem
Zusammenschluss der bis dahin eigenständigen Vereine BSG "Vorwärts"
Köthen und BSG "VEB" Köthen rekrutierte. Dem neu gebildeten Verein
gehörten von nun an neben der Sparte Fußball u.a. die Sparten Hockey
und Handball an. Als 1. Vorsitzender des Gesamtvereins fungierte der
Sportkamerad Reinsdorf. Um die Geschicke der Sparte Fußball kümmerte
sich der Sportkamerad Richard Hertz.
Die Zusammenlegung der Fußballsparten
von "Vorwärts" und "VEB" hatte insbesondere im Nachwuchsbereich mit
der Bildung von jeweils 4 A-Jugendmannschaften und 4
B-Jugendmannschaften sowie weiteren Schülermannschaften seinen
Widerhall gefunden. Hinzu kam, dass ab der Saison 1950/51 eine
Jugendliga-Mannschaft zu bilden war, die die Vorspiele vor den
Punktspielen der Landesklasse zu bestreiten hatte.
Im Männerbereich beteiligten sich
neben der 1. Mannschaft folgende Mannschaften am Spielbetrieb:
Ib-Mannschaft - 1. Kreisklasse
2. Mannschaft - 2. Kreisklasse
3. Mannschaft - 3. Kreisklasse
"Alte-Herren"-Mannschaft
Um den Spielbetrieb der Vielzahl an
Mannschaften aufrecht erhalten zu können, war das Engagement vieler
ehrenamtlicher Helfer, sei es in der Spartenleitung, als
Übungsleiter, Betreuer oder Schiedsrichter, unabdingbare
Voraussetzung. Da es jedoch nicht möglich ist, an der Stelle die
namentliche Nennung vorzunehmen, gebührt diesen Sportkameraden, wie
auch denen, die sich in den folgenden Jahren für unseren geliebten
Fußball engagierten, Dank und Anerkennung.

Obwohl die 1. Männermannschaft vor
Beginn der Spielserie 1950/51 einige Abgänge zu verzeichnen hatte,
u.a. der Abgang von Heinz und Gerhard Ilsch zu Waggonbau Dessau
(Motor Dessau) -DDR-Oberliga-, konnte die Landesklasse gehalten
werden. Besonders erfreulich waren die Leistungen der 1. A-Jugend-
und der 1. B-Jugendmannschaft, die "Kreismeister" bzw.
"Vizekreismeister" werden konnten.
Zur A-Jugendmannschaft hieß es in
einem Artikel in der Tageszeitung "Freiheit" vom 12. Februar 1951:
"Für jeden begeisterten Anhänger des Fußballsports ist es immer
eine besondere Freude, die 1. A-Jugendmannschaft der BSG Union
Köthen spielen zu sehen..."
Bei Ermittlung des
Landesmeistertitels konnte die A-Jugend leider die guten Leistungen
nicht bestätigen.
Zur abgelaufenen Saison 1950/51 wäre
noch zu bemerken, dass im Februar 1951 nach einem Beschluss des
Deutschen Sportausschusses in den Sportarten Fußball, Handball und
Hockey die Auswechslungen von 2 Spielern, einem Feldspieler und
einem Torhüter vorgenommen werden konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt
gab es keine Auswechselmöglichkeiten.
Vor Beginn der Spielserie 1951/52
konnte die Landesklasseelf der BSG Union mit den Zugängen der
Sportkameraden Gräfe, Heinemann, Schumann und Schwarz verstärkt
werden. Die Vorspiele zu den Punktspielen in der Landesklasse
bestritten die Reservemannschaften. Weiterhin hatte die BSG Union
folgende Mannschaften im Spielbetrieb:
2. Mannschaft - 2. Kreisklasse
Köthen
Jugendliga
"Alte-Herren"-Mannschaft
4 A-Jugendmannschaften
3 B-Jugendmannschaften
Schüler
Die 1. A-Jugend sowie die 1. B-Jugend
spielten in der Sonderklasse. Die Tageszeitung "Freiheit" vom 28.
September 1951 enthielt folgende Information: "Gründung der BSG
Stahl Köthen - Die Verwirklichung der Forderung: Volkssport auf
Produktionsbasis hat in den Köthener VEB-Betrieben nun bald ihre
Realisierung erfahren ..."
Am 4. Oktober 1951 war im Kultursaal
des VEB ABUS Förderanlagen Köthen die Gründungsfeier der BSG Stahl
Köthen - bis dato BSG Union. Als 1. Vorsitzender der BSG Stahl
fungierte Sportkamerad Reinsdorf, als Spartenleiter Fußball Kurt
Naumann.
Dieser vorgenannten Umbenennung
sollte im März 1952 eine weitere folgen. In der Tageszeitung
"Freiheit" vom 21. März 1952 war zu lesen: Am Montag, den 17.
März 1952, fand in einer Feierstunde im Haus der Volkskunst die
Übernahme der BSG Stahl Köthen in die Sportvereinigung Motor statt
..."
Damit war die Umbenennung in die BSG
Motor Köthen vollzogen und hatte bis zur politischen Wende im Jahr
1990 bestand.
Nicht so erfolgreich verlief für die
Sparte Fußball die Spielserie 1951/52. Nachdem aufgrund von
Besetzungsschwierigkeiten die 2. Männermannschaft und die 4.
A-Jugendmannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet werden mussten,
belegte die 1. Männermannschaft zum Abschluss der Serienspiele den
vorletzten Platz und damit eine Abstiegsposition. Das Ergebnis
führte zur harschen Kritik der zahlreichen Anhängerschar und diese
galt vor allem der Trainingsbeteiligung der Spieler.
In der Tageszeitung "Freiheit" hieß
es dazu: "... Es genügt nicht, dass sich elf Spieler Sonntags auf
dem Sportplatz treffen, ihre 90 Minuten Fußball spielen und dann
wieder auseinander gehen. Regelmäßiges Training ist eine der
Voraussetzungen, um die Mannschaft kampfstark zu machen..."
Mit der Verpflichtung des Trainers
Paul Miethke aus Cottbus, der seinen Vorgängern Alfred Kreidemeier
und Erich Balanke ab dem 1. August 1952 folgte, sollten der
Mannschaft wieder neue Impulse gegeben werden.
Glück im Unglück für die 1.
Männermannschaft. Am 25. Juli 1952 beschloss der Landtag von
Sachsen-Anhalt das "Gesetz über die weitere Demokratisierung, den
Aufbau und die Arbeitsweise der staatlichen Organe im Land
Sachsen-Anhalt." Das bedeutet die Auflösung des bisherigen Landes in
die Bezirke Magdeburg und Halle und somit die Bildung des Kreises
Köthen im Bezirk Halle. Die Festlegung neuer Spielklassen war die
Folge. Die 1. Mannschaft unserer BSG Motor wurde in die aus
insgesamt 12 Mannschaften bestehende Bezirksliga Halle eingeordnet.
Unterhalb der Bezirksliga gab es die Bezirks- und Kreisklasse,
oberhalb die Oberliga und die DS-Liga.
Die 1. Mannschaft hatte in der
Bezirksliga gegen folgende Mannschaften zu spielen: Empor Halle,
Motor Ammendorf, VP Eisleben, Chemie Bitterfeld, Aktivist
Sandersdorf, Chemie Greppin, Empor Bernburg, Chemie Schkopau, Chemie
Piesteritz, Aktivist Holzweißig und Stahl Eisleben.
Die 2. Männermannschaft spielte
ebenso wie die 3. Motorelf in der Staffel 2 der 2. Kreisklasse
Köthen. Weiterhin befanden sich 2 A-Jugend-, 2 B-Jugend-, 2 Schüler-
und eine Alte Herren-Mannschaft im Spielbetrieb. Die Jungliga-Elf
spielte in der 2. Kreisklasse. Die Vorspiele der
Bezirksligamannschaften bestritten die Reservemannschaften. Die 1.
A-Jugend spielte auf Bezirksebene. Der einheitliche Beginn der
Serienspiele 1952/53 war für alle Klassen auf den 29. September 1952
festgelegt worden.
Die Koordination des Spielverkehrs
auf Kreisebene wurde vom Fachausschuss Fußball im neu errichteten
Staatlichen Komitee für Körperkultur und Sport des Kreises Köthen
übernommen. Vor Beginn des Spielbetriebes musste erneut der
Schiedsrichtermangel beklagt werden.
Für unseren Verein gehörten die
Sportkameraden Fesser, Matthai, Kaphuhs, Nojak, Nauke und Becker der
"schwarzen zunft" an und leiteten überwiegend Spiele auf Kreisebene.
der Sportkamerad Paul Naumann fungierte als
Kreisschiedsrichter-Obmann der Sektion Fußball des Staatlichen
Komitees für Körperkultur und Sport im Kreis Köthen.
Mit dem "Sportheim" am Neustädter
Platz - Inhaber Karl Börner, der bereits in seinem vorherigen Lokal
in der Weintraubenstraße die Fußballer betreute - hatte die Sektion
Fußball der BSG wieder ein Vereinsheim gefunden. Es sollte über
viele Jahre der Treffpunkt der "Motor-Fußballer" bleiben.
Von Beginn der Saison 1952/53 wurden
mit dem Einsatz eines neuen Trainers sowie der Verbesserung der
materiellen Voraussetzungen durch die Trägerbetriebe der BSG Motor
bessere Bedingungen für die 1. Mannschaft geschaffen. Sie sollten
jedoch während der Spielserie nicht zu der erhofften
Leistungssteigerung der Mannschaft und damit verbunden der Sicherung
der Spielklasse-Bezirksliga- führen. Das nicht ausreichende
Leistungsvermögen der Spieler sowie eine ausgesprochene Platzsperre
(März 1953 über 4 Wochen) wegen Zuschauerausschreitungen während des
Heimspiels gegen Chemie Bitterfeld führten unweigerlich zum Abstieg
aus der Bezirksliga Halle zum Ende der Saison 1952/53.
Auch bei den anderen am Spielbetrieb
teilnehmenden Mannschaften unseres Vereins konnte keine wesentliche
Leistungssteigerung festgestellt werden.
Die 2. Mannschaft spielte weiterhin
in der 2. Kreisklasse, die 1. A-Jugend in der Bezirksklasse, die 2.
A-Jugend, die 1. und 2. B-Jugend sowie die Schüler auf Kreisebene.
Der Abstieg der 1. Mannschaft aus der
Bezirksliga hatte den Abgang einiger Stammspieler zur Folge. So
verließen u.a. die Sportkameraden Gerhard Rößchen (Stahl Thale -
Oberliga) und Kurt Schulze (Motor Dessau) den Verein.
Während die BSG Chemie Osternienburg
durch den Aufstieg die Farben des Köthener Kreises in der
Bezirksliga Halle vertrat, wurde unsere 1. Mannschaft in die
Bezirksklasse Staffel II eingeordnet. Sie hatte sich in der
Spielserie 1953/54 mit folgenden Mannschaften auseinanderzusetzen:
Chemie Nienburg, Wissenschaft Gatersleben, Stahl Walzwerk
Hettstedt, Lok Aschersleben, Aktivist Friedenshall, Stahl Helbra,
Motor Quedlinburg, Aktivist Gölzau, Aktivist Nachterstedt, Aktivist
Edderitz und Lok Frose.
Die Spielserie, die am 20. September
1953 begann, wurde mit den Vorspielen der Reservemannschaften
bestritten.
Zum Abschluss der 1. Halbserie
belegte die 1. Mannschaft den 1. Platz (inoffizieller
Herbstmeister), auch die Reservemannschaft führte die Tabelle an.
Erfreulich war auch die Platzierung
der 1. B-Jugend. Sie konnte unangefochten den Kreismeistertitel
erringen. Neben dem damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksklasse
erreichte die 1. B-Jugend einen hervorragenden 3. Platz bei der
Bestenermittlung im Bezirk Halle.
Am Ende der Saison 1953/54 (März
1954) belegte die 1. Mannschaft in der Staffel II der Bezirksklasse
den 2. Platz, der jedoch den angestrebten Wiederaufstieg in die
Bezirksliga nicht ermöglichte. Auch der 2. Mannschaft gelang es
nicht, sich für einen Aufstieg in die 1. Kreisklasse zu
qualifizieren. Die 1. A-Jugend verblieb in der Bezirksklasse, die 1.
B-Jugend stieg in die Bezirksklasse auf.
Nach dem Abschluss der Saison 1953/54
trug die 1. Mannschaft noch einige Freundschaftsspiele aus. So
gelang der Mannschaft am 19. Mai 1954 im Spiel gegen die in
stärkster Aufstellung erschienenen Oberligaelf von Lok Stendal vor
3000 Zuschauern im Stadion ein 2:1-Sieg.
Weiterhin erfolgreich war die
Mannschaft in zwei innerdeutschen Vergleichen:
am 06. Juni 1954 - BSG Motor
Köthen - Helmstedter SV 8:1
am 20. Juni 1954 - BSG Motor
Köthen - Germania Wolfenbüttel 5:2
sowie im Spiel gegen den Aufsteiger
zur DS-Liga, Motor Eisenach, bei dem ein 1:1 erreicht werden konnte.
Die Farben Rot-Weiß vertraten in den
vorgenannten Spielen folgende Sportkameraden:
Schumann - Reichert - Schneider -
Thiele - Thon - Rehsack - Januschkowsky - Eiserich - Börner -
Spitzner - Laufs - Schreyer - Messer - Gieseler - Dölle.
Den Auftakt der Saison 1954/55
bildeten am 14. und 15. August zwei weitere innerdeutsche
Vergleiche. Gespielt wurde am 14. August beim Hemstedter SV
(4:3-Sieg) und am 15. August beim HSV Haiersdorf 1892
(3:3-Unentschieden).
Dem Start in die neue Spielserie ging
ein Wechsel auf dem Trainerstuhl voraus, Sportkamerad Heinz Dreher
übernahm das Kommando über den Trainings- und Spielbetrieb der 1.
Mannschaft.
Gespielt wurde mit Beginn der Serie
am 5. September 1954 nicht mehr im traditionellen Stadion, sondern
auf dem Jürgenweg. Der große Platz des Stadions musste aufgrund
einer starken Absenkung des Bodens zur Teichseite gesperrt werden.
Dabei waren Senkstellen bis zu 67 cm festgestellt worden. Nach
fachlicher Überprüfung war die Generalüberholung der Platzanlage
unerlässlich.
Als Schiedsrichter waren für unseren
Verein in der Saison 1954/55 folgende Sportkameraden im Einsatz:
Reupsch, P.Nojack, Bennewitz, M.Wohlrabe, O.Becker, Fesser, Matthai,
Hanitsch, Ehrenberg, K.-H. Schulze
Der Sportkamerad Schulze übte auch
die Funktion eines Sektionsleiters (Spartenleiters) Fußball in der
BSG Motor Köthen aus.
Trotz des Abgangs weiterer Spieler
stand für die Spielserie 1954/55 die klare Zielstellung: Staffelsieg
und Aufstieg in die Bezirksliga. Doch der Start in die Saison am 5.
September 1954 ging mit einer 1:2-Niederlage im Heimspiel gegen den
Aufsteiger Klostermannsfeld daneben. Nach weiteren Niederlagen im
Derby gegen Aktivist Edderitz (3:2) trat die zahlreiche
Anhängerschar auf den Plan. Während eines Ausspracheabends mit dem
Trainerkollektiv der 1. Mannschaft, dem Trainer, der Sektionsleitung
und vielen Sportanhängern wurde die Diskussion zum Thema: "Warum
geht es in Köthen mit dem Fußball nicht weiter?" geführt.
Hierbei einigte man sich auf
folgendes Ergebnis:
Die Zielstellung Aufstieg in die
Bezirksliga bleibt bestehen.
Es wird die Forderung an die
Trägerbetriebe gestellt, mindestens eine Trainingsteilnahme den
Spielern pro Woche zu gewährleisten.
Am Ende der 1. Halbserie belegte die
1. Mannschaft den 1. Platz in der Staffel II der Bezirksklasse vor
der BSG Chemie Bernburg.
Wenn auch das vorgenannte Ergebnis
positiv zu betrachten ist, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass
unser Verein vor Beginn der Saison die 2. Mannschaft aus dem
Spielbetrieb wegen Besetzungsschwierigkeiten zurückziehen musste.
Zur Vorbereitung der 1. Mannschaft auf die 2. Halbserie wurde
erstmals mit Unterstützung der Trägerbetriebe am Jahresende 1954 ein
Trainingslager in Köthen durchgeführt. Auf dem Programm stand die
weitere technisch-taktische Schulung und die Verbesserung der
konditionellen Verfassung der Mannschaft.
Der Start in die 2. Halbserie
erfolgte bereits am 4. Januar 1955 mit dem Spitzenspiel gegen die
BSG Chemie Bernburg auf dem Sportplatz Jürgenweg. 3000 Zuschauer
waren Augenzeuge einer packenden Partie, die unsere Mannschaft
verdient mit 2:0 gewinnen konnte. Dieser Sieg sollte einen wichtigen
Grundpfeiler auf dem Weg zum Staffelsieg sein, der bereits am 6.
März 1955 nach dem 4:0-Sieg gegen Aktivist Gölzau vorzeitig erreicht
werden konnte. Damit war der erste Schritt getan, es folgten in den
Monaten Mai und Juni 1955 die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga.
Unsere Mannschaft hatte sich mit Polysius Dessau, Traktor Teuchern
und Stahl Merseburg auseinander zu setzen. Am 12. Juni 1955 war nach
dem letzten Aufstiegsspiel gegen Polysius Dessau, dass vor 3500
Zuschauern mit einem 1:1-Unentschieden endete, der Aufsteig in die
Bezirksliga Halle erreicht.

Folgende Spieler waren
beteiligt:
Gerhard Reichert, Gerhard Romanus,
Heinz Thiele, Lothar Schreyer, Rudolf Lischka, Alfred Januschkowsky,
Eduard Schwarz, Rudolf Nolte, Kurt Finze, Henz Mandel, Arthur
Schneider, Günther Spitzner, Hans Laufs, Gerhard Messer, Otto
Rehsack, Paul Eiserich, Helmuth Bachmann, Hugo Huchel, Rudolf Thon
Das Spieljahr 1954/55 klang mit
einigen Freundschaftsspielen aus. Herauszuheben sind:
- der nationale Vergleich gegen
Arminia Hannover-Amateure (7:1-Sieg)
- das Spiel gegen die DS-Liga-Elf von
Motor Wismar (2:1-Sieg)
Im Nachwuchsbereich ist, nachdem die
1. A-Jugend und die 1. B-Jugend den Verbleib in der Bezirksklasse
sichern konnte, der Sieg im Junge-Welt-Pokal im Kreis Köthen
hervorzuheben.
Noch bevor die Vorbereitung auf die
neue Spielserie 1955/56 begonnen hatte, gab es einige Veränderungen.
Trainer Heinz Dreher hatte den Verein verlassen und der Sportkamerad
Werner Kagemann übernahm ab dem 1. Juli 1955 die Betreuung der 1.
Mannschaft.
In der Tageszeitung "Freiheit" vom
12. August 1955 war folgende Mitteilung veröffentlicht worden:
"... Die Sektion Fußball der DDR hat in Verbindung mit den
verantwortlichen Funktionären der Kreise und Bezirke festgelegt,
dass das Spieljahr dem Kalenderjahr gleichgeschaltet wird. ... Das
neue Spieljahr beginnt somit im März 1956 und wird ohne Sommerpause
durchgespielt. Die Spielpause fällt in den Winter ..."
Bis zum Jahresende 1955 trugen alle
Spielklassen (einschl. Bezirksliga) eine einfache Hallenrunde ohne
Auf- bzw. Abstieg aus. Unsere 1. Mannschaft sowie die
Reservemannschaft hatten sich in Hin- und Rückspielen in der
zweigeteilten Bezirksliga mit Halle, Empor Halle, Motor Polysius
Dessau, Chemie Bitterfeld, Aktivist Sandersdorf und Aktivist
Roitzsch auseinander zu setzen.
Im Nachwuchsbereich wurden die Sonderjugendmannschaften mit den in
der Bezirksklasse spielenden Fußballmannschaften während der
Übergangsrunde gemeinsam in Staffeln eingeordnet. In der Kreisklasse
bildeten die Kreisfachausschüsse Bernburg und Köthen vier gemeinsame
Staffeln, ohne Beteiligung einer Mannschaft von Motor Köthen. Die
Spiele begannen für alle Klassen am 28. August 1955. Das erste Spiel
trug unsere 1. Mannschaft gegen Sandersdorf auf dem kleinen
Hubertusplatz vor 3000 Zuschauern aus. Es endete 2:2-Unentschieden.
Eine gute Rolle spielte in der Übergangsrunde die 1.
A-Jugendmannschaft. Sie konnte sich innerhalb ihrer Staffel gegen
Mannschaften der Jugend-Sonderliga durchsetzen und belegte den 1.
Platz.
Während der Übergangsrunde führte die
1. Mannschaft eine Reihe von Freundschaftsspielen durch. Besonders
herauszuheben war das Spiel gegen die Oberligamannschaft von SC
Empor Rostock, das am 18. Februar auf dem Stadion vor 3500
Zuschauern ausgetragen wurde und mit einem Resultat von 1:1 endete.
Beachtenswert, denn die Rostocker traten mit ihrer kompletten
Stammelf an (mit den A- und B-Auswahlspielern Schaller, Holtfreter,
Speth, Minuth und Zapf).
Am 11. März 1956 begann die
offizielle Punktspielserie 1956 gleich mit einem "Paukenschlag" für
unsere Mannschaft. Vor 3000 Zuschauern wurde auf dem Jürgenweg die
BSG Chemie Schkopau 8:2 geschlagen. Erfreulich war auch, dass neben
der Bezirksliga-Reserve eine 2. Motorelf den Punktspielbetrieb in
der 2. Männerkreisklasse aufnahm. Im Nachwuchsbereich hatte sich in
der Besetzung der Spielklassen keine Veränderung ergeben, d.h. die
1. A-Jugend und die 1. B-Jugend spielten in der Bezirksklasse, die
2. A- und 2. B-Jugend sowie die beiden Schülermannschaften
beteiligten sich am Spielbetrieb im Kreis. Die "Alte-Herren"-Mannschaft
trug Freundschaftsspiele aus.
Die 1. Halbserie des Punktspieljahres
1956 verlief für unsere Mannschaften recht zufrieden stellend. Die
1. Mannschaft belegte einen Platz im oberen Tabellendrittel, die 1.
A-Jugend ebenfalls und die 1. Schülermannschaft konnte den
Kreismeistertitel erringen. Leider konnte diese Mannschaft in den
Spielen um die Schülerbezirksmeisterschaft keinen der vorderen
Plätze erreichen.
Freundschaftsspiele gegen prominente Gegner bildeten
für die 1. Mannschaft den Abschluss der 1. Halbserie. Mitte Mai 1956
spielte sie vor 5000 Zuschauern auf dem Hubertus-Sportplatz gegen SC
Lokomotive Leipzig (DDR-Oberliga), - das Spiel ging 0 : 3 verloren.
Einen weiteren Höhepunkt in der laufenden Spielserie sollte der am
13. Juni 1956 ausgetragene Vergleich unserer 1. Motorelf gegen die
DDR-FIFA-Jugendauswahl bilden. Vor grosser Zuschauerkulisse unterlag
unsere Mannschaft nach guter Leistung mit 0 : 2 Toren. Von den in
der FIFA-Jugendauswahl mitwirkenden Spielern bestimmten Wehner
(Erfurt), Stöcker (Magdeburg), Strohmeier und Klingbiel (Stendal),
um nur einige zu nennen, den DDR-Oberliga- und Auswahl-Fussballsport
mit.
Nach diesem Vergleich wurde die Punktspielserie
fortgesetzt. Inzwischen hatte der Sportkamerad Heinz Thiele die
Geschicke der Mannschaft als Spielertrainer übernommen, da der
Sportkamerad Kragemann plötzlich Köthen verlassen hatte.Heinz Thiele
führte das Amt bis Ende August 1956 aus, ab 1. September war der
Sportkamerad Heide Trainer der 1. Mannschaft.
Alles in allem war für die Sektion Fussball das
Spieljahr 1956 recht erfolgreich. Die 1. Mannschaft konnte nach
ihrem Aufstieg in die Bezirksliga am Ende des Punktspieljahres den
5. Tabellenplatz belegen. Unsere 2. Mannschaft errang mit nur zwei
Minuspunkten die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse und erkämpfte
damit gleichzeitig den Aufstieg zur 1. Kreisklasse. Die 1. A-Jugend
erreichte den Aufstieg in die Jugend-Sonderklasse des Bezirkes
Halle.
Das Spieljahr schloss die 1. Mannschaft mit zwei
nennenswerten Freundschaftsspielen, eine 2 : 1- Niederlage gegen
Motor Weimar (1. DDR-Liga) und eine 7 : 0-Niederlage gegen den SC
Motor Berlin (1. DDR-Liga), ab. Die 2. Mannschaft beteiligte sich an
den FDGB-Kreispokalspielen und erreichte das Endspiel. Das Finale
fand in Trebbichau/Aken statt und der Gegner hiess Stahl Aken.
Nach einem spannenden Spiel verliss die 2. Mannschaft mit einem 6 :
3-Erfolg den Platz und gewann damit den FDGB-Kreispokal 1956/57.
Am 3. März 1957 begann die Punktspielserie 1957 für
alles Spielklassen im Bezirk Halle. Wie die Bezirksliga, so führten
auch in der 1. Kreisklasse Reservemannschaften die Vorspiele aus.
Als Aufsteiger zur Bezirksliga präsentierten sich Aktivist Roitzsch
und Chemie Bernburg. Zu den Stammspielern unserer 1. Mannschaft
gehörten die Sportkameraden:
Reicher, Finze, Bäthe, Romanus, Spitzner, Braune,
Pabst, Januschkowsky, Nord, Rehsack, Bülow, Kugler, Lösch, Eiserich,
Warthemann, Schuhmann, Cortas und Messer.
Trainiert wurde die Mannschaft weiterhin von dem
Sportkameraden Heide und als Betreuer fungierte der Sportkamerad
Heinz Krähe. Die Heimspiele trug die Mannschaft im Zeitraum März bis
Ende Mai auf dem Jürgenweg aus, ab 15. Juni 1957 stand das Stadion
Austragungsstätte der Heimspiele wieder zur Verfügung.
Durch viele Verletzungen bedingt, hatte unsere 1.
Mannschaft keinen guten Start in die 1. Halbserie, viele Heimspiele
wurden verloren und es dauerte eine geraume Zeit, bis man die
unteren Tabellenregionen verlassen konnte.
Am Ende der 1. Halbserie erreichte die Mannschaft
den 4. Tabellenplatz. In der 2. Halbserie hatte sich die Mannschaft
weiterstabilisiert und am Ende des Spieljahres 1957 einen guten 4.
Tabellenplatz erreicht. Die 2. Motorelf nahm nach gutem Start in die
Saison "Platzierungen" im oberen Tabellendrittel - am Ende den 5.
Tabellenplatz in der 1. Kreisklasse Köthen ein. Besonders
beachtenswert war die Platzierung unserer aufgestiegenen
Jugend-Sonderliga-Mannschaft, die am Spieljahresende einen
hervorragenden 3. Platz erreichen konnte. Neben den Leistungen
dieser Mannschaft sollte die nach 1945 geleistete Arbeit im
Jugendbereich unseres Vereins insgesamt gewürdigt werden.
Stellvertretend für die vielen Betreuern und Helfer seien hier die
Sportkameraden Hans Uhde, Max Jacob, Fritz Fesser sen. und Fritz
Fesser jun. (in den fünf Jahren) genannt.
Im Januar 1958 erfolgte die Umbildung der Sektion
Fussball in den Deutschen Fussballverband (DFV) als Sportverband im
Deutschen Turn- und Sportbund der DDR. Er war damit das "Gegenstück"
zu dem in der BRD weiter bestehenden Deutschen Fussball-Bund (DFB)
Das Spieljahr 1958 begann mit einem Erfolg unserer
2. Mannschaft. Im FDGB-Kreispokalendspiel gelang am 2. Februar 1958
gegen Traktor Quellendorf im Köthener Stadion der 4 :1-Sieg und
damit der Pokalgewinn.
Am 9. März 1958 begann in der Bezirksliga und auf
der Kreisebene die neue Punktespielserie 1958. Die in den
Vorbereitungspielen von der 1. Mannschaft erreichten Ergebnisse,
insbesondere gegen Vertreter der 1. und 2. DDR-Liga, liessen einige
Erwartungen auf die Punktspiele schliessen. Doch diese Erwartungen
sollten zunächst ins Gegenteil umschlagen. Nach der 2 :
0-Heimniederlage am 18. Mai 1958 gegen Empor Halle fand sich unsere
1. Mannschaft auf den letzten Tabellenplatz wieder. Wieder oblagen
die Leistungen der Mannschaft harscher Kritik der zahlreichen
Sportanhänger. Am Ende der Saison erreicht die 1. Mannschaft nach
einem 1 : 1-Unentschieden gegen Aktivist Röblingen im Heimspiel am
16. November 1958 den für den Klassenerhalt bitter notwendiger
Punkt.
Abschlussplatzierungen:
1. Stahl Eisleben - Aufsteiger zur II.
DDR-Liga
2. Motor Ammendorf
3 . Aktivist Röblingen (später Amsdorf)
4. Aktivist Nachterstedt
5. Motor Aschersleben
6. Chemie Buna Schkopau
7. Traktor Teuchern
8. Turbine Halle
9. Chemie Bernburg
10. Motor Quedlinburg
11. ZAB Dessau
12. Motor Köthen
13. Empor Halle
14. Aktivist Hohenmölsen
In der 1. Mannschaft kamen folgende Spieler zum
Einsatz:
Finze, Reichert, Bäthe, Bülow, Eiserich, Hoffmann
I, Priebe, Januschkowsky, Lehmann, Rehsack, Horn, Laufs, Schumann,
Warthemann, Messer, Kugler, Romanus, Spitzner, E. Müller, Glatzel,
Braune, Reinicke, Alsleben, Börner.
Erfolgreicher verliefen die Serienspiele der 2.
Mannschaft in der 1. Kreisklasse. Nach vorderer Platzierung zum
Abschluss der 1. Halbserie errang die Mannschaft am Ende der
Punkspielserie den Titel eines Kreismeisters. Im letzten Punktspiel
gegen die BSG Traktor Radegast am 26. Oktober 1958 kamen zum
Einsatz:
Reichert, Sattler, Thiele, R. Mann, Braune, R.
Richter, Hoffmann, Bruckert, Laufs, Alsleben, Nord, Schneider
(Ergebnis 0:0).

Der errungene Kreismeistertitel berechtigte unsere
2. Mannschaft zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur
Bezirksklasse. Die Mannschaft hatte sich in der Gruppe 2 mit TUS
Wittenberg, Traktor Wörlitz, Empor Zörbig und Motor Dessau Ib
auseinander zu setzen. Mit einer 1 : 2-Niederlage im letzten
Heimspiel gegen Empor Zörbig verspielte unsere 2. Mannschaft ihre
Aufstiegschance.
Unsere 1. Mannschaft bestritt bis zum Jahresende
1958 noch einige Freundschaftsspiele. Hervorzuheben wären dabei der
innerdeutsche Vergleich am 30. November 1958 in Essen gegen den SV
1919 Essen-Byfang (Amateurliga), der mit einem 2 : 2-Unentschieden
endete und das Spiel am 21. Dezember 1958 in Gröbzig mit einem 3 :
3-Unentschieden. Mit dem Spiel in Gröbzig beendete Trainer Heide
seine Tätigkeit bei der BSG Motor Köthen.
Vom 1. Januar 1959 an übernahm der Sportkamerad
Heinz Rapior aus Halle das Training der 1. Mannschaft. Er setzte den
von Trainer Heide begonnenen Einbau junger Spieler aus dem eigenen
Nachwuchs systematisch fort und formte eine schlagkräftige
Mannschaft.
Während auf der Kreisebene bereits am 15. Februar
1959 der Punktspielbetrieb aufgenommen wurde, begannen die
Serienspiele der Bezirksliga Halle erst am 26. April 1959.
In Vorbereitung auf die Punktspiele bestritt die 1.
Mannschaft eine Reihe von Freundschaftsspielen gegen höherklassige
Gegner (Lok Stendal/Oberliga 0 : 4, Motor Wolgast/2. Liga 4 : 0)
Während des Verlaufs der Punktspielserie konnte die 1. Mannschaft
ihre Leistungssteigerung gegenüber dem Spieljahr 1958 unter Beweis
stelle. Sie belegten am Ende den 6. Tabellenplatz.
Folgende Spieler kamen zum Einsatz:
Reichert, Finze, Priebe, Eiserich, Lösch, Glatzel,
Börner, Alsleben, Rehsack, Kugler, Nord, Reinicke, Januschkowsky, E.
Müller, Messer, R. Mann, Gründel, Klotsch
Bilanz des Jahres 1959 aller
Motormannschaften:
Mannschaft
Spiele
gewonnen
unentschieden
verloren
Tore
1. Mannschaft
47
21
13
13
110:75
Bez.-Liga
Reserve
35
23
5
7
108:51
2. Mannschaft
44
25
2
17
109:71
3. Mannschaft
26
17
3
6
92:52
Alte Herren
14
9
2
3
29:21
1. Junioren
39
17
11
11
96:59
2. Junioren
30
12
5
13
73:79
1. Jugend
23
14
2
7
62:46
2. Jugend
20
3
2
15
14:81
1. Schüler
36
17
6
13
52:75
2. Schüler
12
4
5
3
21:17
Zu Beginn des Jahres 1960 hatte es einige
Veränderungen in der Leistung der BSG Motor Köthen gegeben. Der
Sportkamerad Fritz Hannemann übernahm die Funktion des BSG-Leiters
und der Sportkamerad Heinz Stein wurde zum neuen Sektionsleiter
Fussball gewählt. Sein Vorgänger Karl-Heinz Schulze verblieb als
stellvertretender Sektionsleiter.
Der in den letzten Jahren eingeschlagene Weg des
Einbeziehens weiterer Nachwuchsspieler in den Männerbereich wurde
auch im Jahr 1960 fortgesetzt. Nachdem bereits im Jahr 1959 die
Spieler Kugler, Alsleben, Glatzel, und Reinicke einen Platz im
Mannschaftskollektiv der 1. Mannschaft erreichen konnten, folgten
ihnen die Sportkameraden Paasch und Grabe vor Beginn der Spielserie
des Jahres 1960.
Der Start in der Punktspielsaison des Jahres 1960
erfolgte am 06. März 1960 für alles Männermannschaften unseres
Vereins. Die Nachwuchsmannschaften Jugend und Junioren befanden sich
zu diesem Zeitpunkt bereits im Punktspielbetrieb. So hatte sich die
1. Juniorenelf in der Staffel A der Bezirksliga Halle mit folgenden
Mannschaften auseinander zu setzen:
SC Chemie Halle, Motor Aschersleben, Chemie
Wolfen, Lok Dessau, Chemie Bernburg, Motor Rosslau-Ost, Aktivist
Holzweissig, Chemie Greppin, Stahl Helbra.
Unsere Mannschaft konnte am Saisonende den
erfolgreichen 3. Platz in der Staffel belegen. Auch unsere 1.
Jugendmannschaft schloss die Punktspielserie erfolgreich ab. Sie
wurde überlegen Kreismeister und beteiligte sich an der Ermittlung
des "Bezirksmeister" in ihrer Altersklasse. Leider konnte unsere
Jugendmannschaft nicht einen vorderen Platz im Bezirk erringen.
Im Männerbereich der Männer konnte man, gemessen an
den Erwartungen unserer Sportanhänger mit den in der 1. Halbserie
erreichten Ergebnissen nicht ganz zufrieden sein. So nahmen die 1.
Mannschaft in der Bezirksliga den 7. Platz, die 2. Mannschaft den 6.
Platz in der 1. Kreisklasse und die 3. Mannschaft den 5. Platz der
Staffel A der 3. Kreisklasse ein.
Nach dem Abschluss der 1. Halbserie standen für die
1. Mannschaft wieder interessante Freundschaftsspiele auf dem
Programm. Die Mannschaft absolvierte zu Pfingsten zwei innerdeutsche
Vergleiche bei Rot-Weiss Steterburg (3 : 2 - Niederlage) und Freie
Turnerschaft Braunschweig (3 : 2-Sieg.) Im Monat Juli 1960 hiessen
u. a. die Gegner
SC Fortschritt Weissenfels (Oberliga) 4
: 2-Niederlage
Aktivist K. M. Zwickau (1. Liga) 2 :
1-Niederlage
Dynamo Eisleben (1. Liga) 2 : 2
Unentschieden
Am 07. August 1960 traf die Mannschaft im Rahmen des
Betriebssportfestes der Trägerbetriebe der BSG Motor erneut auf
Rot-Weiss Steterburg und konnte die Partie mit einem 5 : 1-Sieg für
sich entscheiden.
Nach dem Gewinn des "Kreisfriedenspokals" im Monat
August 1960 (3 : 2-Sieg gegen Aktivist Edderitz) begannen die
Punktspiele der 2. Halbserie. Nach guter Vorbereitung konnte die
Mannschaft in den Spielen ein gewachsenes spielerisches
Leistungsvermögen, basierend auf guter konditioneller Grundlage,
unter Beweis stellen. Am Saisonende belegte unsere 1. Mannschaft
hinter Motor Ammendorf den hervorragenden 2. Platz.

Den Abschluss des Jahres 1960 bildeten zwei
Freundschaftsspiele gegen
Fortschritt Neustadt-Glewe (2. Liga) 1 :
1-Unentschieden
und
SC Turbine Erfurt (Oberliga) 2 : 5-Niederlage.
Zu Beginn des Jahres 1961 wurden neue Beschlüsse im
Fussballsport der DDR gefasst, die bereits im Spieljahr1961/62 zur
Anwendung kamen.
Im Wesentlichen:
- Das Spieljahr wurde auf den Rhythmus
Herbst/Frühjahr umgestellt.
- Die Meisterschaft 1961/62 gestaltete der BFA in
drei Serien: Hin- und Rückspiel sowie ein Spiel auf neutralem Platz.
-Einführung einer Bezirksliga-Junioren ab Spielserie
1961/62
- Jede Sektion hatte mindestens eine Schüler-,
Jugend- und Juniorenmannschaft aufzubauen.
- Der Kleinfeldfussball für 10- bis 12-jährige
Kinder wurde eingeführt.
Diese Beschlüsse waren auch auf den Spielbetrieb der
Kreisebene umzusetzen. Eine Aufgabenstellung, der sich der im Januar
1961 neu gewählte KFA-Vorsitzende Ronald Vetter (Motor Köthen) zu
stellen hatte. Helmut Gehre -Spielkommission- und Karl-Heinz Schulze
-Rechtskommission- mit. Neuer Sektionsleiter in unserer
Fussballabteilung der BSG Motor wurde der Sportkamerad Heinz Stein.
Am 05. März 1961 begann für die Bezirksliga Halle
das "Mammutspieljahr." Ausgehend von den in der Spielserie 1960 von
unserer 1. Mannschaft erreichten Ergebnissen war die
Erwartungshaltung unter den Sportanhängern und unter
Vereinsmitgliedern relativ hoch. Deshalb konnte die Zielstellung nur
lauten: Erringung des Bezirksmeistertitels und Aufstieg in die
II. DDR-Liga.
Neben der 1. Mannschaft spielten die 1. Junioren im
Bezirksmassstab (Bezirks-Juniorenliga.)
Weiterhin waren im Spielbetrieb:
- eine Bezirksligareserve
- eine 2. Mannschaft in der 1.
Kreisklasse
- eine 3. Mannschaft in der 3.
Kreisklasse
- eine 2. Junioren im Kreismassstab
- zwei Jungendmannschaften im
Kreismassstab
- zwei Schülermannschaften im
Kreismassstab
- drei Knabemmannschaften
- eine "Alte-Herren" Mannschaft
Mit einem 4 : 0-Sieg im ersten Punktspiel auf
neutralem Boden im Salzmünde gegen Stahl Sangerhausen startete
unsere 1. Mannschaft recht erfolgreich in das erste
Meisterschaftsdrittel. Zwischen den Punktspielen führte die 1.
Mannschaft eine Reihe von Freundschaftsspielen durch, u. a.
- Teilnahme am Turnier an den
Osterfeiertagen 1961 in Altenbögge (Westfalen) - 2 : 1-Niederlage
gegen Altenbögge und 5 : 0-Sieg
gegen deb FC
Berlin-Lichterfelde.
- Vergleich mit dem Westfalen-Meister
der Amateure Germania Datteln - 5 : 2-Niederlage am Ostermontag
- Vergleich gegen Chemie Zeitz (1.
Liga) - 1 : 4-Niederlage.
Am Ende des ersten Punktspieldrittels konnten die
Männermannschaften folgende Platzierungen erreichen:
1. Mannschaft
2. Platz Bezirksliga
2. Mannschaft
2. Platz 1. Kreisklasse
3. Mannschaft
1. Platz 3. Kreisklasse Staffel A
Die 1. Jugendmannschaft wurde souverän Kreismeister,
konnte sich aber bei den Spielen um die Bezirksmeisterschaft
wiederholt nicht platzieren.
Die Vorbereitung auf das zweite Punktspieldrittel
verlief für die 1. Mannschaft sehr "durchwachsen." Dem 2 : 0-Sieg
gegen die Oberligaelf von Aktivist Brieske-Senftenberg am 29.02.1961
folgte die derbe 0 : 10-Niederlage gegen die in der 1. Liga
spielende Dessauer Motorelf.
Trotzdem verlief der Punktspielstart wieder
erfolgreich. Nach dem 2 : 1-Sieg am 27. August 1961 gegen Aktivist
Geiseltal-Mitte übernahm die 1. Mannschaft die Tabellenführung und
und baute sie bis zum Ende des zweiten Punktspieldrittels aus.
Grossen Anteil an der Leistung der Mannschaft hatte der damalige
Trainer Heinz Rapior. Ihm gelang es, in einer relativ kurzen Zeit
seines Wirkens in unserem Verein eine schlagstarke Truppe zu formen,
die nach jeweils 26 Spielen folgende Ergebnisse erreichte
Spieljahr
Spiele Tore
Punkte Tabellenplatz
1959
26 30:37
26:26
8
1960
26 55:36
31:21
2
1961
26 49:16
37:15
1
Aber auch die Trägerbetriebe sollten an dieser
Stelle genannt werden, die die materiellen und finanziellen
Vorraussetzungen für den sportlichen Erfolg schufen. Allen voran der
damalige Betrieb Förderanlagenbau mit dem Betriebsdirektor Hatting
und dem Damaligen Arbeitsdirektor Greie.
Am 18. Februar 1962 begann das letzte und
entscheidende Punktspieldrittel mit den überzeugenden 7 : 0-Sieg bei
Aktivist Geiseltal-Mitte. Zu bemerken wäre, dass mit Beginn der 3.
Serie die Auswechslung von Feldspielern bzw. Torhütern bis zur
Bezirksligaebene wieder untersagt wurde. Doch das tat der
Erfolgsserie der Mannschaft keinen Abruch. Am 20. Mai 1962 war es
dann so weit. Nach dem letzten Punkspiel gegen Lok Halle trotz der 1
: 2-Niederlage die Meisterfeier steigen.

Weiterhin gehörten folgende Spieler zur 1.
Mannschaft:
Adolf Lösch, Klaus Reinicke, Dieter Glatzel und
Bernhard Sattler.
Besonders erfreulich war, das die Meisterschaft im
Jubiläumsjahr 1962 "60 Jahre Köthener Fussball" erreicht wurde.
Die Tageszeitung "Freiheit" vom 02. Juli 1962 -
Lokalseite - würdigte in einem Artikel unter dem Titel:
"Nun endlich eine Mannschaft im DDR-Massstab"
die Leistung der Mannschaft. Im oben genannten Artikel heisst es
weiter:
"... Während dieser Serie wurde der jahreslange
Traum der Anhänger von Motor Köthen und darüber hinaus aller
Fussballfans des Kreisgebietes zur erfreulichen Wirklichkeit; das
Bezirksligakollektiv unserer Kreisstadt wurde Meister der
Bezirksliga Halle und errang damit den Aufstieg in die II.
DDR-Liga..."
Die Mannschaft sicherte sich den Titel mit einem
4-Punkte-Vorsprung (75 : 25 Tore und 54 : 24 Punkte.)
Hervorzuheben war auch die Leistung der
Bezirksligareserve, die den 2. Platz am Ende der Saison belegen
konnte. Da die II. Liga ohne Reserve spielte, kehrte die
Bezirksligareserve als Motor-3. Mannschaft in den Kreis zurück und
wurde in die 2. Kreisklasse eingeordnet. Die 2. Männermannschaft
erreichte in der Mammutsaison 1961/62 ebenfalls einen 2. Platz in
der 1. Kreisklasse Köthen. Die 3. Mannschaft belegte ebenfalls den
2. Platz in der 3. Kreisklasse. Nicht so zufrieden stellend waren
die Leistungen im Nachwuchsbereich. Hier galt es insbesondere bei
der Gewinnung und Ausbildung von Übungsleitern aus dem Kreis
ehemaliger bzw. noch aktiver Spieler den Hebel anzusetzen.
Erfreulich war, dass sich die Sportkameraden Gerhard Reichert,
Dieter Grabe, Manfred Alsleben und Klaus Reinicke hauptsächlich der
Trainingsarbeit mit den Schüler- und Knabenmannschaften widmeten.
Die Sportkameraden Laufs und Lösch arbeiteten mit der
Jugendmannschaft. In der Folgezeit folgten weitere Spieler dieser
guten Sache.
Die gleichen Probleme stellen sich bei der Gilde der
Schiedsrichter. Im Jahr 1962 konnte unser Verein nur noch über
folgende Sportkameraden verfügen:
- Paul Thamm
Bezirksliga-Schiedsrichter
- Ronald Vetter
Bezirksklassen-Schiedsrichter
- Günter Rebhan
1. Kreisklassen-Schiedsrichter und Ausbilder
- Karl-Heinz Schulze
1. Kreisklassen-Schiedsrichter
- Herbert Müller
3. Kreisklassen-Schiedsrichter
Die Freude über den erreichten Erfolg sollte jedoch
recht schnell gedämpft werden.
Am 29. Juni 1962 fasste das Präsidium des Deutschen
Fussball Verbandes (DFV) der DDR in Leipzig den Beschluss, ab dem
Spieljahr 1963/1964 die fünf Staffeln der II. Liga wegfallen zu
lassen.
In der Spielserie 1962/1963 besass nur der
Staffelerste das direkte Aufstiegsrecht in die I. Liga, der
Staffelzweite musste sich in Ausscheidungsspielen qualifizieren.
Alle anderen II.-Liga-Mannschaften wurden im Jahr 1963 der
jeweiligen Bezirksliga zugeordnet.
Der oben genannte Beschluss des Präsidiums des DFV
beeinflusste nicht nur die Vorbereitungsphase der II.
Liga-Mannschaften, sondern sollte sich auf das Leistungsvermögen des
DDR-Fussballs in den Folgejahren negativ auszuwirken.
Trotzdem bereitete sich unsere Mannschaft intensiv
auf die neue Spielserie mit der Zielstellung vor, als Neuling eine
Platzierung ausserhalb der Abstiegszone zu erreichen.
Vor dem Punktspielstart am 19. August 1962 bestritt
die 1. Mannschaft einen internationalen Vergleich gegen den
niederösterreichischen Amateurligisten ASK Amstetten und konnte
diesen vor 2000 Zuschauern mit einem 3 : 1-Sieg erfolgreich
abschliessen.
Neben den "Auftakt-Gegner" Motor Schkeuditz hatte
sich unsere Mannschaft mit folgenden Gegnern auseinander zu setzen:
Stahl Lippendorf, Motor Dessau, Einheit Burg, Lok
Leipzig Ost, Chemie Bitterfeld, Aktivist Geiseltal, Aktivist Böhlen,
Motor Ammendorf, Motor Schönebeck, Motor Aschersleben, Stahl Thale
und Motor Gohlis Nord (Leipzig)
Im Männerbereich nahmen weiterhin die 2. Mannschaft
in der 1. Kreisklasse, die 3. Mannschaft in der 2. Kreisklasse und
die 4. Mannschaft in der 3. Kreisklasse den Punktspielbetrieb der
Saison 1962/63 auf.
Eine "Alte-Herren"-Mannschaft trug nur
Freundschaftsspiele aus.
Im Nachwuchsbereich beteiligten sich die 1. Junioren
in der Bezirksklasse, die 2. Junioren in der Kreisklasse, die Jugend
in der Kreisklasse und die Schüler sowie Knaben in der Kreisklasse
am Punktspielbetrieb.
Die 1. Mannschaft verlor zwar das Auftaktspiel in
Schkeuditz mit 3 : 0-Toren, konnte aber die nachfolgenden Partien
recht erfolgreich gestalten. Den Höhepunkt bildete am 30. September
1962 der Vergleich vor 7000 Zuschauern im Köthener-Stadion -
Zuschauerrekord für den Köthener Fussball - mit dem alten Rivalen
Motor Dessau. Die Partie ging leider für unsere Mannschaft mit dem
Ergebnis von 3 : 1-Toren verloren.
Trotz einiger Rückschläge in den folgenden
Punktspielen liess sich Trainer Rapior nicht von seinem Weg
abbringen. Er setzte weiter auf die Integrierung junger
Nachwuchsspieler in die 1. Mannschaft. Nachdem die Sportkameraden
Werner Kaiser und Lothar Walz bereits im Meisterjahr ihre
Bewährungschance erhielten und umsetzten, setzte er in der II.
Liga-Saison die Sportkameraden Hänsch ab 1. Halbserie und Apfelbaum
gegen Ende der 2. Halbserie ein. Dass die richtigen
Schlussfolgerungen aus dem Verlauf der ersten Halbserie gezogen
worden waren, stellte die Mannschaft mit den erreichten Ergebnissen
unter Beweis. Sie erreichte nicht nur mit dem 2 : 1-Sieg beim
Staffelmitfavoriten Motor Dessau vor 7500 Zuschauern eine "Sensation
im Schillerpark", sondern konnte das gewachsene Leistungsvermögen
mit dem erreichten 4. Tabellenplatz am Ende der Saison untermauern.
Folgende Spieler kamen zum Einsatz:
Reichert, Grabe, Walz, Pach, Börner, Kusmiereck,
Paasch, Hänsch, Schwendler, Eiserich, Januschkowsky, Lehmann,
Alsleben, Kaiser, Horn, Apfelbaum.
Die 2. Mannschaft, durchsetzt mit vielen erfahrenen
ehemaligen Bezirksligaspielern, errang den Kreismeistertitel und
stieg in die Bezirksklasse auf.

Mit einem hochklassigen Heimspiel gegen den
Staffelsieger und Aufsteiger zur 1. DDR-Liga (1 : 2-Niederlage) und
dem 1 : 0-Auswärtssieg am 26. Mai 1963 verabschiedete sich unsere 1.
Mannschaft aus der 2. DDR-Liga.
In Umsetzung des Beschlusses des Deutschen
Fussball-Verbandes der DDR vom 29. Juni 1962 legte der
Bezirksfachausschuss Fussball Halle folgende Einteilung der auf der
Bezirksebene spielenden Mannschaften für das Spieljahr 1963/64 fest:
zwei Staffeln Bezirksliga zu je 14 Mannschaften und
sechs Staffeln Bezirksklasse zu je 12 Mannschaften.
Die Unterteilung in Bezirksklasse A und B entfiel.
Die Ermittlung des Bezirksmeisters erfolgte zwischen den beiden
Staffelersten der Bezirksliga.
Unsere 1. Mannschaft wurde der Bezirksliga Staffel
Nord zugeordnet und hatte sich mit folgenden Vereinen auseinander zu
setzen:
Stahl Thale, Traktor Cochstedt, Chemie Bernburg,
Motor Dessau II., Aktivist Gräfenhainichen, Chemie Bitterfeld, Stahl
Hettstedt, Motor Achersleben, Traktor Plötzkau, Motor Ost Rosslau,
Chemie Piesteritz, Chemie Greppin und Stahl Hebra.
Die 2. Mannschaft spielte als Bezirksklassen-Neuling
in der Staffel 2 gemeinsam mit folgenden Teams:
Aktivist Friedenshall (Baalberge), Motor Bebitz,
Lok Dessau, Aktivist Gölzau, Traktor Radegast, Chemie Osternienburg,
ZAB Dessau, Aufbau Dessau, TUS Dessau-Kochstedt, Traktor Wörlitz,
Stahl Aken;
Reservemannschaften bestritten in beiden Klassen die
Vorbegegnungen. Im Männerbereich war weiterhin die 3. Mannschaft der
2. Kreisklasse zugeordnet worden.
Den Nachwuchsbereich unseres Vereins vertraten:
die 1. Junioren-Mannschaft in der
Bezirks-Juniorenklasse, die 2. Junioren-Mannschaft in der
Kreisklasse, die Jugend-Mannschaft in der Jugendkreisklasse, die 1.
Schüler-Mannschaft in der Schüler-Klasse A im Kreis, die 2.
Schüler-Mannschaft in der Schüler-Klasse B im Kreis und drei
Knaben-Mannschaften auf Kreisebene.
Weiterhin bestritt eine "Alte-Herren"-Mannschaft
Vergleiche auf der Ebene von Freundschaftsspielen.
Vor dem Punktspielstart in der Bezirksliga am 25.
August 1963 wurde unsere 1. Mannschaft, die nach der II. Liga-Saison
keine Abgänge hatte, zu den Facoriten auf den Staffelsieg gezählt.
Für die 2. Mannschaft als Neuling in der Bezirksklasse lautete die
Zielstellung: Klassenerhalt.
Nach relativ gutem Start mit einem 2 :
2-Unentschieden beim Mitfavoriten Chemie Bitterfeld und dem 2 :
1-Sieg gegen den ewigen Kontrahenten Chemie Bernburg im Heimspiel
vor 3500 Zuschauern belegte die 1. Mannschaft einen vorderen
Tabellenplatz. Die Tabellenführung übernahm unsere Elf erst nach dem
7 : 0-Heimsieg am 03. November 1963 gegen die bis dahin führenden
"Aktivisten" aus Gräfenhainichen. Zwei weitere Siege in Rosslau und
zu Hause gegen Hettstedt sicherten unsere Mannschaft den
inoffiziellen Herbstmeistertitel.
Auch die 2. Mannschaft beendete die 1. Halbserie
sehr erfolgreich. Sie belegte den 4. Platz. Die
Bezirksklassen-Reserve führte nach der 1. Halbserie die Tabelle an.
Auch aus dem Nachwuchsbereich gab es Erfreuliches zu berichten. Die
1. Schüler-Mannschaft errang den Hallenkreismeistertitel und
qualifizierte sich damit für die Hallenbezirksmeisterschaft. Leider
überstand die Mannschaft die Vorrunde nicht und schied aus.
Die 3. Mannschaft musste wegen Besetzungsproblemen
zurückgezogen werden.
Bei aller Freude über die erreichten Ergebnisse
sollte eine Information in der Tageszeitung "Freiheit" vom 30.
Dezember 1963 viel Unverständnis bei unseren zahlreichen Anhängern
auslösen; sie hatte folgenden Inhalt:
"Auf Beschluss des Trainerrates der DDR hat Heinz
Rapior Motor Köthen verlassen müssen und ist jetzt Trainer beim
Ligisten Chemie Wolfen"
Damit wurde ein ausgezeichnet funktionierendes
Gefüge auseinander gerissen und der damaligen Sektionsleitung
relativ wenig Zeit gegeben, die Trainerfunktion neu zu besetzen. Der
Start in die 2. Halbserie erfolgte bereits am 19. Januar 1964. Als
neuer Trainer konnte der Ex-Hallenser Oberligaspieler Gerhard
Kulitze verpflichtet werden. Der Trainerwechsel hatte keine
negativen Auswirkungen auf das Leistungsvermögen der 1. Mannschaft.
Im Gegenteil: weitere Nachwuchsspieler Mader und Beck - wurden
aufgenommen und bereits am 05. April 1964 nach dem 2 : 0-Sieg in
Gräfenhainichen souverän der Staffelsieg in der Bezirksliga Staffel
Nord errungen.
Auch die 2. Mannschaft übertraf die Erwartungen.
Nach enormer Leistungssteigerung in der 2. Halbserie gelang der
Mannschaft ebenfalls vorzeitig den Staffelsieg in der Bezirksklasse
Staffel 2 und damit die Teilnahmeberechtigung an den
Aufstiegsspielen zur Bezirksliga zu erreichen.

Am 03. Mai 1964 hatte unsere 1. Mannschaft das 1.
Entscheidungsspiel um die Bezirksmeisterschaft gegen den
Staffelsieger der Bezirksliga Staffel Süd - Chemie Buna Schkopau -
in Schkopau zu bestreiten. Vor 3000 Zuschauern, unter ihnen viele
Köthener Schlachtenbummler, verlor unsere Mannschaft etwas
unglücklich mit 1 : 0-Toren. Das zweite Spiel fand am 10. Mai 1964
vor 5300 Zuschauern im Köthener Stadion statt. In einem vor unserer
Elf mit grosser Einsatzbereitschaft und spielerischen Überlegenheit
geführten Spiel gelang nur ein 1 : 0-Sieg. Damit musste ein drittes
Spiel die Entscheidung über die Bezirksmeisterschaft bringen. Dieses
Spiel wude zwischen beiden Kontrahenten vor 5000 Zuschauern am 16.
Mai 1964 im Halleschen-Kurt-Wabbel-Stadion ausgetragen. Auch in
diesem Spiel war unsere Elf in der ersten halben Stunde die
eindeutig dominierende Mannschaft. Sie war jedoch nicht in der Lage,
die klaren Torgelegenheiten zu nutzen. Ein etwas unglückliches
Gegentor gegen Ende der 1. Halbzeit besiegelte trotz allen
Aufbäumens - ab 72. Minute nur noch verletzungsbedingt mit 10
Spielern - das Schicksal unserer Mannschaft. Chemie Buna Schkopau
war Bezirksmeister und damit Teilnehmer an den Aufstiegsspielen zur
DDR-Liga.
Doch die Niederlage hatte für unseren Verein
doppeltes Gewicht. Das scheitern der 1. Mannschaft bedeutete auch
die Nichtteilnahme der 2. Mannschaft an den Aufstiegsspielen zur
Bezirksliga. Somit ging eine an sich erfolgreiche Saison nicht nur
unglücklich zu Ende, sondern die Auswirkungen des Nichterfolges
sollten in den Folgejahren zu spüren sein.
Den Abschluss des Spieljahres 1963/64 bildeten
einige Freundschaftsspiele, u. a. eine 0 : 5-Niederlage gegen die
Oberligaelf vom SC Chemie Halle und ein Vergleichsspiel zwischen der
1. Mannschaft und den Altrepresentativen unseres Vereins, das mit
dem Ergebnis von 3 : 1-Toren endete.
Für das Spieljahr 1964/65 änderte sich in der
Spielklassenzuordnung unsere Mannschaften gegenüber der Serie
1963/64 nichts.
Am 16. August 1964 begann für die weiterhin vom
Trainer Gerhard Kulitze betreute 1. Mannschaft der Punktspielbetrieb
mit einem 1 : 0-Erfolg bei Aktivist Mulde Nord (Golpa). Doch im
Verlauf der ersten Halbserie hatte die mannschaft viele
verletzungsbedingte Ausfälle von Stammspielern zu beklagen, die sich
auf das Leistungsvermögen auswirkten. Am Ende der 1. Halbserie
belegte unsere Fussballelf den 6. Tabellenplatz. Auch die 2.
Mannschaft konnte in der 1. Halbserie die Leistungen aus dem
vorangegangenen Spieljahr nicht erreichen und belegte einen Platz im
unteren Tabellenfeld.
Die 1. Junioren-Mannschaft erreicht zum Ende der 1.
Halbserie einen vorderen Platz in der Staffel VI. der
Junioren-Bezirksklasse. Zu beklagen war, dass mit der
Bezirksklassen-Reserve eine weitere Männermannschaft wegen
Besetzungsschwierigkeiten aus dem Spielbetrieb zurückgezogen werden
musste.
Zum Abschluss des Jahres 1964 wurden zwei
Beschlüsse, den Kinder- und Jugendsport betreffend, veröffentlicht:
- Einführung von Kinder- und
Jugendspartakiaden in den Kreisen und Bezirken unter Einbeziehung
des Nachwuchsfussballs ab 1965
sowie
- Errichtung einer Staffel Bezirks-Jugendliga
unter Wegfall der bisherigen Jugend-Bezirksklassen, Bildung von
bereichsklassen für die besten Jugendmannschaften in den Kreisen ab
Spieljahr 1965/66.
Am 17. Januar 1965 erfolgte der Start in die 2.
Punktspielhalbserie. Weder der 1. noch der 2. Mannschaft gelang es,
in dieser Spielserie das tatsächliche Leistungsvermögen zu
erreichen. Der 6. Tabellenplatz für die 1. Mannschaft und ein
Mittelfeldplatz für die 2. Mannschaft zum Saisonende waren Zeugnis
für die nicht zufrieden stellenden Leistungen. Nicht nur in den
Platzierungen fanden die Leistungen der Mannschaften ihren
Niederschlag, sondern auch an dem Rückgang der Zuschauerzahlen. War
in den zurückliegenden Jahren ein Zuspruch von 2000 bis 3000
Zuschauern je Spiel zu verzeichnen, so besuchten in der Saison
1964/65 nur noch durchschnittlich 1500 Zuschauer die Spiele der 1.
Mannschaft. Wenn auch die Leistungen im Männerbereich nicht den
Erwartungen entsprachen, so konnte vor allem die erste Juniorenelf
eine Leistungssteigerung im Nachwuchsbereich unter Beweis stellen.
Der 1. Junioren-Mannschaft gelang unter der Leitung ihres
Übungsleiters Günter Rebhan sowie ihres Betreuers Ronald Vetter
nicht nur der Staffelsieg in der Bezirks-Juniorenklasse Staffel VI,
sondern nach dem erfolgreichen Abschluss der Aufstiegsspiele die
Qualifikation für die Bezirksjuniorenliga Halle im Spieljahr
1964/65. Das gute Leistungsvermögen stellt die Mannschaft auch mit
einem 2. Platz beim sehr gut besuchten Osterturnier in Steinach
unter Beweis.

Die 1. Knaben-Mannschaft wurde Kreisbester 1964/65.
Bevor die neue Spielserie 1965/66 begonnen hatte,
gab es wieder einmal neue Beschlüsse zum Spielbetrieb, so z.B.:
- ab Spieljahr 1965/66 wurde der Spielbetrieb
mit Kindern unter 10 Jahren eingeführt,
- ab Spieljahr 1965/66 spielte die
Bezirksliga ohne Reserve; die Bezirksligareserve unseres Vereins
wurde unter der Bezeichnung Motor Köthen 3. in die 1. Kreisklasse
eingeordnet,
- ab der Saison 1965/66 umfasste die
Bezirksliga nur noch 26 Mannschaften in 2 Staffeln mit je 13
Mannschaften
- ab der Serie 1966/67 spielte die
Bezirksliga in 2 Staffeln mit je 10 Mannschaften und mit Beginn der
Serie 1967/68 in einer Staffel mit 16 Mannschaften.
Die Vorbereitung auf das neue Spieljahr 1965/66
stand nicht gerade unter einem guten Stern. Trainer Kulitze beendete
seine Tätigkeit in Köthen. Ein neuer Trainer stand nicht zur
Verfügung. Erfreulicherweise stellte sich der Sportkamerad Heinz
Thiele - bis dahin Betruer der 1. Mannschaft - als Übungsleiter zur
Verfügung und übernahm die verantwortungsvolle Aufgabe. Abgänge von
Stammspielern während bzw. nach der Spielserie schmälerten trotz der
Zugänge von Leschinsky, Pl. Kusmierek und Hoja (Tor) das
Leistungsvermögen der 1. Mannschaft. Die Situation veranlasste die
Tageszeitung "Freiheit" am 09. August 1965 folgenden Artikel zu
veröffentlichen:
"Wer spielt für Motor "
Tor:
Reichert, Hoja
Abwehr:
Grabe, Beck, Januschkowsky, Rehsack, Leschinskyx, E. Mann
Läufer:
Paasch, Lehmann
Sturm:
Fesser, Alsleben, P. und E. Kusmierek, Fischmann, Mader
Abgänge:
Eiserich, Schülke, Kaiser, Apfelbaum
Am 21. August 1965 erfolgte der Start in die
Spielserie 1965/66 mit dem 1 . 0-Heimsieg der 1. Motorelf vor 1500
Zuschauern gegen Stahl Thale. Die 2. Mannschaft spielte weiterhin in
der Bezirksklasse Staffel 2 und erreichte im ersten Saisonspiel ein
2 : 2-Unentschieden in Wörlitz. Die 1. Junioren-Mannschaft startete
mit dem 1 : 1-Unentschieden im Heimspiel gegen Chemie Zeitz in der
Bezirksjuniorenliga.
Die 3. Männermannschaft, hat die 2. Juniorenelf, die
Jugend-Mannschaft, die Schüler- und Knabenmannschaft beteiligten
sich am Punktspielbetrieb im Kreis Köthen.
Erfreulich war, dass wieder Erwartungen die 1.
Mannschaft nach der 1. Halbserie den 5. Platz und die 1.
Junioren-Mannschaft den 3. Platz in ihrer jeweiligen Spielklasse
einnahmen. Der vorletzte Platz der 2. Mannschaft war dagegen Anlass
zur Besorgnis.
Im Februar 1966 fanden die Neuwahlen zum
Kreisfachausschuss Fussball statt. Unsere Sportkameraden Ronald
Vetter (Vorsitzender des KFA) und Helmut Gehre (Spielkommision)
übernahm vorgenannte Funktionen im KFA. Während der
Wahlveranstaltung erhielten unsere Mitglieder Kurt Franke, Siegfried
Langanke und Oswald Eckart Ehrungen für ihre langjährige
ehrenamtliche Mitarbeit im Verein. Sie seien an dieser Stelle
stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helfer genannt, ohne
die der Spielbetrieb und das Vereinsleben nicht durchführbar gewesen
wären.
Am 09. Januar 1966 wurde der Punktspielbetrieb
wieder aufgenommen. Die 1. Mannschaft belegte am Ende der Saison
1965/66 den 4. Platz in der Staffel Nord der Bezirksliga Halle. Die
5 : 2-Niederlage im letzten Punktspiel bei Einheit Wittenberg
brachte für unsere 2. Mannschaft nicht nur den vorletzten
Tabellenplatz, sondern gleichzeitig den Abstieg in die 1.
Kreisklasse. Die 1. Junioren-Mannschaft konnte den Verbleib in der
Bezirksliga sichern. Alle anderen im Kreismassstab spielenden
Mannschaften konnten im Verlauf der Soielserie 1965/66 keine
herauszustellenden Leistungen erringen.
Den Abschluss bildeten für die 1. Mannschaft
verschiedene Freundschaftsspiele, u. a. gegen Vorwärts Dermbach (3 :
2), Vorwärts Meiningen (1 : 1), Fortschritt Neustadt-Glewe (5 : 3).
In Vorbereitung auf die neue Saison 1966/67 führte
die 1. Mannschaft Vergleiche in der Zeit vom 20. bis 26. Juli 1966
in Polen durch. Diese Spiele wurden erst nach Vermittlung und
Unterstützung des Trägerbetriebes "Förderanlagenbau" und der Leitung
der BSG Motor - Fritz Hannemann - möglich.
Gegner waren:
- Sidrka Tarnolerzeg (III. polnische
Division)
Ergebnis: 2 : 2-Unentschieden
- Wisloka Debica
Ergebnis: 5 : 0-Sieg
unserer Elf
In den Vergleichen kamen folgende Spieler zum
Einsatz:
Reichert, E. Mann, Weber, Lehmann, P. Kusmierek,
Leschinsky, Kautetzky, Hoja, Grabe, Beck, E. Kusmierek, Paasch,
Lewandrowski
Doch bevor die gezielte Vorbereitung auf die neue
Saison beginnen konnte, waren von der Leitung der Sektion einige
Probleme zu lösen. Die unbefriedigenden Ergebnisse im Kinder- und
Jugendbereich galt es auszuwerten und Schlussfolgerungen zu ziehen.
Die Leitung entschied sich, eine völlig selbstständig arbeitende
Jugendabteilung aufzubauen und weitere Übungsleiter für diesen
Bereich zu gewinnen. Das Problem des Trainers für die 1. Mannschaft
konnte mit der Einstellung des Sportkameraden Rudolf Büttner (Zeitz)
gelöst werden. Die Gewinnung von Neuzugängen für die 1. Mannschaft
musste nach den Abgängen von Alsleben und Januschkowsky dringend in
Angriff genommen werden. Diese Problematik gewann unter bezug auf
den Beschluss des BFA Halle, in der Saison 1966/67 mit einer Staffel
Bezirksliga - 20 Mannschaften - zu spielen, an besonderer Priorität.
Folgende Mannschaften gehörten der Bezirksliga an:
Fortschritt Weissenfels, Motor Ammendorf, Stahl
Eisleben, Chemie Zeitz II., Chemie Wolfen, Stahl Thale, Stahl
Sangerhausen, Stahl Helbra, Vorwärts Wolfen, Empor Halle, Chemie
Buna Schkopau, Lok Halle, Aktivist Buna, Traktor Teuchern, Chemie
Greppin, Motor Köthen, Stahl Hettstedt, Aktivist Gräfenhainichen,
TSG Naumburg und Turbine Halle.
Das bedeutete für jede Mannschaft insgesamt 38
Pflichtspiele zu absolvieren. Weiterhin nahm unser Verein den
Pflichtspielbetrieb 1966/67 mit folgenden Mannschaften auf:
- 2. Mannschaft in der 1. Kreisklasse
- 1. Junioren in der Bezirksjuniorenliga
- 2. Junioren
)
- Jugend
) im Kreis
- 2 Schülermannschaften
)
- 2 Knabenmannschaften
)
Am 13. August 1966 wurde der Punktspielbetrieb
aufgenommen.
Nachdem bereits die 3. Männermannschaft wegen
Spielermangel vor dem Punktspielstand zurückgezogen werden musste,
folgte im November 1966 die zweite Juniorenelf.
Zum Abschluss der 1. Halbserie belegte die 1.
Mannschaft den 14. Tabellenplatz. Erfreulich waren die errungene
Herbstmeisterschaft der 2. Mannschaft in der 1. Kreisklasse und der
Kreismeistertitel der Jugendmannschaft, die zugleich die Teilnahme
an den Aufstiegsspielen zur Jugendliga ermöglichten. Wiederholt
konnte die Jugendmannschaft die Aufstiegsspiele nicht erfolgreich
abschliessen und verblieb in der Kreisklasse.
Bereits am 08. Januar 1967 wurden die Punktspiele
der 2. Halbserie begonnen. Nach der Auftaktniederlage bei Chemie
Zeitz II steigerte sich die 1. Mannschaft in den folgenden
Pflichtspielen und belegte am Ende der Saison den 9. Platz, der den
Verbleib in der Bezirksliga sicherte.
Folgende Stammspieler kamen zum Einsatz:
Reichert, E. Mann, Walz, Apfelbaum, P. Kusmierek,
Leschinsky, Lewandrowski, Hoja, Grabe, Fischmann, E. Kusmierek,
Paasch, Kautetzky und Hänsch.
Die 2. Mannschaft steigerte sich ebenfalls in der 2.
Halbserie und erreichte den Kreismeistertitel mit einem
Torverhältnis von 69 : 27 und 41 : 7 Punkten.
Folgende Spieler kamen zum Einsatz:
Schröder, Gründel, Leuchte, Heinze, Finze,
Hoffmann, Reichert, Parys, Juschka, Goller, Beck, Klotsch, Börner,
Fesser, Wegener, Lehmann und Sattler.
Betreut wurde die Mannschaft von den Sportkameraden
Vetter und Nowak. Leider konnte die Mannschaft die Aufstiegsspiele
zur Bezirksklasse nicht erfolgreich gestalten. Sie verblieb in der
1. Kreisklasse. Die 1. Junioren-Mannschaft schaffte auch in dieser
Saison den Klassenerhalt in der Bezirksliga.
Der Punktspielstart 1967/68 erfolgte am 12. August
1967 auf der Bezirksebene. Mit Beginn der Saison wurde allen
Mannschaften bis zur Ebene der Bezirksklasse das Auswechselrecht (2
Spieler) wieder ermöglicht. Die Bezirksliga war auf 16 Mannschaften
reduziert worden und hatte nach dem Abstieg von Motor Dessau wieder
einen besonderen Reiz. Grosse Veränderungen gab es in der 1.
Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison nicht. Kurt Finze hütete
anstelle von Gerhard Reichert das Tor und P. Kusmierek verliss
unseren Verein. Zeitweilig spielten Sportkameraden von der
sowjetischen Fliegergarnison in Köthen mit. Die Spielklassen aller
anderen am Punktspielbetrieb teilnehmenden Mannschaften änderte sich
gegenüber der Vorsaison nicht.
Nach derber 5 : 1-Niederlage im ersten Punktspiel
bei Chemie Bitterfeld konnte sich unsere 1. Mannschaft relativ
schnell wieder fangen und ab der 2. Hälfte der 1. Halbserie viele
positive Ergebnisse erreichen.
Besonders herauszuheben war der erneute 2 : 1-Sieg
beim DDR-Liga Absteiger Motor Dessau vor 3700 Zuschauern. Am Ende
der 1. Halbserie belegte unsere Mannschaft hinter Chemie Buna
Schkopau und Chemie Wolfen den 3. Tabellenplatz. Zum Abschluss des
Jahres 1967 spielte unsere 1. Mannschaft gegen den polnischen
Drittdivisionär Warta Posen und unterlag mit 1 : 3 Toren.
Sehr schwankende Leistungen lieferte die 2.
Mannschaft in der 1. Halbserie der 1. Kreisklasse ab. Am Ende gab
dies eine Platzierung im unteren Mittelfeld.
Recht ansprechend waren die Leistungen der 1.
Junioren-Mannschaft in der Bezirksliga und der 1. Jugend-Mannschaft
in der Kreisklasse.
Am 06. Januar 1968 begannen die Pflichtspiele der 2.
Halbserie 1967/68. Im gleichen Monat wurden in Rahmen der Wahl des
Kreisfachausschusses Fussball (KFA) unsere Sportkameraden Karl-Heinz
Schulze, der gleichzeitig Sektionsleiter Fussball in unserem Verein
war (Rechtskommission). Paul Thamm (Vorsitzender Trainerkommission)
in dieses Gremium aufgenommen.
Am Ende der Serie 1967/68 erreichte die 1.
Mannschaft nach recht ansprechenden Leistungen den beachtenswerten
3. Platz hinter Chemie Wolfen und Chemie Buna Schkopau.
Folgende Stammspieler waren an diesem Erfolg
beteiligt:
Finze, Grabe, Apfelbaum, Anton, E. Mann, Walz,
Fischmann, Mader, Leschinsky, Paasch, Kusmierek, Hänsch und
Lewandrowski.
Der 2. Mannschaft gelang auch in der 2. Halbserie
keine nennenswerte Steigerung, so dass sie in der Endabrechnung
nicht über einen 7. Platz in der 1. Kreisklasse hinauskam.

Erfreulich waren im Nachwuchsbereich die weitere
Sicherung der Bezirksliga durch die 1. Junioren-Mannschaft und die
Erreichung des Kreismeistertitels durch die 1. Jugend-Mannschaft.
Zuvor genannte Mannschaft konnte sich damit für die
Jugend-Bezirksklasse qualifizieren. Dagegen konnten die Ergebnisse
des gesamten Nachwuchsbereiches während der Kinder- und
Jugend-Spartakiade 1968 in keinem Fall zufrieden stellend sein.
Unser Verein reichte in keiner Altersklasse eine vordere
Platzierung.
Vor dem Start in die Spielserie 1968/69 gab es
einige Veränderungen in der 1. Mannschaft.Während der Sportkamerad
Leschinsky unseren Verein verliess, kamen die Sportkameraden
- Manfred Alsleben
(zurück von Motor Dessau)
- Peter Leubner
(Neuzugang von Dynamo Halle-Süd)
- Hartmut Straufl
(Neuzugang von Aktivist Edderitz)
- Rüdiger Kautetzki
(Wehrdienst beendet)
- Dieter Weber
(Wehrdienst beendet)
hinzu. Ergänzt wurde die Mannschaft durch die
Nachwuchsspieler Peter Rothe und Rainer Alsleben. Zu diesem
Zeitpunkt hatte die Stamm-Mannschaft ein Durchschnittsalter von etwa
25 Jahren.
Zur Vorbereitung auf die Punktspielserie 1968/69
bestritt die 1. Mannschaft einige Freundschaftsspiele und schloss
dies mit guten Ergebnissen ab. So konnte unter anderem gegen die
DDR-Liga-Elf von Vorwärts Leipzig ein 1 : 1-Unentschieden und gegen
die DDR-Liga-Elf Dynamo Schwerin sogar ein 4 : 3-Sieg erreicht
werden.
Am 17. August 1968 begannen die Punktspiele für die
1. Mannschaft gleich mit einer Heimniederlage mit 3 : 0 Toren gegen
Empor Halle. Den verkorksten Start bügelte die Mannschaft mit einem
3 : 1-Sieg in Ammendorf aus.
Neben der 1. Mannschaft trugen in dieser Saison die
1. Junioren (Bezirksjunioren-Liga) und die 1. Jugend
(Jugend-Bezirksklasse) ihre Pflichtspiele auf Bezirksebene aus. Die
2. Männermannschaft sowie die 2. Junioren-Mannschaft, 2.
Jugend-Mannschaft, Schüler- und Knaben-Mannschaft bestritten die
Punktspiele auf Kreisebene.
Während die 1. Mannschaft eine relativ gute 1.
Halbserie spielte und diese mit dem 5. Platz abschloss, konnten die
Leistungen der 1. Junioren-Mannschaft (8. Platz) und die 2.
Mannschaft (7. Platz) nicht überzeugen. Die 1. Jugend-Mannschaft als
Neuling in ihrer Spielklasse belegte einen Spitzenplatz.
Zum Jahresende 1968 gab es Veränderungen auf dem
"Trainerstuhl" der 1. Mannschaft. Im beiderseitigen Einvernehmen
wurde die zwischen unserem Verein und dem Trainer Rudolf Büttner
bestehende vertragliche Vereinbarung zum 31. Dezember 1968
aufgelöst.
Der Sportkamerad Heinz Rapior übernahm ab den 01.
Januar 1969 wieder das Traineramt.
Ab den 11. Januar 1969 wurde der Punktspielbetrieb
mit Beginn der 2. Halbserie fortgesetzt. Leider konnte die 1.
Mannschaft die in der 1. Halbserie nachgewiesene Leistungssteigerung
nicht wiederholen und damit die Erwartungen nicht erfüllen. Sie
erreichte zum Saisonende nur den 9. Tabellenplatz.

Auch die 2. Mannschaft konnte sich nicht mehr
steigern und belegte am Saisonende den 8. Platz. Noch schlimmer traf
es die 1. Juniorenelf. Der vom Übungsleiter Hans Laufs betreute
Mannschaft gelang es in die Spielserie 1968/69 nicht, die
Spielklasse zu halten und damit dem Abstieg zu begegnen.
Erfreulich dagegen war die Leistung der vom
Übungsleiter Günter Rebhan betreuten 1. Jugend-Mannschaft. Sie
schloss die Spielserie als Staffelsieger ab und qualifizierte sich
damit für die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur
Jugendbezirksliga. Nach dem erfolgreichen Abschluss der
Aufstiegsspiele stieg die Mannschaft in die Jugend-Bezirksliga auf.
Am 25. April 1969 verstarb nach langer, schwerer
Krankheit der verdienstvolle Sportkamerad und Fussballfunktionär
unseres Vereins Karl-Heinz Schulze. Für ihn übernahm der
Sportkamerad Heinz Katzer die Leitung der Sektion Fussball der BSG
Motor Köthen.
Mit Weitblick nahm Trainer Rapior die Förderung der
sich im Juniorenbereich anbietenden Nachwuchsspieler in Angriff.
Bereits ab dem Monat Februar 1969 gehörten die Nachwuchsspieler
Walter Jänicke (Torhüter) und Gerhard Grabowski (Stürmer) dem
Trainingskollektiv der 1. Mannschaft an. Ihnen folgten die
Sportkameraden Giebler und Triesetau.
Vor dem Start in die Saison 1969/70 verliess Egon
Kusmierek unseren Verein. Torhüter Kurt Finze beendete seine
Laufbahn. Zur 1. Mannschaft hinzu kamen die Sportkameraden Preska,
Galka, Jünemann (Fortschritt Weissenfels) und aus dem
Nachwuchsbereich die Sportkameraden Jänicke und Giebler. Aus dem
überwiegend erhaltenen Spielerstamm der Serie 1968/69 und den
vorgenannten Spielern gelang es Trainer Rapior wieder, eine
schlagstarke Mannschaft zu formen. Diesen Eindruck konnte die
Mannschaft bereits in den Freundschaftsspielen vor dem
Punktspielstart unter Beweis stelle.
Im ersten Punktspiel am 02. August 1969 gegen den
alten Kontrahenten Chemie Buna Schkopau gelang der Mannschaft ein
eindrucksvoller 5 : 2-Sieg und damit ein guter Start in die Saison.
Ende des Monats August bzw. Anfang September
begannen auch für die 2. Mannschaft, die neu gebildete und der 3.
Kreisklasse zugeordneten 3. Mannschaft, die Jugend-Bezirksliga-Elf,
die in die neu gebildete Junioren-Bereichsklasse spielende 1.
Juniorenelf und für die restlichen in der Kreisebene eingeordneten
Nachwuchsmannschaften die Punktspiele.
Doch bereits im Monat Oktober 1969 mussten die drei
Knabenmannschaften wieder aus dem Spielbetrieb zurückgezogen werden.
Die 1. Mannschaft konnte im Verlauf der 1. Halbserie
die gewachsene Spielstärke auch mit einer Platzierung im
Spitzenbereich der Bezirksliga nachweisen. Nach dem Auswärtsspiel
gegen Chemie Bitterfeld am 08. November 19969, das mit dem Ergebnis
von 1 : 1 endete, gelang ihr der Gewinn der inoffiziellen
Herbstmeisterschaft. Doch eine Serie von schwerwiegenden
Verletzungen bei einigen Leistungsträgern, die nicht gleichwichtig
ersetzt werden konnten, beeinträchtigten das Leistungsvermögen der
Mannschaft sehr stark. Der Abfall der Mannschaft in der bereits am
23. November 1969 begonnenen 2. Halbserie auf den 5. Tabellenplatz
zum Jahresende 1969 war berechtigter Ausdruck dafür. Zum Ende der 1.
Halbserie belegten die 2. Mannschaft den 6. Platz in der 1.
Kreísklasse und die 3. Mannschaft den 1. Platz in der 3.
Kreisklasse.
In der Saison 1969/70 erkämpfte die 1. Mannschaft
von Motor Köthen nach dem 20. Spieltag den 5. Platz in der
Bezirksliga Halle. Die Erfolge unserer 1. Mannschaft wechselten sich
mit Niederlagen ab. Im Duell mit dem Traditionsrivalen Motor Dessau
ging unsere Mannschaft mit einem 2 : 1-Sieg vom Platz. Strauss
schoss beide Tore.
Ein bedeutendes Unentschieden errang die 1.
Männermannschaft in Thale. Nach dem 0 : 2 kam Motor durch Tore von
Alsleben und Walz zum Ausgleich. Am letzten Spieltag (18.04.1970)
erzielte die 1. Mannschaft ein 2 : 2-Unentschieden gegen Helbra. Mit
diesem Spielausgang belegte die Mannschaft einen 6. Platz.
Unsere 2. Mannschaft verbesserte sich durch einen
Sieg in Radegast von Platz 11 auf Platz 9, am Saisonende wurde der
10. Platz erreicht. Die Torschützen waren die Sportfreunde Wegener,
Ratke, Frank. In der Torschützenliste der 2. Mannschaft erscheint
immer häufiger H. Preska. unter anderem erzielte er in der Begegnung
mit Dynamo Köthen-Porst alle 3 Tore zum 3 : 2-Sieg.
Die 3. Mannschaft erzielte einen guten 4. Platz in
der 2. Kreisklasse.
Die Nachwuchsmannschaften waren derzeit in der
Winterpause - nur im Männerbereich wurde durchgespielt.
Die von Manfred Alsleben trainierte
Schülermannschaft erkämpfte sich in der IHS-Halle den
Hallenkreismeistertitel und qualifizierte sich für die
Bezirksmeisterschaft in der ZAB-Halle in Dessau.
Berichte, Tabellen und Übersichten der
Nachwuchsmannschaften sind leider sehr dürftig in den Zeitungen
erschienen.
Die 1. Juniorenmannschaft und die Jugend spielten in
der Bezirksliga, die 2. Juniorenmannschaft und die Schüler- und
Knabenmannschaft spielten in der Kreisklasse.
Das Ziel der 1. Mannschaft der Saison 1970/71 hiess
wieder Klassenerhalt in der Bezirksliga Halle. Inzwischen war auch
der Sportfreund Kaiser zur 1. Motor-Mannschaft zurückgekehrt. W.
Kaiser spielte 4 Jahre für Vorwärts Meiningen und war in der
DDR-Liga einer der erfolgreichsten Stürmer. Seine fussballerischen
Qualitäten sollte er nun in das Stürmerspiel unserer Elf einbringen.
Die erste Halbserie 1970/71 schloss die 1. Mannschaft mit einem 8.
Platz in der Tabelle der Bezirksliga Halle ab.
Ein wichtiges Ergebnis wurde am 06.03.1971 gegen
Stahl Thale mit dem 1 : 0-Sieg für unsere Mannschaft erzielt.
Kautetzki erzielte den Siegestreffer nach der Vorlage von W. Kaiser.
Presseberichtserstatter D. Kaatz lobte alle Spieler, besonders die
Sportkameraden Reichert und Grabe sowie Nr. 11 - Kautetzki.
Häufigster Torschütze war neben Kautetzki W. Kaiser. Natürlich
folgten auch Niederlagen. Bei fehlender Kampfmoral, wie z.B. in
Ammendorf, wurde eine 1 : 4-Niederlage zugelassen. Am Ende belegte
die 1. Mannschaft von Motor Köthen den 8. Tabellenplatz.
Eine ähnliche Platzierung erreichte mit dem 9. Platz
die 2. Männermannschaft. Zu den erfolgreichsten Torschützen zählten
die Sportkameraden Hamann, Niemann, Wegener und Dorias.
Die 3. Männermannschaft belegte in der 2.
Kreisklasse den 1. Platz, konnte aber leider nicht in die 1.
Kreisklasse aufsteigen.
Unsere 1. Junioren-Mannschaft erkämpfte am Ende der
Halbsaison Platz 5 in der Bereichsklasse. Die Jugendmannschaft
spielte unter dem Trainer H. Laufs auf Bezirksebene.
Am 17.04.1971 fand das Premierespiel unserer
Damenmannschaft statt. Als Vorbegegnung vor dem Spiel der 1.
Mannschaft wurde Aufbau Nienburg Damen mit einem 4 : 0-Spielstand
besiegt. Die dreifache Torschützin war Elke Höppner.

Ständiger und treuer Gefährte auf unseren Fahrten zu
den Auswärtsspielen war der sogenannte "Motor-Bus". Durch
Unterstützung des Trägerbetriebes waren die Fährleistungen
abgesichert. Erinnert sei hiermit an die Busfahrer Ernst Nitsche,
Herbert Thiel, Klaus Worm und Walter Vogel.

Nach 20 Spieltagen der Saison 1971/72 am 01.04 1971
stand unsere 1. Mannschaft auf Platz 11. Nach dem Eigentor von Grabe
bei Vorwärts Wolfen glich Kaiser mit Winkelprobe noch aus.
In Wolfen spielten für Motor-Köthen:
Faber, Preska, Sänger, Sachse, Kaiser, Binkau,
Mann, Fischmann, Walz, Alsleben und Kautetzki.
Weitere unnötige Niederlagen in den darauf folgenden
Spielen steuerten das Mannschaftsschiff in den Abstiegsbereich. Erst
eine Leistungssteigerung in den letzten drei Punktspielen mit zwei
Siegen (Ammendorf mit 5 : 2-Erfolg und Eisleben mit 3 : 0-Erfolg)
und einem Unentschieden (in Piesteritz) brachte den Klassenerhalt.
Die 2. Männermannschaft war immer auf Tuchfühlung
zum Spitzenreiter der 1. Kreisklasse und konnte am Ende einen 4.
Platz belegen. Ebenfalls stark war unsere 3. Männermannschaft, die
einen 3. Platz sichern konnte.
Erstmalig bestritten in der Saison 1971/72
Kindermannschaften (Kinder unter 10 Jahren) Vergleichsspiele auf
Kreisebene. Die 1. Kindermannschaft unseres Vereins belegte nach dem
Abschluss der Spielserie den 2. Platz, die 2. Kindermannschaft
erreichte den 4. Tabellenplatz. Nicht nur die vorgenannten
Ergebnisse der Kindermannschaften sondern auch die vom Knaben-,
Schüler-, Jugend- und Juniorenmannschaften erreichten Ergebnisse in
den jeweiligen Spielklassen bzw. im Rahmen der Kinder- und
Jugendspartakiaden waren der Nachweis für eine intensivere und
qualitative Verbesserung der Nachwuchsarbeit im Verein. Dazu trugen
im Wesentlichen die Übungsleiter, die sich aus den Reihen Aktiver
bzw. ehemaliger Aktiven rekrutierten bei.
Nachwuchsmannschaften zu Beginn der 70-iger
Jahre


Der für den als Spielertrainer in der Saison 1971/72
fungierende Sportkameraden Hans-Dieter Grabe in der neuen Saison
1972/73 eingesetzte Trainer Heinz Dreher versuchte junge Spieler in
das Mannschaftsgefüge schrittweise einzubauen. Diese Bemühungen
führten aber nicht zu dem erhofften Erfolg. Zum Ende des Monats März
1973 nahm unsere 1. Mannschaft den letzten Tabellenplatz in der
Bezirksliga ein. Niederlagen waren meistens das Ergebnis am
Wochenende. Als Beispiel sei die Begegnung bei Vorwärts Wolfen
genannt, die mit einer 0 : 10-Niederlage endete. Eingesetzte
Juniorenspieler wie Viertel, Pixenberger, Radtke, Greue und K. Heger
waren sicherlich überfordert.
Drei Spieltage vor Saisonende war der Abstieg
besiegelt.
Die 2. Männermannschaft blieb mit einem 7. Platz
Mittelmass und die 3. Männermannschaft schaffte wiederum mit Rang 3
eine gute Platzierung.
Die Knabenmannschaft erreichte den 2. Platz im Kreis
und die Kinder wurden Kreismeister.
Die Jugendmannschaft verpasste in dieser Saison
knapp den Aufstieg in die Bezirksliga.

Erfolgreicher waren unsere Junioren, die unter Klaus
Reinicke den Juniorenbereichsmeister holten und nach 1972 auch 1973
den "Junge-Welt"-Pokal erkämpften.

Die 1. Mannschaft im Banne des Ab- und Aufstiegs
Vor dem Punktspielstart der 1. Mannschaft in die
Bezirksklassensaison 1973/74 verliess Trainer Dreher erneut unseren
Verein. Der Sportkamerad Heinz Thiele übernahm die Funktion des
Übungsleiters der 1. Mannschaft. Nach einer relativ guten
Vorbereitung der Mannschaft liess die von der neuen Sektionsleitung
- Sektionsleiter der Sportkamerad Joachim Berg - gesetzte
Zielstellung: sofortiger Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Dem
entsprechend gestaltete die Mannschaft auch den Punktspielstart. im
Kreisderby gegen Stahl Aken gelang ein überzeugender Sieg. Leider
konnte die Leistung in den Folgespielen nicht immer abgerufen
werden. Das führte unweigerlich zu Punkteinbusen wie u.a. in den
Spielen gegen Aktivist Friedenshall und Blau-Weiss Dölau. Am
Saisonende fehlten unserer Mannschaft 7 Pluspunkte gegenüber dem
Staffelsieger Empor Zörbig. Das bedeutete ein weiterer Verbleib in
der Bezirksklasse.
Die neu formierte Juniorenmannschaft belegte in der
Bereichsklasse den 10. Platz. Peter Franzak war zu dieser Zeit
Trainer der Junioren und sorgte für Aufstehen, wenn er mit seinem B
1000-Armee-Krankenfahrzeug zum Training und Spiel am Stadion
erschien.
Unsere Schülermannschaft, die zu diesem Zeitpunkt
die Vorbegegnung zum Spiel der Junioren absolvierte, belegte den 2.
Platz in der Bereichsklasse.
Am Ende der Punktspielsaison 1973/74 belegte die 2.
Männermannschaft den 4. Tabellenplatz in der 1. Kreisklasse und der
3. Männermannschaft den 2. Tabellenplatz in der 2. Kreisklasse.
Beide Mannschaften bestimmten mit ihren Leistungen in ihrer
jeweiligen Spielklasse das Leistungsvermögen entscheidend mit.
Ganz Deutschland lag im Juli 1974 im Fieber der
Fussball-WM.
Die Spiele fanden in der Bundesrepublik statt. Das
mit Spannung erwartete Vorrundenspiel BRD-DDR in Hamburg endete mit
einem 1 : 0-Sieg der DDR.
Der Ansporn durch die WM 74 und natürlich der
WM-Titel für Deutschland sollte nun hinsichtlich des Wiederaufstiegs
für unsere 1. Männermannschaft enorme Reserven frei setzen.
Unter anderem wurde für die neue Saison 1974/75 der
ehemalige Trainer H. Rapior wieder verpflichtet. Sektionsleiter J.
Berg unternahm grosse Anstrengungen, sportliche Belange mit
betrieblichen Erfordernissen in Einklang zu bringen.
Die Vorbereitungsspiele gegen Bezirksliga- und
DDR-Liga-Mannschaften wurden sehr achtbar bestritten.
Nach einem 2 : 1-Sieg gegen TUS-Fortschritt
Magdeburg wurde gegen DDR-Ligisten Motor Ludwigsfelde nur knapp mit
1 : 2 verloren und gegen Motor Babelsberg mit 3 : 2 gewonnen.
Punktspielstart in der Bezirksklasse war der
31.08.1974 mit einem mageren 1 : 1-Unentschieden bei Aufsteiger
Reideburg trotz 10 : 2-Eckenstand für Motor. Siege wie das 6 : 1
über Neutz und das 2 : 1 in Sandersdorf liessen die erhoffte
Tabellenspitze näher kommen.
Das für den 21.09.1974 mit Spannung erwartete
Heimspiel gegen Motor Gröbzig wurde durch eine Zuschauerkulisse von
1200 Besuchern begleitet. In der sechzigsten Minute wurde W. Kaiser
an der Aussenlinie gefoult, danach der Gröbziger Abwehrspieler und
ebenfalls der aufgebrachte Gröbziger Torwart vom Platz gestellt.
Plötzlich flog eine Bierflasche durch die Luft und verletzte den
Gröbziger Spieler R. Sachse am Kopf. Der Spieler Sachse blutete,
Konsequenz des Schiedsrichters: Spielabbruch in der 65. Minute. Die
1. Mannschaft von Motor Köthen führte zu diesem Zeitpunkt durch ein
Elfmetertor von R. Funke mit 1 : 0. Darauf folgend tagte das
Sportgericht in Halle und es wurde entschieden, dass die 1.
Mannschaft von Motor Köthen beide Punkte verliert und die nächsten 4
Heimspiele in Schortewitz zu absolvieren hatte.
Durch diesen Punktverlust fehlten zum Schluss zwei
Punkte zum Staffelsieg. Der Staffelsieger Blau-Weiss Dölau konnte im
Heimspiel am 12.04.1975 mit einem 3 : 1-Sieg vor ca. 800 Zuschauern
bezwungen werden (Torschützen Orzech, Niemann, Sänger).
Trainer Rapior zog sich noch während der letzten
Spiele zurück und quittierte seine Funktion.
In der 1. Kreisklasse belegte unsere 2. Mannschaft
nach Saisonschluss den 8. Platz. Unsere Juniorenabteilung (17 und 18
Jahre) startete in dieser Saison mit zwei Mannschaften.
Die 2. Junioren-Mannschaft spielte in der
Kreisklasse. Sieger der Bereichsklasse und Aufsteiger zur
Bezirksliga wurde die 1. Junioren-Mannschaft. G. Rebhan und Betreuer
J. Erdmann formten eine sehr gute Mannschaft, deren Spieler eine
echte Bereicherung für die Männerelf wurden.

Trainer der 1. Mannschaft für die neue Saison
1975/76 wurde nun die Köthener Torwartlegende G. Reichert. Der
Punktekampf um die Spitze wurde in erster Linie mit Chemie
Bitterfeld ausgetragen. Eine 0 : 1-Niederlage gegen Bitterfeld auf
eigenem Platz begruben die Hoffnungen auf den Staffelsieg. Es
fehlten 5 Punkte zum Sieger Bitterfeld.
Die 2. Mannschaft kam am 10.04.1975 zu einem
bemerkenswerten 1 : 0-Sieg in Edderitz (Torschütze G. Mann). Mit
einem 4. Platz am Saisonende belegte die 2. Männer-Mannschaft
erstmalig wieder einen der vorderen Plätze.
Sportfreund Rebhan, der in der zurückliegenden
Saison die 2. Männer-Mannschaft trainierte, übernahm die 1.
Männer-Mannschaft kurz vor dem Saisonstart 1976/1977.
Wiederum spielte die 1. Männer-Mannschaft um die
Spitzenposition. Nach 21 Spieltagen lag die Elf auf Platz 2 hinter
Empor Halle.
Das wichtige Spiel gegen Dölau wurde mit 1 : 3
verloren und damit die Chance auf den Staffelsieg verpasst.
Unsere 3. Männer-Mannschaft war in der 2.
Kreisklasse erstmalig als Vorletzter platziert und knapp dem Abstieg
entgangen.
Die 1. Mannschaft wurde in der Saison 1977/78 durch
Trainer Rebhan weiter geformt und teilweise verjüngt. So kam am Ende
der Saison nur ein 5. Tabellenplatz heraus, der jedoch aufbauend
sein sollte für die nächsten Jahre.
Die 2. Männer-Mannschaft siegte mit 5 : 0-Toren
gegen Aken auf deren Sportstätte (Torschützen Junge, Funke, G. Mann,
Friedrich und Sänger). Für die 2. Männer-Mannschaft stand am Ende
der 7. Platz in der Tabelle.
Im Anschluss an die Saison kam es am 29.04.1978 zum
Kreispokalfinale in Edderitz. Chemie Osternienburg und unsere 1.
Männer standen sich gegenüber. Zur Halbzeit führte unsere Mannschaft
mit 3 : 0 durch Tore von Wischmann, Preska und Palme. Osternienburg
glich in der zweiten Halbzeit zum 3 : 3 aus und ging in der
Verlängerung sogar mit 4 : 3 Toren in Führung. U. Feldmeier schaffte
den 4 : 4-Ausgleich.
Im Elfmeterschiessen siegte Motor Köthen mit 8 : 5
Toren (Torschützen Apfelbaum, Preska, Gehlert und Palme) und wurde
Pokalsieger.

In der Saison 1978/79 führte unsere 1. Mannschaft
souverän nach 22 Spieltagen die Tabelle an. Selbst nach einer 2 :
5-Niederlage in Roitzsch führte die Elf noch mit 9 Punkten
Vorsprung. Eine Woche nach dem Roitzscher Spiel sicherte man sich im
Kreisderby gegen Porst mit einem 4 : 0-Sieg den Anspruch auf den
Staffelsieg.
Die 2. Mannschaft belegte den 8. Platz und die 3.
Mannschaft kam auf Platz 4. Mit dem Staffelsieg war die Teilnahme an
den Aufstiegsspielen gesichert.
Das erste Aufstiegsspiel fand in Bad Kösen statt.
Nach groben Abwehrfehlern lag die 1. Männer-Mannschaft mit 0 : 1
zurück, dann erfolgte der Ausgleichstreffer von J. Palme durch
Kopfstoss. Das wichtige erste Heimaufstiegsspiel wurde mit 2 : 1
gegen Hettstedt gewonnen. 1400 Zuschauer sahen Tore von Wischmann
und Bahn. Eine Woche später konnte auf neutralen Platz in Halle 8am
Zoo) gegen Mitkonkurrent Merseburg 1 : 1 gespielt werden (Torschütze
Niemann).
Das zweite Heimaufstiegsspiel gegen MK Allstedt
endete mit einem 3 : 1-Sieg unserer Mannschaft (Torschützen waren
vor 1300 Zuschauern Niemann, Preska und Kautetzki). Dieser Sieg
bedeutete schon vor dem letzten Spiel in Rosslau den Aufstieg in die
Bezirksliga (1100 Zuschauer). Die Niederlage mit 1 : 2 in Rosslau
(Torschütze Marek) konnte die Freude nicht verdecken, endlich wieder
den Aufstieg nach 6 Jahren in die Bezirksliga geschafft zu haben.
Gekrönt wurde der Aufstieg gleich mit der
Aufstiegsfeier in der Jägerklause zu Dessau. Zu Gast waren auch die
Liedlegenden wie "Ein weisser Schwan", "Ein Rollmops und ein Hering"
und " In Sumatra da ist was los". Als Vorgesangsbühne des Sptf. H.
Krähe diente ein Hochsitz im Vorgarten der Gaststätte.
Über die Nachwuchsbezirksliga gab es nur wenige
Quellenangaben in der Presse. Die Knaben- und Schülermannschaften
belegten die Plätze 4 und 6.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Saison 1978/79
beendete Trainer Rebhan aus gesundheitlichen Gründen seine
Tätigkeit. Nachfolger wurde der einseitige Mittelfeldspieler unserer
1. Mannschaft in den sechziger Jahren J. Lehmann. Die Vorbereitung
für die anstehende Bezirksligasaison erfolgte sehr konzentriert und
wurde mit den Neuzugängen wie Helmecke, Vatthauer, Schneider, Weile
und Zabel verstärkt.

Immerhin mussten Spieler ersetzt werden, unter
anderem R. Alsleben (Beinbruch in Roitzsch), G. Apfelbaum
(Laufbahnende), Marek (ging in seine Heimat nach Polen zurück) und
p.Leubner (Laufbahnende).
Vorbereitungsspiele wie z.B. gegen Bitterfeld 2 :
1-Sieg und in Neugattersleben 5 : 2-Sieg wurden absolviert.
Am 25.08.1979 erfolgtenun endlich das erste
Bezirksligapunktspiel der Saison 1979/80 gegen Motor Quedlinburg.
Vor über 1200 Zuschauern erzielten Kautetzki und Palme zweimal die
Führung, die wiederum durch die Mannschaft con Quedlinburg
ausgeglichen wurde. Motor vergab zu viele Chancen, ein Massstab der
Überlegenheit war ein 11 : 0-Eckstand bis zur Pause.
Auswärtsspiele wie der 1 : 2-Sieg in Ammendorf und
ein 0 : 0 bei Vorwärts Wolfen brachten unsere Mannschaft nach 5
Spieltagen den 11. Platz.
Die Spielerdecke wurde im Laufe der Saison für die
1. Männer-Mannschaft immer dünner und man musste feststellen, dass
ein Bezirksliganiveau schwer zu halten war.
So kam die 1. Männer-Mannschaft immer mehr in
Abstiegsnähe. Nach 24 Spielen belegte unsere Mannschaft nach
wichtigem 2 : 2-Unentschieden (Torschützen Helmecke und Palme) in
Weissenfels (Absteiger aus der DDR-Liga) den 13. Platz.
Weitere Niederlagen in Gräfenhainichen mit 0 :
3-Toren und in Köthen mit 0 : 1-Toren gegen Piesteritz brachten die
Mannschaft auf Abstiegsniveau.
Einen sensantionellen Sieg erkämpfte sich die 1.
Männer-Mannschaft am 10.05.1980 in Sangerhausen beim Spitzenreiter
(Aufsteiger in die DDR-Liga). Tore von Bahn und Niemann (Elfmeter)
führten zum Sieg, wobei unsere Torhüter "Charly" Gräfe in einer
Minute zwei Elfmeter parierte und durch diese grandiose Leistung den
Grundstein zum Sieg legte.
Die Siege gegen Lützkendorf mit 3 : 1 und bei
Turbine Halle sicherten den Klassenerhalt (Platz 12). Die 2.
Mannschaft unter Übungsleiter P. franzak spielte im Mittelfeld der
1. Kreisklasse und belegte den 8. Platz.
Für unsere 3. Mannschaft gab es einen guten 3. Platz
in der 2. Kreisklasse. Betreuer und Übungsleiter K. Heinze konnte
zufrieden sein. Unsere Junioren-Mannschaft AK 17/18 erspielte sich
in der Kreisklasse einen 2. Platz.
Mit Beendigung der Saison 1979/80 ging auch das
Traineramt von J. Lehmann zu Ende. Sportkamerad Lehmann konnte mit
seiner Mannschaft das erste Jahr in der Bezirksliga überstehen.
Als Nachfolger wurde E. Mann, ebenfalls langjähriger
früherer Fussballspieler der 1. Männer-Mannschaft, zum Übungsleiter
berufen. Ernst Mann komplettierte die Mannschaft mit Spielerzugängen
wie J. Weidig und B. Hoffmann.
Bis zur Halbserie stand die Mannschaft recht nahe
zum Abstieg auf Platz 13 und 14. Nicht im Spielerischen war das
bisherige Abschneiden zu suchen; es waren die ausgelassenen
Torchancen.
Mit dem Halbserienzugang des Sportfreundes M. Koch
aus Wieskau konnten wieder Tore erzielt werden. Allein bei Empor
Halle erzielte M. Koch alle drei Tore zum 3 : 0-Sieg und legte durch
weitere Tore den Grundstein für einen sehr guten 7. Platz am Ende
der Saison.
Bemerkenswert für diese Saison war, dass die
Mannschaft in den letzten 14 Spielen nur noch einmal verlor. Auch in
dieser Saison waren die Heimspiele mit über 1000 Zuschauern gut
besucht, z.B. gegen Merseburg (1300 Zuschauer) und gegen
Aschersleben (1100 Zuschauer).
Die 2. Mannschaft belegte nun endlich einmal einen
vorderen Platz in der Kreisklasse (Platz 4). Erfahrenen Spieler wie
Kautetzki und G. Kuhrt verstärkte die Mannschaft. So war es auch
beim 4 : 0-Sieg über Porst am 11.04.1982 durch die Torschützen
Wachsmuth, Krätsch, Kautetzki und Kuhrt.
Am Ende der Saison verliess M. Koch nach kurzem
Aufenthalt den Verein und versuchte sich in Hettstadt.
Positiv für die neue Saison 1981/82 war der Verbleib
des Trainers E. Mann. Hinzu kamen Spieler wie z.B. Bergmann und R.
Schebesta, die unsere 1. Mannschaft verstärken sollten.
Die Saison verlief hinsichtlich der Zielstellung:
Klassenerhalt nicht stabil. Nach 23 Spielen mit 15 Mannschaften
erreichten wir Platz 12.
Selbst ein 0 : 0 gegen Sangerhausen am 24.04.82
verringerte den Punkteabstand nun schon auf 2 Punkte zum
Abstiegplatz. Abstiegskontrahent Vorwärts Wolfen gewann sein
Heimspiel, nach dem unsere 1. Männer-Mannschaft 3 : 0 gegen
Lützendorf gewann.
Der letzte Punktspieltag war am 22.05.1982 bei
Turbine Halle. Diese Mannschaft war schon abgestiegen, jedoch
spielte Turbine mit voller Kraft. Nach einem Spielrückstand von 2
Toren erfolgte der Ausgleich durch Hoffmann und Bergamann.
Dann ergab sich eine Grosschance von G. Niemann, die
leider vergeben wurde und Turbine Halle erzielte das 3 : 2 im
Gegenzug und damit den Sieg. Ein Punkt hatte gefehlt, Vorwärts
Wolfen gewann in Piesteritz, das bedeutete den erneuten Abstieg in
die Bezirksklasse.
Die 2. Männer-Mannschaft war in dieser Saison sehr
erfolgreich. Ein 7 : 0-Erfolg bei Lok Köthen unterstrich die meist
guten Leistungen (Torschützen 4x Kautetzki, 2x Wachsmuth, 1x Greue).
Nach 22 Spieltagen führte die Mannschaft die Tabelle mit 39 : 5
Punkten bei einem Torverhältnis von 87 : 12 an.
Am Ende erkämpfte sich die 2. Männer-Mannschaft
unter Trainer P. Franzak den Kreismeistertitel 1981/1982 mit 43 : 9
Punkten und 93 : 17 Toren.

Der Aufstieg erfolgte in der Saison noch direkt,
jedoch konnte dieser nicht gewährt werden, da die 1.
Männer-Mannschaft abgestiegen war. Der Männerfussball hätte eine
gute Chance gehabt, beide Mannschaften auf Bezirksebene spielen zu
lassen.
Unsere 3. Mannschaft konnte in der 2. Kreisklasse 60
Tore erzielen und bei 45 Gegentreffern den 6. Platz belegen. Nach
drei Spieljahren Bezirksliga Halle begann jetzt wieder der Start in
der Bezirksklasse. Verstärkung gab es aus Thale mit Wolfgang Klöhn.
Die Saison 1982/83 verlief wie erwartet mit der
Tabellenführung auch nach 23 Spielen. Durch einen 3 : 0-Sieg bei Lok
Halle (Torschützen: 2x Schebesta, 1x Bahn) war der Staffelsieg
perfekt.
Kurios war der Verlauf der Aufstiegsspiele:
- 14.05.82
1. Aufstiegsspiel 1 : 4 bei Turbine Halle verloren (Torschütze Klöhn)
- 18.05.82
2. Aufstiegsspiel 0 : 1 gegen Zeitz
- 21.05.82
3. Aufstiegsspiel 3 : 1 gegen Helbra (Torschützen 2x Vogt, 1x Bahn)
- 25.05.82
4. Aufstiegsspiel 0 : 3 in Nebra
- 28.05.82
5. Aufstiegsspiel 6 : 1-Sieg gegen Aschersleben (Torschützen 2x
Vatthauer, 2x Hoffmann, 1x Bergmann,
1x Helmecke) brachte den Aufstieg bei einer sehr seltenen
Tabellenkonstellation: 4 : 6 Punkte, drei Mannschaften punktgleich
aber 10 : 10 Tore - Aufstiegsplatz erreicht.
Die 2. Mannschaft spielte in dieser Saison wieder
hervorragend und belegte am Ende der Saison den 3. Platz. Die
Mannschaft konnte sich in den letzten Jahren unter Trainer Franzak
spielerisch weiter festigen. Das Training fand immer, egal bei
welchem Wetter, mittwochs 17:00 Uhr statt. Eine gute Moral, ein
engagierter Trainer und das gemeinsame Erleben nach dem Spiel
schweisste das Team zusammen.
"Wieder in der Bezirksliga 1983/84" - so war es im
Fan- Bereich der 1. Männermannschaft zu hören. Jedoch kam nun der
Bezirksliga-Alltag. Fehlendes Niveau und ausgeglichene Bestzung der
Positionen steuerten das Team in den Abstieg, der 3 Spieltage vor
dem Punktspielende besiegelt wurde. Nur 14 : 50 Punkte konnten bei
einem Torverhältnis von 38 : 81 Toren geholt werden. Im
Nachwuchsbereich waren unsere Junioren AK 17/18 und unsere Jugend AK
15/16 recht erfolgreich. Beide spielten in der Bezirksliga und
belegten einen 7. Platz bzw. 2. Platz. Die Nachwuchsarbeit der
letzten Jahre schien Früchte zu tragen. Fussballspieler wie Queck,
Claasen, Nord und andere waren sehr talentiert und für den
Männerbereich interessant. Mit Beginn der neuen Saison 1984/85
wurden die ehemaligen Spieler Grabe und Kaiser als neue Übungsleiter
der 1. Mannschaft eingesetzt. Zum Ende der 1. Halbserie lag die
Mannschaft an der Spitze der Tabelle der Bezirksklasse Staffel 2 und
ein Trainingslager in der Winterpause im Februar 1985 sollte die
mannschaftliche Geschlossenheit stärken. In Strahlendorf bei
Schwerin fand dieses Trainingslager unter sehr guten Bedingungen
statt.
Die Rückrunde begann nach dem Trainingslager mit dem
erhofften Erfolg und so konnte 4 Spieltage vor Schluss der
Spielserie der vorzeitige Staffelsieg gefeiert werden. Das letzte
Spiel wurde mit 2 : 1-Toren gegen Zahna gewonnen (Torschütze Timo
Lehmann).
Tabellenstand zum Saisonende 1984/85:
Tabellenerster:
Motor Köthen
Tabellenzweiter:
Motor Dessau
Die Mannschaft schloss die Punktspielserie mit einem
Torverhältnis von 68 : 21 und einem Punktverhältnis von 47 : 9 ab.
Die nachfolgende Aufstiegsrunde wurde als
Tabellenzweiter und damit als Aufsteiger erfolgreich absolviert. Der
klarste Sieg konnte im Heimspiel gegen Helbra mit einem 3 : 0-Sieg
erreicht werden. Die Torschützen waren Nord, Vatthauer und T.
Lehmann. Die eingesetzten Spieler in den Punkt- und Aufstiegsspielen
1984/85 waren:
Lindau, Nord, Lehmann, K.-H. Bahn, Schöne, Palme,
Vogt, Queck, Claasen, Vatthauer, H. Bahn, Grosler, Hoffmann,
Schebesta und Helmecke:
Die 2. Männermannschaft konnte einen 3. Platz in der
Kreisliga belegen und die Kreisligareserve kam auf einem 5. Platz am
Saisonende.


In der Saison 1985/86 spielte nun unsere 1.
Mannschaft wieder in der Bezirksliga Halle, teilweise verjüngt durch
Spieler des eigenen Nachwuchses. Die Saison verlief nicht nach den
Erwartungen, Ende März 1986 wurde der vorletzte Platz 15 und damit
der Abstieg erzielt.
Am 28.03.86 hatte unsere 2. Männer-Mannschaft
Wieskau mit dem 8 : 0-Sieg demontiert und lag damit auf Platz 2 der
Tabelle (Torschützen 5 x H. Vogt sowie Klehr, Claasen und K.-U.
Bädelt). Trainer war weiterhin P. Franzak und betreut wurde die
Mannschaft durch R. Alsleben.
Eine wichtige Person in dieser Saison war unsere
Ines, die medizinisch und moralisch die ganze Truppe auf Vordermann
brachte.
Nach den Punktspielen rückten die Männer der 2.
Mannschaft häufig in Erikas "roten Salon" ein. Knobeln bis zum
Abwinken und der Hauch vom fast perfekten Fussball sorgten für eine
tolle Stimmung.
Spannung war in der Kreisliga angesagt, nach 25
Spielen von 26 lagen unsere 2. Mannschaft und Stahl Aken punktgleich
und in der Tordifferenz gleich auf Platz 1. Wiederum war ein 8 :
0-Sieg über Reppichau an diesem Spieltag an der Tagesordnung
(Torschützen 2 x Vogt, 3 x Stampnik, 2 x Kautetzki, und 1 x Niemann):
Im letzten Spiel jedoch spielte die zweite Mannschaft in Gölzau
unentschieden und Aken wurde durch einen Sieg Kreismeister.

Die Reserve belegte in dieser Saison einen 3. Platz.
Für die 1. Mannschaft waren es noch 3 Punkte Abstand bis zum
Nichtabstiegsplatz und 5 Spiele zu absolvieren. Am nachfolgenden
Spieltag wurde ein wichtiger Punkt in Halle bei Dynamo geholt
(Torschütz zum 1 : 1 war B. Hoffmann): Die nachfolgenden Spiele
blieben fast erfolglos. Im letzten Heimspiel besiegelt eine 0 :
2-Niederlage gegen Thale den erneuten Abstieg.
Resümee nach dieser kurzen Saison: Unsere Mannschaft
hatte zu wenig Bezirksliganiveau, um die Spielklasse zu halten.
In dieser Saison spielten:
Lindau, Helmecke, Hoffmann, Klöhn, Schöne,
Schebesta, Tolstych, Hänsch, Nord, Gosler, T. Lehmann, K.-H. Bahn,
Queck, Böhmer, Claasen, Hübner und Krebs
Für die Punktspielserie 1986/87 erfolgte wiederum
die Einordnung der 1. Mannschaft in die Bezirksklasse (Dessau
Staffel). Nach einer guten Vorbereitung durch die Übungsleiter
Kaiser und Grabe konnte die Mannschaft ihrer Favoritenrolle
jederzeit gerecht werden und den Staffelsieg erreichen.
Bemerkenswert war, dass die 1. Mannschaft
ungeschlagen die Saison beendete. Siege wie gegen ZAB Dessau mit 4 :
1 (Torschützen Hoffmann, Claasen, Bahn und Schebesta) sowie
ebenfalls der 4 : 1-Sieg in Mildensee mit Torerfolge durch Dewald,
Bader, Hoffmann und List rundeten eine hervorragende Saison ab.
Eine erfolgreiche Saison 1986/87 bestritt auch
unsere 2. Männermannschaft. Verstärkt durch einige ehemalige
Stammspieler der 1. Mannschaft, wie z.B. Klöhn, Vogel, Palme, Kälin,
lieferte die Mannschaft in der 1. Kreisklasse gute Leistungen ab.
Leider reichte es am Saisonende nach einer 2:3-Niederlage in Grossbadegast nur zum 2. Tabellenplatz.

Nach Saisonende musste, wie schon "planmässig" aller
zwei Jahre, unsere 1. Männer-Mannschaft an den Aufstiegsspielen
teilnehmen. Nach einem mageren ersten Aufstiegsspiel, das mit 0 : 0
endete, gab es einen wichtigen Sieg 2 - 1 gegen Bitterfeld auf
neutralem Platz (Torschützen Bader und Claasen). Die restlichen
Aufstiegsspiele verliefen für die 1. Mannschaft ungeschlagen. Im
letzten Spiel brauchte nur ein 2 : 2-Unentschieden über Buna 2.
Mannschaft erreicht werden, um direkt in die Bezirksliga
aufzusteigen.
Um die Saison 1987/88 in der Bezirksliga ohne
Abstiegssorgen zu bestreiten, musste die 1. Männer-Mannschaft
unbedingt verstärkt werden. Das war keine einfache Aufgabe, die die
neue Sektionsleitung um G. Apfelbaum, P. Leubner und W. Fischer in
Verbindung mit der BSG Leitung - Spfr. Güttner und Lewandrowski -,
zu lösen hatte. Durch die Zugänge der Sportfreunde Queck, Heger und
Groth wurde dem entsprochen.
Der geglückte Einbau der neuen Spieler sowie eine
sehr intensive Vorbereitung auf die Punktspielsaison führten zu
einer klar sichtbaren Steigerung des Leistungs- und Spielvermögens
der Mannschaft. Auf dem Stadion in Köthen wurde wieder ansehnlicher
Fussball geboten, der mit einer deutlichen Zunahme der Anhängerschar
zu den Spielen einherging.
Diese Steigerung der Mannschaft war im wesentlichen
aber auch auf die günstigeren Trainings- und Soielbedingungen
zurückzuführen, die im Verbund Trägerbetriebe - BSG-Leitung und
Sektion Fussball geschaffen werden konnten. Am Ende der Saison
belegte die Mannschaft einen guten 8. Tabellenplatz.
Die 2. Mannschaft erreichte in der Saison 1987/88
einen guten 8. Tabellenplatz in der 1. Kreisklasse.
Für die Saison 1988/89 galt es insbesondere das
Leistungsvermögen der 1. Mannschaft weiter zu stabilisieren. Doch
der Abgang der drei Leistungsträger (Queck, Groth und M. Heger)
hinterliess eine grosse Lücke, die von den Neuzugängen (Ulber,
Welzel) nur schwerlich geschlossen werden konnte.
Am Ende der Saison nahm die Mannschaft einen
erfreulichen 10. Tabellenplatz ein.
Für die 2. Mannschaft wurde 1988/89 nicht mehr als
ein 5. Platz, trotz bester Besetzung, erzielt. Positiv war jedoch
das Erreichen des Endspiels um den FDGB-Pokal, das in Aken
ausgetragen wurde. Endspielgegner war der Aufsteiger zur 1.
Kreisklasse Lok Köthen 1.
Die 2. Mannschaft war, nicht genug durch die
Leistungen der Lok-Fussballer gewarnt, denn diese besiegten in den
Vorrunden die Bezirksklassenvertreter Görzig und Edderitz. Optisch
zwar überlegen, jedoch in der Abwehr überheblich. Dadurch wurde
Motor Köthen 2. Mannschaft mit einem 3 : 0 bezwungen.
Unter der Leitung von Fritz Fesser wurde die Arbeit
im Nachwuchsbereich kontinuierlich ausgebaut. Die Angliederung des
KFA-Trainingszentrums an unseren Verein, der Einsatz weiterer
erfahrener Übungsleiter sowie die Verstärkung der
Nachwuchsmannschaften mit Talenten aus dem Kreisgebiet trug recht
bald seine Früchte.

In Pokalwettbewerben und bei den Kinder- und
Jugendspartakiaden waren beredetes Zeugnis der gestiegenen
Leistungskraft unseres Nachwuchses in den 80-iger Jahren. Nicht zu
vergessen sind die internationalen Leistungsvergleiche, vor allem
mit den tschechischen Sportkameraden aus Hradec Kralove, die in den
80-iger Jahren zu einer schönen Tradition geworden waren.
Die Entwicklung unseres Vereins nach der
politischen Wende
Die Saison 1989/90 begann unter den sich formenden
Anzeichen einer politischen Wende.
Welcher Verein hatte nicht mit allen positiven und
negativen Einflüssen der Wende zu kämpfen. Ganze Familien
orientierten sich Richtung Westen oder veränderten ihre
Bereitschaft, im Sportverein mitzuarbeiten.
So wurde auch unser Verein nicht verschont. Die
Fragen standen: Wer führt unser Verein weiter (fz) Werden wir einen
neuen Namen bekommen (fz) Was wird werden wenn (fz) usw.
Die Bezirksliga Halle bestand nur noch aus 13
Mannschaften, die an der Meisterschaft teilnahmen. Für unsere 1.
Mannschaft gab es wieder die Devise zum Klassenerhalt. Am Ende wurde
unter alleiniger Trainerführung von H. D. Grabe der 10.
Tabellenplatz erkämpft.
Die 2. Männer-Mannschaft gewann in dieser Saison
überzeugend den Kreismeistertitel. Nennenswert war das Spiel gegen
Kleinpaschleben mit einem 5 : 1-Sieg (Torschützen: Schuberth,
Mauerer, 2 x Krebs, Richter). Somit stand der Titelgewinn fest. Die
anstehenden Aufstiegsspiele zur Bezirksklasse konnten nicht
erfolgreich absolviert werden. Dadurch gab es auch für die nächste
Saison kein Entrinnen aus dem Kreisklassenfussball mehr. Im Jahr der
Wende 1990 wurde im Juni der Verein KSV Germania 90 neu gegründet.
Dieser Verein ging in der Gründungssubstanz aus der
Sektion Fussball der BSG Motor Köthrn hervor.
Durch die Neugründung des KSV Germania erhielt der
Fussball erstmalig nach 1945 wieder seine Eigenständigkeit zurück.
Der erste Vorstand des KSV Germania 90 formierte sich um den
Präsidenten H. Preska.

Für die Vereinsführung und auch für die Mitglieder
waren die neuen Verhältnisse in Gesellschaft und auch im
Vereinsleben eine echte Herausforderung. Ehemalige Stützungen durch
Betriebe fielen weg oder reduzierten sich auf ein Minimum. Ein Sponosoring musste aufgebaut und die grösstmögliche Effizienz aus
den gesetzlichen Gegebenheiten geschöpft werden.
Für die 1. Männer-Mannschaft kam es zur
Trainerablösung. Nach Trainer Grabe kam, in Vorbereitung der Saison
1990/91, J. Donath ins Traineramt.
Dieser wurde jedoch während der Saison von P.
Franzak, den bis dahin leitenden Trainer der 2. Männer-Mannschaft,
abgelöst. Am Ende der Saison konnte der 8. Platz erreicht werden.
Die 2. Männer-Mannschaft belegte trotz des Trainerwechsels den 2.
Platz im Kreis.
Zur Bezirksligasaison 1990/91 muss ergänzend gesagt
werden: Im Land Sachsen-Anhalt gab es im Vereinigungsjahr 1990/91
eine Landesliga, eine Bezirksliga und fünf Bezirksklassenstaffeln.
Die Eingliederung in Landes- und Bezirksliga wurden durch die
Platzierungen der vorhergehenden Bezirksligen Magdeburg-Halle
bestimmt.
Nach dem verpatzten Aufstieg belegte die 2.
Mannschaft in der Saison 1991/92 nur den 8. Platz. Die
Spielerdelegierungen aus der 2. Mannschaft in die 1.
Männer-Mannschaft waren sehr häufig und hinterliessen qualitiv in
der 2. Mannschaft ihre Spuren.
Die Durchhalteparole hiess wie so oft in den letzten
Jahren "Eisern-Kurti" und ein sehr guter 2. Platz in der 1.
Kreisklasse der 3. Mannschaft war erreicht.
Der 10. Platz für die 1. Männer-Mannschaft blieb
hinsichtlich der Erwartungen im positiven Bereich.
Die beste Platzierung gab es in der Bezirksliga in
der Saison 1992/93. Der wichtige 2 : 1-Sieg (Torschützen: Böhler,
Hoffmann) gegen Piesteritz sicherte zum Schluss den Platz 3.
Für die 2. Männer-Mannschaft reichte es in dieser
Saison zu einem 8. Platz. Der Sieg über Grosspaschleben mit 3 :
1-Toren (Torschützen: 2 x Schebesta, Bolz) war zum Abschluss der
Saison gerecht.
Die 3. Männer-Mannschaft blieb unter der Führung
ihres Kapitäns G. Gotschlinge am letzten Spieltag vom Abstieg
verschont und belegte Platz 13 von 15 Mannschaften.

Wenn vom Köthener Fussballnachwuchs die Rede ist,
speziell die Nachwuchsarbeit bei Germania, so steht dafür der Name
von Fritz Fesser. Seine Konsequenz in der Leitung der
Nachwuchsabteilung brachte auch nach der Wende hervorragende Erfolge
auf Landes- und Kreisebene.
Die Platzierungen des Nachwuchsbereiches 1992/93:
A-Junioren
Staffel 1 Bezirksliga
Platz 7
B-Junioren
Staffel 1 Bezirksliga
Platz 1
C-Junioren
Staffel 1 Bezirksliga
Platz 11
D-Junioren
Staffel 1 Bezirksliga
Platz 5
E-Junioren
Kreisklasse
Platz 2
Im Juni 1993 kam es in der Leistungsebene des KSV
Germania 90 zu Veränderungen. Die Funktion des Präsidenten übernahm
Thomas Schaaf, als Vizepräsident wurde Dettmar Vogel benannt. Die
technische Leistung wurde von Peter Bädelt ausgeführt. Die
Verantwortung als Klassenwart übernahm A. Schöne. Weitere
Vorstandsmitglieder wie D. Bennemann, Sivia Belger, K. Reinicke und
A. Tolstych steuerten nun das Vereinsschiff.
Wenige Wochen nach Beginn der Saison 1993/94 vollzog
sich Ende 1993 ein Trainerwechsel in der 1. Männer-Mannschaft, U.
Mederake löste P. Franzak ab. Dieser war beruflich gezwungen, seine
Trainertätigkeit niederzulegen.

Am 21.05.1994 siegte Germania durch ein Tor von
"Papa" alias R. Schuberth über Teuchern. Mit diesem Sieg
qualifizierte sich die 1. Männer-Mannschaft gemäss der
Endplatzierung für eine der neu aufgebauten Landesliga-Staffeln.
Die 2. Mannschaft erreichte am Ende der Saison Platz
7 in der Kreisliga. Folgende Spieler gehörten zur Mannschaft: Sohn,
Bolz, Grohmann, Borrek, M. Gräfe, Krähe, Olt, Bädelt, Schebesta, R.
Palme und R. Schuberth, der nach 14 Toren in der 1. Halbserie in die
1. Männer-Mannschaft delegiert wurde. Weiterhin spielten in dieser
Mannschaft F. Lindau, K.-P. Gräfe, K. Wachsmuth.
Den Nachwuchsbereich vertraten im Spieljahr 1993/94
folgende Mannschaft aus dem Kreis bzw. Landesebene:
Mannschaft
Übungsleiter
Spielklasse
F-Jugend II
Beichert/Bahn
Kreisebene
F-Jugend I
Hanschmann/Barthel
Kreisebene
E-Jugend
Tolstych/Radke
Kreisebene
D-Jugend
Fesser
Landesebene
C-Jugend
Fischer
Landesebene
B-Jugend
Wachsmuth/Rothe
Landesebene
A-Jugend
Becker/Römmling
Landesebene
Bereits vor Beginn der Spielserie 1994/95 zeichnete
sich ab, dass die 1. Mannschaft gegen den Abstieg aus der Landesliga
zu kämpfen hatte. Hinzu kamen erneut Probleme mit der Besetzung der
Trainerfunktion. Konsequenz dazu war, während der laufenden Saison
die Nominierung von A. Lange zum Trainer.
Im April 1995 führte der neue Trainer sein Team zu
dem wichtigen saisonentscheidenen Spiel um den Klassenerhalt nach
Sandersdorf. Nach grossem Kampf gab es eine 1 : 3-Niederlage
(Torschütze: Borchert), die somit den Abstieg in die Landesklasse
besiegelte.
Nach fünf Jahren unter dem Namen KSV Germania 90
wurde eine Korrektur der Germaniabezeichnung vorgenommen. Die neue
Vereinsbezeichnung Cöthener Fussballclub Germania 03, bis dahin die
einzige gerichtlich eingetragene alte Vereinsbezeichnung, wurde
wieder angenommen. Im Bahnhofshotel "Stadt Köthen" wurde der
Sportkamerad Hessler als Präsident gewählt. Des weiteren wurden neue
Präsidiumsmitglieder, unter anderem Herr Reupsch, gewählt.
Die Saison 1995/96 begann mit neuem Trainer der 1.
Mannschaft, F. Lindau. Der harte Kampf in der Landesklasse brachte
jedoch nicht den Erfolg zum Wiederaufstieg.
Im Hintergrund des Fussballgeschehens der Satdt
Köthen gab es 1996 Bemühungen, einen Grossverein im Bereich Fussball
zu gründen. Eintracht, ESV sowie noch ein Köthener Verein wurden
gesucht, um den VfL beizutreten. Dieses Anliegen hinterliess
teilweise schon Spuren der Inkonsequenz in den Reihen unseres
Vereins.
Die Präsenz durch J. Hessler war nicht gegeben. Die
Leitung des Vereins musste neu formiert werden. Sportkameraden U.
Unruh und P. Bädelt spannten sich als Vorsitzender und zweiter
Vorsitzender vor den Vereinskarren. Dies hatte Auswirkungen auf das
ganze Vereinsleben.
Der Abstieg der 2. Männer-Mannschaft in die 1.
Kreisebene war unumgänglich. Die 3. Mannschaft wurde vom
Punktspielbetrieb abgemeldet.
Es erfolgten ab Februar 1997 Gespräche mit dem
Präsidium der HG 85 mit dem Ziel, das der CFC Germania der HG 85 als
Abteilung Fussball beitritt. Der Beschluss der Mitgliederversammlung
stimmte den Antrag zum Beitritt zur HG 85 zu.
Es kam zur Neuorientierung hinsichtlich
Verantwortlichkeiten, Kompetenzen usw. Was war eigentlich geschehen
(fz)
Es erfolgten sofortige Aktivitäten für die
Modernisierung unseres sportlichen Anwesens wie notwendige
Renovierung der Umkleidekabinen, des Sänitärbereiches, der
Gaststätte usw. Besonders aktiv zeichnete sich die "Alten-Herren"-Mannschaft
unter Regie von H. Kugler aus.
Auch an der Stabilisierung der Landesklassenelf
wurde gearbeitet. Die Zuführung von neuen Spielern sollte das
Leistngsvermögen der 1. Mannschaft wieder heben. Während die 1.
Mannschaft erfolgreich in der Landesklasse den Platz 7 erkämpfte,
stieg die 2. Männer-Mannschaft nach der Spielsaison 1998/99 wieder
in die Kreisliga auf.

Doch es sollte sich schnell relativ zeigen, welchen
Stellenwert die Sparte Fussball im Sportverein HG 85 Köthen hat. Das
führte zu Auseinandersetzungen und Kompetenzproblemen. Es zeichnete
sich relativ schnell der Trend zu einer kopletten Auflösung der
Abteilung Fussball innerhalb der HG 85 ab.
Im Vorfeld wurde bereits der koplette
Nachwuchsbereich und die 1. Männer-Mannschaft unter Beibehaltung der
Spielklassen zum Wechsel in den Sportverein VfL Köthen animiert und
bis ins Detail vorbereitet.
Ein Aufbäumen von 26 Sportkameraden, darunter der
Kreisligist mit der ehemaligen 2. Männer-Mannschaft und der
kopletten "Alte-Herren"-Mannschaft verhinderten einen Niedergang der
Traditionsführung im Köthener Fussball auf dem Stadion. J.
Kapuscinski als Trainer und J. Krebs als Betreuer führten unsere
ehemalige 2. Männer-Mannschaft in die Landesklassensaison 1999/2000.
Ein geringer Überhang von Spielern im noch vertretbaren aktiven
Altersbereich und Spielern über 40 und teilweise 50 Jahren bestritt
als 2. Mannschaft den Punktspielbetrieb in der Kreisliga. Des
weiteren konnte der Spielbetrieb der "Alten-Herren"-Mannschaft
aufrecht erhalten werden.
Mit grossen Engagement und funktionierend
gestaltend, organisierte eine neue Abteilungsleitung das sportliche
Geschehen.
Die neu gebildete 1. Mannschaft stellte sich in der
Saison 1999/2000 einem von vornherein aussichtslosem Unterfangen,
der Sicherung der Landesklasse. Die Mannschaft besass in keinem Fall
Landesklassenniveau. Der Abstiegsplatz zum Saisonende war das
Ergebnis.
Auch die 2. Mannschaft konnte die Spielklasse nicht
halten. Sie musste wegen Besetzungsproblemen im Monat Februar
zurückgezogen werden.
Zu Beginn der Saison 1999/2000 wurde ein Neuaufbau
der Nachwuchsabteilung genommen. Über den Sportlehrer der
Naumannschule, Herrn Stary, konnte ein "Schnuppertraining"
durchgeführt werden. Ein imposantes Bild ergab sich im August 1999
bei einer Veranstaltung mit ca. 50 Kindern. Es formierten sich 4
Nachwuchsmannschaften, wobei nur die E- und F-Jugend am Spielbetrieb
teilnehmen durfte.
Grosse Anstrengungen unternahmen als Übungsleiter P.
Franzak jun., L. Rode, M. Hannemann, Th. Werner, M. Bolz, D. Rott
und andere, um den jungen Fussballern den Spass und das Fachwissen
von dieser Sportart zu vermitteln.

In der Saison 2000/2001 startete die 1. Mannschaft
zunächst recht erfolgreich. Nach der Absolvierung von 8 Punktspielen
nahm das Team den 1. Tabellenplatz ein. Leider konnte die Mannschaft
die Form nicht halten. Sie belegte am Ende der Saison nur einen 7.
Tabellenplatz.
Die 2. Männer-Mannschaft erreichte eine sichere
Platzierung in der 1. Kreisklasse.
Mit der Einbindung von Sportkamerad J. Hänsch als
Jugendleiter wurde die Nachwuchsarbeit konstruktiv geplant. Im C-
und D-Juniorenbereich wurden Spielgemeinschaften aufgebaut.
Das Jahr 2001 stand im Zeichen der Veränderung der
Eigenständigkeit des Fussballsports. Es gab erste Gespräche mit dem
Präsidenten der HG 85. Grundlage war ein Beschluss der Mitglieder
der Abteilung Fussball, der weitere Schritte zur Selbstständigkeit
einleiten sollte.
Mit Beginn der Punktspielserie 2001/2002 der
Kreisliga übernahm der Sportkamerad W. Kaiser die Betreuung der 1.
Mannschaft als Übungsleiter. Als 2. Übungsleiter fungierte der
Sportkamerad J. Kapuscinski.
Der Kreisligabeginn unserer 1. Mannschaft verlief
optimal, die Elf erreichte nach 6 Spielen den 1. Platz, zum
Saisonende wurde ähnlich wie im Vorjahr der Platz 6 erkämpft.
Die 2. Mannschaft spielte in der 1. Kreisklasse.
Leider führten Anleitungs- und Koordinierungsschwächen innerhalb der
Mannschaft zum erneuten Abstieg zum Ende der Saison 2001/02.
Der Nachwuchs im D-, E- und F-Bereich nahm
erfolgreich an der Meisterschaft teil.
In der laufenden Saison wurde am 1. Februar 2002 der
CFC Germania 03 erneut gegründet. Alle Aktiven und Passiven
Mitglieder der Abteilung Fussball wechselten bis zum Ende der Saison
zum neugegründeten Verein über.
Durch gute Arbeit im Nachwuchsbereich konnten neue
Trainer gefunden werden.
Neue Spieler für die noch nicht besetzten
Altersbereiche meldeten sich in unseren Verein an.
Zu Beginn der Saison 2002/03 gingen in allen sechs
Altersklassen Mannschaften für den CFC Germania 03 an den Start und
erzielten beachtliche Erfolge.
Altersklasse
Übungsleiter
Platzierung
Spielklasse
A-Junioren
Schenkel/Heinze/Ahland
7. Platz
Kreisklasse
B-Junioren
D. Müller
10. Platz
Kreisunion
C-Junioren
D. Müller/Bienek
7. Platz
Kreisunion
D-Junioren
Hebecker/F. Rode
2. Platz
Kreisklasse
Aufstieg Landesebene
E-Junioren
J. Hänsch/L. Rode
1. Platz
Kreisklasse
F-Junioren
H. Sonnenkalb
2. Platz
Kreisklasse
Für die 1. und 2. Männer-Mannschaft galt es, unter
neuem Namen Anerkennung zu erwerben. In unserem Spielerstamm der 1.
Männer-Mannschaft kamen Spieler wie Zouzi, Lorenz, Ulbricht und
Klehr hinzu. Als bester Torschütze über die ganzen Jahre hielt uns
Steffen Fricke die Treue. Weitere "treue Seelen" wie Ch. Gräfe, M.
Bolz, u. a. mussten uns leider aus beruflichen Gründen verlassen.
Die Mannschaft formte sich zu einer Spitzenelf in der Kreisliga und
erkämpfte sich den Vizekreismeistertitel.

In der Hallenkreismeisterschaft 2003 wurde nun
endlich ein Titel für den Männerbereich erkämpft. Im Brauereicup der Köthener Brauerei unter der Beteiligung von Mannschaften aus der
Oberliga/Landesliga wurde der CFC Germania 03 Dritter der
Gesamtwertung.
Weniger erfolgreich war unsere 2. Mannschaft. Trotz
der Zuversicht, sicher den Aufstieg zu erreichen, wurde dieses Ziel
durch mangelnde Disziplin nicht erreicht. Am Saisonende wurde der 4.
Platz erzielt. Die Perspektive für die neue Saison 2003/2004 unter
dem Trainer B. Helmecke wird der Aufstieg sein.
Für die anstehende Saison in
der Kreisliga Köthen 2003/2004 wurde die 1. Mannschaft nochmals
verstärkt. So hatte man im Verlauf der Spielserie keine wirkliche
Konkurrenz und stieg, mit 17 Punkten Vorsprung auf die LSG Prosigk,
in die Landesklasse auf. Der CFC musste in der gesamten Saison nur
eine Niederlage hinnehmen und erreichte ein Torverhältnis von 94:17.
Die 2. Mannschaft konnte auch
in der Serie 2003/2004 den Aufstieg nicht schaffen.
Der Nachwuchsbereich beim CFC
Germania 03 wurde stetig weiter ausgebaut. So konnte man in der
Spielserie 2003/2004 alle Alterklassen besetzen. Die A- und
B-Junioren erreichten in den Kreisligen gute Mittelfeldplätze und
die C-Junioren stiegen als Zweitplatzierter in die Landesliga auf.
Auch in der folgenden
Spielserie zeigte die Kurve steil nach oben. Nach dem Aufstieg in
die Landesklasse schaffte die 1. Männermannschaft den direkten
Aufstieg in die Landesliga. Nach einem spannenden Saisonfinale
hatten die Germanen am Ende einen Punkt Vorsprung auf den
Schackstedter SV. Nico Friedrich erzielte 30 Saisontore und hatte
maßgeblichen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft. Zudem holte sich
das Team um Trainer Frank Hänsch den Kreispokal. Im Finale bezwang
man in Baasdorf den TSV "Elbe" Aken.
Auch bei der 2. Mannschaft lief
es nun besser. Man schaffte in der 2. Kreisklasse den 1. Platz und
stieg in die 1. Kreisklasse auf.
Im Nachwuchs ging der CFC in
allen Altersklassen an den Start. Im A- und B-Bereich konnten
Mittelfeldplätze in der Kreisliga belegt werden. Die C-Junioren
erreichten in den Landesliga einen sehr guten 1. Platz.
Zu Beginn der Spielserie
2005/2006 fand bei der 1. Mannschaft ein Trainerwechsel statt. Frank
Hänsch legte sein Amt, arbeitsbedingt, nieder. Für ihn übernahm
Andreas Schöne die Geschicke des Landesligaaufsteigers. Auch der
Start in der höheren Spielklasse erwies sich als schwierig. So
konnte man bis zur Winterpause nur 9 Punkte einfahren und belegte
somit einen Abstiegsplatz. Andreas Schöne musste gehen und
Ex-Trainer Frank Hänsch übernahm erneut die Mannschaft. Mit ihm
erreichte der CFC in der Rückrunde 28 Punkte und schaffte, durch
einen Sieg am letzten Spieltag gegen den FSV Hettstedt, doch noch
den Klassenerhalt in der Landesliga. Nico Friedrich brachte es im
Saisonverlauf auf 20 Tore und wechselte nach der Saison zum
Verbandsligaaufsteiger nach Hettstedt. Das Kreispokalfinale in
Reppichau ging jedoch verloren. Gegen den VfB Gröbzig hieß es am
Ende 4:5.
Die 2. Mannschaft belegte als
Aufsteiger einen sehr guten 2. Platz in der 1. Kreisklasse. Toschko
Mititschew war mit 20 Toren erfolgreichster Torschütze im Team.
Auch der Nachwuchs stellte
seine ansteigende Form unter Beweis. So konnte die A-Jugend (3.
Platz) und die B-Jugend (2. Platz) vordere Ränge in der Kreisliga
belegen. Die C-Junioren erreichten in der Landesliga den 7. Platz
und konnten die Klasse sicher halten.
Nach der Zittersaison wollte
man gut gerüstet in die neue Spielserie 2006/2007 gehen. Trainer
Frank Hänsch machte weiter und die Mannschaft konnte auf wichtigen
Positionen verstärkt werden. So wechselten Frank Herforth, Stig
Top-Rasmussen, Thomas Berger, Florian List, Oliver Endert und
Christian Minge zum CFC. Mit einer tollen Saison erzielte die
Mannschaft einen hervorragenden 5. Tabellenplatz in der
Landesliga-Mitte. Mit 45 Punkten und 48:34 Toren schafften die
Germanen gleichzeitig die Qualifikation für den Landespokal. Auch
das Interesse der Zuschauer nahm spürbar zu. So besuchten im Schnitt
266 Zuschauer die Heimspiele der Germanen. Das war Ligaspitze. Im
Pokalfinale am 1. Mai hatten die Köthener wieder weniger Glück. In
Aken unterlag man dem SV Blau-Weiß Schortewitz, vor 647 Zuschauern,
mit 2:4 nach Verlängerung. Dies trübte jedoch nicht die tolle
Saisonleistung des CFC. Bei den Hallenkreismeisterschaften belegte
unsere 1. Mannschaft hinter dem VfB Gröbzig den 2. Platz.

hinten v. li.: M.Lorenz - R.Wolter
- P.Werner - K.Kunath - O.Bouzbouz - O.Endert - C.Minge
mitte v. li.: Präsident R.Maaß -
Trainer F.Hänsch - R.Müller - T.Berger - C.Gumlich - M.Osoria -
Betreuer: M.Sopart - Betreuer: J.Krebs
vorn v. li.: R.Gerhardt - T.Mann -
F.Herforth - D.König - S.Top-Rasmussen - S.Fricke - F.List
Auch die 2. Mannschaft, unter
dem Trainer Detlef Müller, spielte eine gute Saison und schaffte mit
75 Punkten und 90:19 Toren den Aufstieg in die Kreisoberliga. Im
Kreispokalachtelfinale unterlag man der 1. Mannschaft des CFC mit
1:3 und schied aus. In der Aufstiegssaison erzielte Heimo Rast 22
Tore. Auch die 2. Mannschaft erreichte die Endrunde der
Hallenkreismeisterschaft und belegte hinter Gröbzig und unserer 1.
Mannschaft einen guten 3. Platz.

Erstmals ging auch eine 3.
Männermannschaft des CFC wieder in den Punktspielbetrieb. In der 1.
Kreisklasse erreichte die Mannschaft auf Anhieb einen guten 9.
Platz.
Die A-Junioren belegten in der
Kreisliga den 4. Platz. Die B1-Junioren mit Trainer Wolfgang Schmidt
schafften den Aufstieg aus der Landesliga in die Verbandsliga. Zudem
wurde die Mannschaft Hallenkreismeister und Kreispokalsieger.

Auch die C-Junioren spielte
eine gute Saison und wurden am Ende 3. in der Landesliga.
Gleichzeitig schaffte die Mannschaft vom Trainergespann Ludger
Rölecke und Marco Möllers den Kreispokalsieg und wurde
Hallenkreismeister. Ein Talent der Mannschaft verlies zum Ende der
Saison den CFC. Renè Terasa wechselte zum 1.FC Magdburg ins
Leistungszentrum.
Mannschaften,
Platzierungen, Trainer der Saison 2006/2007
| Mannschaft |
Spielklasse |
Platz |
Trainer |
| 1. Männer |
Landesliga-Mitte |
5. Platz |
F. Hänsch |
| 2. Männer |
Kreisliga |
1. Platz |
D. Müller |
| 3. Männer |
1. Kreisklasse |
9. Platz |
A. Voigt |
| A-Junioren |
Kreisliga |
4. Platz |
T. Behrmann/T. Hübner |
| B1-Junioren |
Landesliga |
1. Platz |
W. Schmidt |
| B2-Junioren |
Kreisliga |
7. Platz |
T. Behrmann |
| C-Junioren |
Landesliga |
3. Platz |
L. Rölecke/M. Möllers |
| D1-Junioren |
Kreisliga |
5. Platz |
W. Hebecker |
| D2-Junioren |
Kreisliga |
10. Platz |
H.-J. Müller |
| E1-Junioren |
Kreisliga |
1. Platz |
H.-J. Müller/M. König |
| E2-Junioren |
Kreisliga |
8. Platz |
L. Rode/M. Sopart |
| F1-Junioren |
Kreisliga |
1. Platz |
D. König/D. Krause |
| F2-Junioren |
Kreisliga |
6. Platz |
M. Sopart/M. König |
| G-Junioren |
Freundschaftsspiele |
- |
F. Giebler |
| |
|
|
|
Vor Beginn der Spielserie
2007/2008 verlies Trainer Frank Hänsch, aus privaten Gründen, den
Verein. Für ihn übernahm der Bernburger Henry Schachner die 1.
Männermannschaft. Die Mannschaft blieb im groben zusammen und konnte
mit Mario Skrzypzak (Rot-Weiß Thalheim) zusätzlich verstärkt werden.
Mit Siegen gegen Elster, in Gröbzig und gegen Gräfenhainichen
erwischten die Germanen zunächst einen guten Start in die
Landesliga-Saison. Auch im Landespokal lief es sehr gut. Mit
Sandersdorf und dem Schönebecker SV konnten zwei Verbandsligisten
ausgeschaltet werden. Erst im Achtelfinale war Endstation. Hier
unterlag man dem VfL Halle 96 mit 2:5.

In der Liga folgten elf
sieglose Spiele. Dies brachte den CFC auf einen Abstiegsplatz. Am
22. Mai 2008 legte Henry Schachner, aus persönlichen Gründen, sein
Traineramt nieder. Ex-Coach Frank Hänsch übernahm erneut die
Geschicke der 1. Männermannschaft. Doch auch er konnte diesmal den
drohenden Abstieg in die Landesklasse nicht mehr verhindern. Köthen
verlor das letzte Spiel gegen den MSV Eisleben mit 1:3 und stieg ab.
Nach dem Aufstieg in die
Kreisoberliga schaffte die 2. Männermannschaft auf Anhieb einen sehr
guten 3. Platz und qualifizierte sich somit für die neue,
eingleisige, Kreisoberliga Anhalt-Bitterfeld. Die Mannschaft vom
Trainergespann Detlef Müller und Thomas Hübner brachte es auf 50
Punkte und 53:30 Tore.
Auch eine 3. Männermannschaft
nahm am Spielbetrieb teil. In der Kreisklasse-West belegte die
Mannschaft von Trainer Andreas Voigt den 6. Platz.

Die Nachwuchsarbeit wurde auch
in der Saison 2007/2008 weiter verbessert. So schafften die
A1-Junioren den Aufstieg in die Landesliga. Die B-Junioren konnten
den Klassenverbleib in der Verbandsliga sichern. Auch die C-Junioren
belegten in der Landesliga einen guten 4. Platz. Auf dem Kleinfeld
wurde die E1-Jugend Staffelsieger West. Die F1-Junioren wurden
erster gemeinsamer Kreispokalsieger Anhalt-Bitterfeld.
Was geschah sonst noch in der
Spielserie 2007/2008?
Im September 2007 fanden
Neuwahlen beim CFC Germania 03 statt. Ronald Maaß wurde neuer
Präsident und Johannes Palme neuer Vize. Heiko Sonnenkalb schied aus
dem Vorstand aus. Marco Möllers wurde neu in den Vorstand gewählt
und besetzt die Stelle der Öffentlichkeitsarbeit.
Ebenfalls im September fand die
Festwoche zum 80 jährigen Jubiläum des Köthener Stadions statt.
Zahlreiche Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft kamen zum
gratulieren.
Im Februar 2008 veranstaltete
die CFC-Nachwuchsabteilung wieder eine Reihe von Hallenturnieren. In
der Köthener Hahnemann-Halle trug jede Nachwuchsmannschaft des CFC
ein eigenes Turnier aus.
Im Juli 2008 fand erstmals die
eigens organisierte 3 Tage Fußball-Lernschule statt. Zahlreiche
Mädchen und Jungen nahmen daran teil und wurden vom
Ex-Bundesligaprofi Sven Benken trainiert.
Mannschaften,
Platzierungen, Trainer der Saison 2007/2008
| Mannschaft |
Spielklasse |
Platz |
Trainer |
| 1. Männer |
Landesliga-Mitte |
11. Platz |
F. Hänsch |
| 2. Männer |
Kreisoberliga |
3. Platz |
D. Müller/T.Hübner |
| 3. Männer |
Kreisklasse-West |
6. Platz |
A. Voigt |
| A-Junioren |
Kreisliga |
1. Platz |
W.Schmidt |
| B1-Junioren |
Verbandsliga |
11. Platz |
L.Rölecke/M.Möllers/F.Junge |
| C-Junioren |
Landesliga |
4. Platz |
W.Weinert |
| D1-Junioren |
Kreisliga |
3. Platz |
K.Siegert/S.Erdmann |
| D2-Junioren |
Kreisliga |
9. Platz |
T.Gallasch/P.Straßburger |
| E1-Junioren |
Kreisliga |
1. Platz |
M.Sopart |
| E2-Junioren |
Kreisliga |
4. Platz |
D.König/D.Krause |
| E3-Junioren |
Kreisliga |
9. Platz |
H.J.Müller |
| F1-Junioren |
Kreisliga |
3. Platz |
L.Rölecke/V.Korwitz/M.Möllers |
| F2-Junioren |
Kreisliga |
5. Platz |
H.J.Müller/T.Gottschling |
| G-Junioren |
Freundschaftsspiele |
- |
F. Giebler/N.Krischok |
| |
|
|
|
Nach dem Abstieg der 1.
Männermannschaft folgte ein Schnitt. Zahlreiche ältere Spieler
verließen den Verein. Neuzugänge gab es vornehmlich aus dem
CFC-Nachwuchs. So wurde das Team mächtig verjüngt. Kurz vor
Serienbeginn wechselten auch noch die beiden Stürmer Nico Friedrich
und Tobias Gallasch in die Kreisoberliga zum FC Hertha
Osternienburg. Trotz dieser Umstände (10 Spieler gingen / 10 Spieler
kamen) spielte die Mannschaft in der Landesklasse 5 gut mit. Im März
2009 legte Frank Hänsch sein Traineramt, aus privaten Gründen,
erneut nieder. Peter Franczak sen. übernahm die Geschicke der 1.
Männermannschaft. Zum Saisonende wurde es an der Tabellenspitze eng.
Nienburg stieg, mit zwei Punkten Vorsprung auf den CFC, in die
Landesliga auf. Im Kreispokal war für die Germanen im Achtelfinale
Endstation. Hier unterlag man beim Kreisoberligisten HSV Gröbern.
Zum Saisonende wurde unsere 1. Mannschaft als Fair-Play-Sieger der
Landesklasse ausgezeichnet.

Unsere 2. Männermannschaft
konnte den Klassenverbleib in der neuen eingleisigen Kreisoberliga
Anhalt-Bitterfeld nicht sichern und stieg in die Kreisliga ab.
Die 3. Männermannschaft des CFC
belegte am Ende den 9. Platz in der Kreisklasse-West.
Auch in der Saison 2008/2009
konnte unsere Nachwuchsabteilung zahlreiche Erfolge aufweisen. Die
A-Junioren schafften, als Aufsteiger, gleich den Staffelsieg in der
Landesliga 3. Das Aufstiegsrecht in die Verbandsliga nahm der Verein
jedoch nicht wahr.

Die B-Junioren spielten ihre
zweite Saison in der Verbandsliga und erreichten den 13. Platz.
Dieser bedeutete eigentlich den Klassenerhalt. Warum der CFC in die
Landesliga musste und der 14. (GW Piesteritz) in der Verbandsliga
blieb, ist ein Rätsel. Nicht so gut lief es bei den C-Junioren. Nach
einer enttäuschenden Saison mit Platz 10 musste man den Gang in die
Kreisliga antreten. Unsere D1-Junioren schafften souverän den
Staffelsieg und unterlagen dann aber im Entscheidungsspiel um die
Kreismeisterschaft dem SV Blau-Weiß Schortewitz mit 2:1 und
verpassten somit den Aufstieg in die Landesliga. Mit einem 5:1-Sieg
gegen Quellendorf sicherte sich die D1 jedoch den Kreispokalsieg
2008/2009.
Sehr erfolgreich verlief die
Spielserie für die E1-Junioren des CFC Germania 03. Mit 22 Siegen in
22 Spielen holte man sich zunächst den Staffelsieg. Im
Entscheidungsspiel um die Kreismeisterschaft besiegte die E1 die SG
Union Sandersdorf mit 2:1 und schaffte somit die Qualifikation für
die Landesmeisterschaften. Auch unter den besten Teams in
Sachsen/Anhalt konnten die Germanen überzeugen. Bei der Vorrunde in
Halle wurde man hinter Lok Aschersleben Zweiter und schaffte den
Sprung in die Endrunde. Diese wurde in Sangerhausen ausgetragen.
Hier mussten sich die E1-Junioren nur knapp dem Gastgeber geschlagen
geben. Der VfB Sangerhausen und der CFC hatten jeweils 11 Punkte.
Nur das bessere Torverhältnis verhalf dem VfB zum
Landesmeistertitel. Unsere E1 schaffte in diesem Turnier auch einen
1:0-Sieg gegen den 1.FC Magdeburg und verwies die Elbestädter auf
den 3. Platz. Die sehr erfolgreiche Saison rundete der Gewinn der
Hallenkreismeisterschaft ab.

Auch unsere F1-Junioren
erreichten mit 14 Siegen in 14 Spielen den Staffelsieg in der
Kreisliga. Beim Turnier um die Kreismeisterschaft enttäuschte die
Mannschaft jedoch und wurde hinter Glauzig/Ostrau und Thalheim nur
3.
Was geschah sonst noch in der
Saison 2008/2009?
Auch in diesem Winter
veranstaltete die CFC-Nachwuchsabteilung eine Reihe von eigenen
Hallenturnieren. Insgesamt gingen 16 Veranstaltungen über die Bühne.
Am 11. März 2009 wurde eine
Damenmannschaft ins Leben gerufen. Fortan wird jeweils Montags und
Mittwochs trainiert. Übungsleiter sind Marco Möllers und Matthias Janda. Zunächst stehen nur Testspiele (Kleinfeld) auf dem Plan,
bevor man in der Saison 2010/2011 in die Punktspielserie starten
will.

Am Freitag, 15. Mai 2009
schaffte der CFC einen Rekord. 847 Zuschauer verfolgten das
Punktspiel gegen den SV Gölzau 1924. Eine Kulisse, wie schon lange
nicht mehr.
Torwarttalent Florian Groß
wechselte in die Bundesliga zum Halleschen FC und Tammy-Cate Schnelle
schafft den Sprung zum Ausbildungsteam des Magdeburger FFC.
Ein Erfolg war auch die
traditionelle Fußball-Lern-Schule des CFC. Veranstaltet wurde das
Camp in diesem Jahr mit der Ilebiber Fußballschule aus Eilenburg.
Mannschaften,
Platzierungen, Trainer der Saison 2008/2009
| Mannschaft |
Spielklasse |
Platz |
Trainer |
| 1. Männer |
Landesklasse 5 |
2. Platz |
P. Franczack sen. (bis März 09: F.
Hänsch) |
| 2. Männer |
Kreisoberliga |
14. Platz |
L. Rölecke (bis November 08: D.
Müller) |
| 3. Männer |
Kreisklasse-West |
9. Platz |
A. Voigt |
| Damen |
Freundschaftsspiele |
- |
M. Möllers |
| A-Junioren |
Landesliga St. 3 |
1. Platz |
W.Schmidt/F.Junge/T.Rinke |
| B-Junioren |
Verbandsliga |
13. Platz |
L.Rölecke/M.Möllers/L.Lehmann |
| C-Junioren |
Landesliga St. 3 |
10. Platz |
S.Erdmann/S.Liebelt |
| D1-Junioren |
Kreisliga |
1. Platz |
P.Straßburger/F.Hoffmann |
| D2-Junioren |
Kreisliga |
6. Platz |
J.Czychi |
| E1-Junioren |
Kreisliga |
1. Platz |
D.König/M.Kohn |
| E2-Junioren |
Kreisliga |
4. Platz |
L.Rölecke/M.Möllers/V.Korwitz |
| E3-Junioren |
Kreisliga |
11. Platz |
T.Gottschling |
| F1-Junioren |
Kreisliga |
1. Platz |
H.J.Müller/M.Reichardt |
| F2-Junioren |
Kreisliga |
6. Platz |
S.Hoffmann/I.Hönig/T.Tischendorf |
| G-Junioren |
Freundschaftsspiele |
- |
F. Giebler/S.Hoffmann/B.Albrecht |
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